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Ausgefallene Sonnenliegen sind Outdoor-Liegen, die den Standard verlassen: durch skulpturale Silhouetten, hochwertige Materialien wie geöltes Teak, pulverbeschichtetes Aluminium oder handgeflochtenes Polyrattan, durch Doppelliegen und Daybeds für zwei oder durch die Design-Handschrift von Marken wie Cane-line, Fermob, Emu oder Fatboy. Statt der grauen Klappliege vom Baumarkt setzen sie ein gestalterisches Statement am Pool, auf der Terrasse oder im Garten – wetterfest, ergonomisch und mit Charakter. Wer eine außergewöhnliche Sonnenliege sucht, entscheidet sich für ein Möbel, das den Außenbereich prägt, statt ihn nur zu bestücken.
Ausgefallene Sonnenliegen machen den Lieblingsraum ohne Wände erst komplett: Der Außenbereich lebt von der Liege als Herzstück, und genau deshalb lohnt es sich, hier nicht der Masse zu folgen. Sie verwandeln Terrasse, Pool oder Garten von einer bloßen Sitzecke in eine Bühne des Draußenwohnens: Sie tragen eine Handschrift, verbinden Ergonomie mit Skulptur und laden ein, den Tag von morgens bis in die blaue Stunde draußen zu verbringen. Ob eine geschwungene Designer-Gartenliege aus geöltem Teak, ein handgeflochtenes Daybed für zwei oder eine farbige Relaxliege aus pulverbeschichtetem Aluminium – der Unterschied liegt im Charakter. In diesem Ratgeber zeigen wir, was eine außergewöhnliche Liege wirklich ausmacht: von den Materialien über die großen Design-Epochen und echte Marken bis zur handfesten Kaufberatung. Wer bereit ist für Outdoor-Möbel mit Persönlichkeit, findet in unserer kuratierten Auswahl an Designer-Gartenliegen die passende Inspiration.
Eine Sonnenliege, die nicht jeder hat, beginnt dort, wo der Baumarkt-Standard endet. Die meisten Terrassen folgen demselben Muster: eine graue Aluminium-Klappliege mit weißer Kunststoffbespannung, oft aus derselben Aktionswoche wie beim Nachbarn. Ausgefallene Sonnenliegen brechen bewusst mit dieser Erwartung – nicht der Provokation wegen, sondern weil Form, Material und Farbe eine eigene Aussage treffen. Es ist der Unterschied zwischen einer Liege, die man zufällig kauft, und einer, die man bewusst wählt. Ob als besondere Sonnenliegen für den Poolrand, als extravagante Sonnenliegen mit großer Geste, als coole Sonnenliegen für die Dachterrasse, als originelle Sonnenliegen abseits der Aktionsware oder als einzigartige Sonnenliegen mit Sammlerwert – gemeint ist stets dasselbe: Draußenwohnen mit Charakter.
Was macht eine Liege besonders? Meist eine Kombination aus drei Dingen: eine Silhouette, die aus der Reihe tanzt – organisch geschwungen wie eine Welle oder streng reduziert wie eine Skulptur; ein Material, das man draußen nicht überall sieht – seidig geschliffenes Teak, mattes Pulver-Aluminium in Salbeigrün oder feines handgeflochtenes Faserband; und ein Detail, das Handwerk verrät – flüssig laufende Rollen aus Edelstahl, eine stufenlos verstellbare Rückenlehne oder Bespannungsstoffe, die sich anfühlen wie Leinen und trotzdem den Regen abweisen. Genau diese Dinge unterscheiden ein Serienmöbel von einem Designstück.
Ein herausragendes Beispiel für dieses Prinzip ist das Daybed: Statt einer schmalen Einzelliege wählt man eine Fläche für zwei – oft mit Baldachin oder Muschelform, die Schatten und Privatsphäre schenkt. Die Relaxliege für den Outdoor-Bereich ist damit fast per Definition ausgefallen, weil sie den Garten von einer Nutzfläche in einen Rückzugsort verwandelt. Wer sich für eine Liege entscheidet, die nicht jeder hat, kauft letztlich Atmosphäre: das Gefühl, den eigenen Außenbereich kompromisslos nach dem eigenen Geschmack zu gestalten.
Eine gute Sonnenliege möbliert die Terrasse. Eine ausgefallene Sonnenliege macht sie zum Lieblingsort.
Außergewöhnliche Sonnenliegen sind oft die, die Designgeschichte geschrieben haben – oder sie bewusst neu erzählen. Wer den Blick über die Baumarkt-Klappliege hinaus wagt, landet schnell bei Entwürfen, die längst als Klassiker gelten und trotzdem in jedem Garten modern wirken. Diese Stücke verbinden Mut und Zeitlosigkeit: Sie waren ihrer Zeit voraus und altern deshalb nie.
Kaum eine Liege ist so berühmt wie die LC4 Chaiselongue von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand aus dem Jahr 1928 – die „Ruhemaschine“ auf einem geschwungenen Stahlrohr-Bogen, deren Neigung sich frei auf dem Untergestell verschieben lässt. Ursprünglich als Indoor-Klassiker gedacht, gibt es sie heute in wetterfesten Outdoor-Editionen mit galvanisiertem Rahmen und Batyline-Bespannung. Wer sie an den Pool stellt, holt sich ein Stück Bauhaus-Moderne in den Garten – strenge Geometrie, die trotzdem einlädt, sich fallen zu lassen.
Ein zweiter Meilenstein ist die 1966 Collection von Richard Schultz für Knoll: Sie entstand, weil Florence Knoll eine Gartenliege suchte, die die salzige Meeresluft von Florida überstand. Schultz' Antwort war ein filigraner, pulverbeschichteter Aluminiumrahmen mit gewebter Bespannung – eine Liege, die bis heute den Inbegriff des amerikanischen Mid-Century-Outdoor-Designs verkörpert. Leicht, elegant, unverwüstlich: der Beweis, dass Wetterfestigkeit und Schönheit sich nicht ausschließen.
Wo klassische Ikonen aufhören, fängt die zeitgenössische Manufaktur an. Der dänische Hersteller Cane-line hat das Daybed zur Kunstform erhoben – etwa mit dem Outdoor Ocean Large Daybed, einer großzügigen, muschelartigen Liegefläche mit optionalem Sonnendach, die zwei Personen umschließt wie ein Kokon. Cane-line arbeitet mit dem eigens entwickelten Cane-line-Weave-Geflecht, das UV-beständig und komplett wetterfest ist. Wer die volle Bandbreite sehen will, findet in der Cane-line Kollektion Liegen, Daybeds und Loungemöbel, die den skandinavischen Anspruch an Reduktion mit dem Komfort einer Lounge verbinden.
Nicht jede außergewöhnliche Liege steht auf Beinen. Die Fatboy Headdemock Hängematte denkt das Sonnenbaden neu: eine schwebende Liegefläche aus robustem, wasserabweisendem Nylon, die sich sanft wiegt und für zwei Platz bietet. Sie ist der Gegenentwurf zur starren Liege – lässig, farbenfroh und beweglich – und beweist, dass „Sonnenliege“ ein weiter Begriff ist. Das Verbindende all dieser Entwürfe: Sie sind keine Kompromisse. Sie wurden gestaltet, nicht bloß produziert – und genau das spürt man, sobald man sich hineinlegt.
Eine außergewöhnliche Sonnenliege zu finden ist die eine Sache – die richtige Idee für den eigenen Außenbereich die andere. Denn dieselbe Liege wirkt am weitläufigen Poolrand anders als auf dem schmalen Stadtbalkon. Hier ein paar konkrete Ideen, sortiert nach Situation und Anspruch.
Am Pool zählt die Symmetrie. Zwei identische Designer-Liegen, parallel und mit etwas Abstand platziert, wirken souveräner als eine bunt zusammengewürfelte Sammlung. Ideal sind flache, gestreckte Silhouetten mit Rollen – so lassen sie sich der Sonne nachführen. Eine Gartenliege in gedecktem Weiß oder warmem Teak spiegelt sich schön im Wasser und lässt die Poolzone wie eine Hotelanlage wirken.
Wer eine überdachte oder halboffene Terrasse hat, sollte an ein Daybed denken. Frei im Raum platziert – nicht an die Wand gerückt – wird es zur eigenen Zone: ein Ort zum Lesen, Dösen und für den Sundowner. Kombiniert mit einem niedrigen Beistelltisch und einer Outdoor-Leuchte entsteht eine Relaxliege für draußen, die den Übergang von Wohnzimmer und Garten fließend macht.
Ausgefallen heißt nicht groß. Eine klappbare Designer-Liege aus pulverbeschichtetem Stahl – etwa im französischen Bistro-Stil von Fermob – bringt Farbe und Charakter auf wenige Quadratmeter und lässt sich nach dem Sonnenbad platzsparend zusammenlegen. Ein einziges knalliges Stück in Ockergelb oder Enzianblau macht aus dem tristen Balkon eine kleine Riviera.
Im Grünen kommt Holz am schönsten zur Geltung. Eine Teak-Liege mit stufenlos verstellbarer Rückenlehne und Rollen fügt sich organisch in Beete und Rasen ein und altert mit einer edlen silbergrauen Patina. Wer die volle Auswahl sehen möchte, findet im Outdoor-Sortiment Liegen für jede Gartengröße.
Was eine ausgefallene Sonnenliege wirklich hochwertig macht, entscheidet sich draußen im Alltag – bei Regen, UV-Strahlung und Frost. Material und Verarbeitung bestimmen, ob die Liege nach fünf Jahren noch wie neu aussieht oder ausgebleicht und rostig wirkt. Hier lohnt der genaue Blick, denn ein außergewöhnliches Design verdient eine ebenso außergewöhnliche Substanz.
Teak ist der König unter den Gartenhölzern: Sein hoher natürlicher Ölgehalt macht es von Natur aus wasserabweisend, pilz- und insektenresistent – ganz ohne Lack. Frisch ist es honigbraun, unbehandelt vergraut es mit den Jahren zu einer edlen Silberpatina, die viele bewusst schätzen. Wer den warmen Ton erhalten will, ölt einmal jährlich nach. Achten Sie auf FSC-zertifiziertes Plantagen-Teak aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft und auf massives Holz statt dünner Furniere. Andere wetterfeste Hölzer wie Eukalyptus oder Robinie sind günstigere, ökologisch interessante Alternativen.
Aluminium ist leicht, rostet nicht und trägt eine Pulverbeschichtung, die es in nahezu jeder Farbe wetterfest versiegelt – ideal für farbenfrohe Liegen, die sich mühelos versetzen lassen. Wichtig ist eine gleichmäßige, dicke Beschichtung ohne Nasen, denn hier greift die Witterung an. Edelstahl (idealerweise V4A / AISI 316) ist die Königsklasse für Gestelle und Beschläge: extrem korrosionsbeständig, auch in Meeresnähe, dafür schwerer und teurer. An Verschleißpunkten wie Rollen, Gelenken und Schrauben zahlt sich rostfreier Stahl besonders aus.
Modernes Polyrattan hat mit dem spröden Kunststoff früherer Jahre nichts mehr gemein. Hochwertige Fasern aus HDPE werden UV-stabilisiert und von Hand um ein Aluminiumgestell geflochten – sie fühlen sich an wie Naturmaterial, überstehen aber Regen und Sonne mühelos. Markenhersteller wie Cane-line entwickeln eigene Geflechtqualitäten (Cane-line Weave, SoftTouch), die sich weich anfühlen und komplett durchwaschen lassen. Auf das Detail kommt es an: Ein sauber und dicht geflochtenes Band ohne abstehende Enden hält Jahrzehnte.
Die Bespannung entscheidet über Komfort und Trocknungszeit. Batyline und Textilene sind hochfeste, PVC-beschichtete Gewebe, die straff gespannt einen luftigen, schnell trocknenden Liegekomfort ohne Polster bieten – ideal am Pool, weil sie nass werden dürfen. Für weichen Komfort sorgen Auflagen aus Sunbrella: spinndüsengefärbtes Acrylgewebe, bei dem die Farbe in der Faser sitzt und deshalb kaum ausbleicht, wasser- und schmutzabweisend und dennoch atmungsaktiv. Achten Sie auf einen schnell trocknenden Schaumkern (offenporig, mit Drainage) – so bleibt das Polster nach einem Schauer nicht klamm.
Ein Blick auf die Verarbeitung verrät viel: Laufen die Rollen leicht? Rastet die Verstellmechanik satt und ohne Spiel ein? Sind die Nähte der Auflagen mit UV-beständigem Garn genäht? Manufakturen wie Cane-line, Emu oder Fermob stehen für genau diese Präzision – hier ist Verarbeitung kein Detail, sondern Programm.
Ausgefallene Sonnenliegen haben fast immer eine stilistische Herkunft. Wer die großen Epochen und ihre Designer kennt, trifft nicht nur eine bessere Kaufentscheidung, sondern kann eine Liege auch bewusst als gestalterisches Zitat einsetzen. Ein kurzer Streifzug durch die prägendsten Strömungen des Outdoor-Designs.
Am Bauhaus wurde die Formensprache erfunden, die bis heute als „modern“ gilt: reduziert, funktional, materialehrlich. Die LC4 Chaiselongue von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand ist ihr berühmtestes Liege-Zeugnis – ein geschwungener Stahlrohrbogen, der die natürliche Ruheposition des Körpers in eine reine geometrische Kurve übersetzt. Eine Liege dieser Schule wirkt streng und zeitlos zugleich und passt zu klaren, architektonischen Terrassen aus Sichtbeton und großzügigem Glas.
Die 1950er und 60er brachten organische Wärme und leichte Materialien in den Garten. Richard Schultz' 1966 Collection für Knoll steht exemplarisch für diese Ära: filigrane Aluminiumrahmen, gewebte Bespannungen, ein fast schwebender Ausdruck. Eine Liege im Mid-Century-Stil ist heute der sichere Weg zu „ausgefallen, aber wohnlich“ – charaktervoll, ohne aufdringlich zu sein, und ideal zu einer Architektur mit flachen Dächern und Terrazzoböden.
Die Gegenwart gehört der Verschmelzung von Innen und Außen. Skandinavische Marken wie Cane-line und italienische Hersteller haben das „Outdoor-Living“ geprägt: großzügige Daybeds, weiche Geflechte und Loungeliegen, die den Komfort des Wohnzimmers ins Freie holen. Namhafte Manufakturen wie Dedon, Kettal, Gloster und Gandia Blasco stehen für dieselbe Bewegung – Outdoor-Möbel, die man kaum noch von hochwertigem Interior unterscheidet. Reduktion, edle Materialien und maximaler Liegekomfort sind hier das Programm.
Wärmer und verspielter geht es im mediterranen Stil zu. Farbige Metallliegen im Geist der französischen Riviera – wie sie Fermob mit seiner reichen Farbpalette und Emu als italienischer Traditionshersteller pflegen – bringen Leichtigkeit und Urlaubsgefühl. Perforiertes oder gebogenes Stahlblech, klappbare Mechaniken und Farben von Enzianblau bis Ockergelb erinnern an sonnige Terrassen in der Provence oder an italienische Lidos. Diese Liegen sind laute, fröhliche Statements – ideal für alle, die den Garten als Bühne für Lebensfreude verstehen.
Eine ausgefallene Sonnenliege ist eine Investition – gestalterisch und finanziell. Damit das Statement im Alltag funktioniert, sollten ein paar praktische Punkte vor dem Kauf geklärt sein. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Fragen wird aus dem „gefällt mir“ ein „passt wirklich“.
Das wichtigste Komfortmerkmal. Eine gute Liege lässt sich stufenlos oder in mehreren Positionen vom aufrechten Sitzen bis zur flachen Liege verstellen – idealerweise einhändig und ohne aufzustehen. Achten Sie auf eine Mechanik, die satt einrastet und kein Spiel hat; billige Rastbeschläge nutzen sich schnell aus und rutschen unter Belastung. Modelle mit zusätzlicher Fußteil-Verstellung oder ausziehbarem Sonnendach bieten den größten Komfort.
Eine Sonnenliege will der Sonne folgen. Zwei Rollen am Kopfende erlauben es, die Liege anzukippen und mühelos zu versetzen, ohne sie zu tragen. Wichtig sind Rollen aus rostfreiem Material mit ausreichender Breite, damit sie auf Rasen oder Kies nicht einsinken und den Terrassenbelag nicht zerkratzen.
Wer wenig Platz hat oder die Liege über den Winter verstauen möchte, profitiert von einer klappbaren oder stapelbaren Konstruktion. Stapelbare Modelle (oft aus Aluminium oder Geflecht) sparen im Gartenhaus enorm Platz; klappbare Liegen lassen sich flach an die Wand stellen. Prüfen Sie, ob der Klappmechanismus stabil verriegelt und keine Klemmgefahr für die Finger birgt.
Klären Sie, wie wetterfest die Liege wirklich ist: Kann sie ganzjährig draußen bleiben (Aluminium, Edelstahl, Polyrattan) oder braucht sie Winterschutz (unbehandeltes Holz, Textilpolster)? Für den Liegekomfort ist die Ergonomie entscheidend – eine leicht kontuierte Fläche stützt Nacken und Knie besser als ein flaches Brett. Und denken Sie an Auflagen: Sunbrella-Polster erhöhen den Komfort, sollten aber schnell trocknen und abnehmbar sein. Ein Designer-Outdoor-Möbel mit durchdachter Ergonomie macht über Jahre Freude.
Nehmen Sie sich Zeit: Eine Liege dieser Klasse begleitet Sie viele Sommer. Lieber ein paar Wochen länger suchen als jahrelang mit dem falschen Kompromiss leben.
Eine ausgefallene Sonnenliege entfaltet ihre Wirkung erst im richtigen Umfeld. Die Kunst liegt darin, das Statement-Stück wirken zu lassen, ohne den Außenbereich zu überladen. Ein paar bewährte Prinzipien aus der Outdoor-Praxis.
Am Wasser wirkt Wiederholung edel. Zwei oder vier identische Liegen in einer Reihe, mit gleichmäßigem Abstand, erzeugen die entspannte Klarheit einer Hotelanlage. Halten Sie die Farbpalette ruhig – Weiß, Sand, Teak oder Anthrazit – und lassen Sie das Blau des Wassers und das Grün der Pflanzen die Farbe setzen. Ein aufgerolltes Handtuch und ein Beistelltisch für den Drink genügen als Accessoire.
Eine große Terrasse gewinnt durch klare Bereiche. Definieren Sie mit einem Daybed oder einem Liegen-Paar eine Lounge-Zone und grenzen Sie diese von der Essgruppe ab – etwa durch einen Outdoor-Teppich, Pflanzkübel oder einen leichten Höhenwechsel. So entsteht Struktur, und die Liege bekommt ihren eigenen Auftritt statt im Möbel-Durcheinander unterzugehen.
Wenig Platz verlangt Disziplin. Ein einziges, charaktervolles Stück – eine farbige Klappliege oder eine schmale Relaxliege – wirkt stärker als drei kompromisshafte Möbel. Kombinieren Sie es mit einem Klapptisch und ein bis zwei Pflanzen, halten Sie den Boden frei, und der Balkon fühlt sich größer und gestalteter an. Für weitere Ideen lohnt der Blick auf unsere ausgefallenen Gartenmöbel.
Eine außergewöhnliche Liege verlangt ebenbürtige Nachbarn. Ein skulpturaler Sonnenschirm setzt einen zweiten Akzent und spendet zugleich Schatten – Inspiration dazu liefert unsere Auswahl ausgefallener Sonnenschirme. Für die Sitzrunde daneben passen dazu ausgefallene Gartenstühle im gleichen Materialdialog. Und für die blaue Stunde gilt: indirektes Licht – eine kabellose Outdoor-Leuchte oder Windlichter – betont die Textur von Teak und Geflecht am schönsten und macht die Liege auch abends zum Blickfang.
Die Entwicklung geht klar Richtung Draußen-Wohnzimmer. Liegen werden breiter, weicher und einladender: Daybeds und Doppelliegen mit tiefen Sunbrella-Polstern lösen die schmale Einzelliege ab. Bei den Farben dominieren erdige, naturnahe Töne – Terracotta, Olivgrün, Sand und warmes Rostbraun – während mattschwarze und anthrazitfarbene Gestelle den grafischen Kontrast setzen. Geschwungene, organische Formen und geflochtene Texturen prägen die Silhouetten, und modulare Outdoor-Systeme, die sich wie drinnen zusammenstellen lassen, sind der größte strukturelle Trend. Auch die Wiederentdeckung der Klassiker – LC4 und die 1966 Collection in Outdoor-Editionen – gehört dazu.
Teak braucht wenig: einmal im Frühjahr mit lauwarmem Wasser und weicher Bürste reinigen; wer den Honigton halten will, ölt danach mit Teaköl nach, wer die Silberpatina mag, lässt es einfach vergrauen. Grünbelag entfernt ein spezieller Teakreiniger. Pulverbeschichtetes Aluminium wischt man einfach feucht ab – aggressive Scheuermittel meiden, um die Beschichtung nicht zu verletzen; kleine Kratzer mit Ausbesserungslack versiegeln. Batyline/Textilene lässt sich mit Seifenwasser abbürsten und trocknet von selbst. Sunbrella-Auflagen sind pflegeleicht, sollten aber nach Schauern aufgestellt trocknen und über den Winter trocken gelagert werden.
Die richtige Winterpause verlängert die Lebensdauer erheblich. Aluminium-, Edelstahl- und Polyrattan-Liegen dürfen mit einer atmungsaktiven Schutzhülle draußen bleiben – wichtig ist, dass keine Staunässe entsteht und die Hülle nicht luftdicht abschließt. Holzliegen überstehen Frost zwar, gewinnen aber durch ein trockenes, luftiges Quartier im Gartenhaus oder Keller. Polster und Auflagen gehören immer ins Trockene, sonst drohen Stockflecken. Klapp- und Stapelmodelle spielen hier ihren Platzvorteil aus.
Die nachhaltigste Liege ist die, die man nicht so schnell ersetzt. Langlebige Materialien (FSC-Teak, hochwertiges Aluminium, UV-stabiles Geflecht), austauschbare Bespannungen und nachbestellbare Auflagen verlängern die Lebensdauer um viele Jahre. Achten Sie auf FSC- oder PEFC-zertifiziertes Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft, auf recycelbare Metalle und auf Hersteller, die Ersatzteile und Reparaturservice bieten. Marken wie Fermob und Emu produzieren zudem energiebewusst in Europa. Eine gut gemachte, zeitlos gestaltete Sonnenliege ist per se nachhaltig – weil man sie über Jahre liebt, statt sie zu entsorgen.
Wer die Lebensdauer seiner Liege verlängern will, lagert sie über den Winter geschützt. Teak darf zwar draußen bleiben und vergraut dann silbrig, doch Auflagen und Textilbespannungen gehören trocken und luftig ins Haus, bevor Frost und Dauernässe ihnen zusetzen. Aluminium- und Edelstahlgestelle überstehen den Winter im Freien am besten unter einer atmungsaktiven Schutzhülle, die Kondenswasser entweichen lässt statt es einzuschließen. Vor dem Einlagern lohnt eine gründliche Reinigung: getrockneter Schmutz und Pollen lassen sich im Frühjahr sonst kaum noch entfernen. So startet die Liege in jede neue Saison wie am ersten Tag.
| Material | Wetterfestigkeit | Pflege | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Teak / FSC-Holz | Sehr hoch, natürlich ölhaltig | 1x/Jahr ölen oder vergrauen lassen | Warme, natürliche Gartenliegen |
| Pulverbeschichtetes Aluminium | Hoch, rostfrei und leicht | Feucht abwischen, keine Scheuermittel | Farbige, mobile Liegen |
| Edelstahl (V4A) | Höchste, auch in Meeresnähe | Nahezu wartungsfrei | Gestelle, Rollen, Beschläge |
| Polyrattan / Geflecht | Hoch, UV-stabilisiert | Absaugen, mit Wasser abbrausen | Lounge-Daybeds |
| Batyline / Textilene | Sehr hoch, schnelltrocknend | Mit Seifenwasser abbürsten | Poolliegen ohne Polster |
| Sunbrella-Polster | Hoch, farbecht & schmutzabweisend | Aufgestellt trocknen, trocken lagern | Weichen Liegekomfort |
| Liegetyp | Merkmale | Personen | Empfohlen für |
|---|---|---|---|
| Klassische Gartenliege | Verstellbare Rückenlehne, Rollen | 1 | Pool, Garten, sonnenfolgen |
| Chaiselongue (LC4-Typ) | Skulpturaler Bogen, ikonisch | 1 | Architektonische Terrassen |
| Daybed / Doppelliege | Breite Fläche, oft mit Dach | 2 | Lounge-Terrassen, Rückzug |
| Klappliege | Zusammenlegbar, platzsparend | 1 | Kleine Balkone, Verstauen |
| Stapelliege | Stapelbar, leicht | 1 | Mehrere Gäste, Gastronomie |
| Hängematte (Headdemock-Typ) | Schwebend, wiegend | 1–2 | Lässiges, bewegliches Liegen |
| Segment | Preisspanne (ca.) | Typisch | Beispiele / Marken |
|---|---|---|---|
| Design-Einstieg | 300 – 700 € | Farbige Stahl-/Alu-Klappliegen | Fermob, Emu |
| Gehobenes Design | 700 – 1.800 € | Teak- oder Geflecht-Liegen, verstellbar | Cane-line, Gloster |
| Premium / Ikonen | 1.800 – 3.500 € | Design-Klassiker, Lounge-Liegen | LC4-Editionen, 1966 Collection |
| Luxus / Daybed | ab 3.500 € | Große Daybeds mit Dach, Editionen | Cane-line Ocean, Dedon, Kettal |
Zuletzt aktualisiert: . Dieser Ratgeber wurde von der stylesoul-Redaktion kuratiert, die sich seit Jahren mit Designklassikern und zeitgenössischem Outdoor-Design beschäftigt. Unsere Auswahl-Methodik verbindet gestalterische Kriterien – Formensprache, Materialqualität und Designer-Handschrift – mit praktischer Alltagstauglichkeit unter freiem Himmel: Wetterfestigkeit, Ergonomie und Pflegeaufwand. Genannte Designer, Marken und Entwürfe sind reale Referenzen aus der Design-Geschichte; Preisangaben sind Orientierungswerte und können je nach Ausführung, Material und Bezugsquelle abweichen. Ziel ist eine fundierte, unabhängige Entscheidungshilfe – damit Ihre Sonnenliege nicht nur schön aussieht, sondern viele Sommer lang Freude macht.
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