Hausbar einrichten: Welche Möbeltypen gibt es?
Bevor du dich für ein konkretes Produkt entscheidest, lohnt ein Blick auf die verschiedenen Möbeltypen, die als Möbelstück für Getränke infrage kommen. Jeder Typ hat klare Stärken und Schwächen — je nach Raumgröße, Stilvorstellung und Nutzungsfrequenz.
DER BARSCHRANK ist der Klassiker: ein kompaktes Möbel mit einer oder zwei Türen, hinter denen sich Flaschenhalter, Glaseinschübe und oft eine kleine Arbeitsfläche verbergen. Modelle wie der SalesFever Barschrank Brando (ca. 180–220 €, Maße ca. 55 × 95 × 38 cm) oder der Homcom Barschrank mit Glashalter (ca. 80–120 €) sind typische Vertreter. Der Vorteil: geschlossen wirkt das Möbel aufgeräumt und diskret. Der Nachteil: die Arbeitsfläche ist meist begrenzt.
DAS HAUSBAR-SIDEBOARD kombiniert Stauraum für Getränke mit einer großzügigen Abstellfläche oben. Sideboards von Tenzo (z.B. Tenzo Taxi Sideboard, ca. 450–550 €) oder Maisons du Monde (z.B. Modell Brockton, Mangoholz, ca. 350–420 €) bieten oft 120–180 cm Breite und passen damit gut ins Esszimmer oder den Wohnbereich. Einige Varianten haben integrierte Weinregale für 6–12 Flaschen.
DER BARWAGEN ist die mobile Lösung: auf Rollen, leicht umzupositionieren, in der Regel für 3–10 Flaschen und eine Handvoll Gläser ausgelegt. Jan Kurtz oder Kare Design bieten hier stilvolle Metallvarianten im Industrial-Look für 80–200 €. Ideal für Mieter oder Menschen, die ihre Hausbar je nach Anlass flexibel platzieren wollen.
DAS KOMPLETTE BAR-SET mit Tresen und Barhockern ist die aufwändigste, aber auch beeindruckendste Lösung. Hier sprichst du von Möbeln ab ca. 600 €, oft mit Fußstange, Unterbauregal und Thekenplatte. Furnlux und ähnliche Anbieter bieten Tresen-Sets in Eiche-Optik oder Betonlook an. Diese Variante verlangt mindestens 3–4 m² Stellfläche.
ZUSÄTZLICH gibt es Einbaulösungen (z.B. in eine Wandnische oder Dachschräge integriert), die jedoch handwerkliches Geschick oder Schreinerarbeit voraussetzen und damit schwer im Online-Sortiment abzubilden sind.
Hausbar Einrichtungsideen: Stile und Gestaltungskonzepte
Hausbar Einrichtungsideen beginnen immer mit der Stilfrage: Welches Wohnambiente soll die Bar ergänzen? Die falsche Materialwahl kann selbst ein teures Möbelstück wie einen Fremdkörper wirken lassen. Hier sind die gängigsten Stilwelten mit konkreten Produkt-Empfehlungen.
INDUSTRIAL-LOOK: Metallgestelle, dunkles Holz, sichtbare Nieten und Rollen. Kare Design liefert mit dem Barwagen Factory (ca. 150–180 €) und dem Bar-Sideboard Loft (ca. 480 €) typische Vertreter. Kombiniere diese Möbel mit Edison-Birnen, kupferfarbenen Barhockern und schwarzen Metallfächern für Flaschen. Dieser Stil funktioniert besonders gut in Altbauwohnungen mit Betonboden oder dunklem Holzparkett.
SCANDINAVISCHER MINIMALISMUS: Helle Holztöne, klare Linien, keine überflüssige Ornamentik. Tenzo (Dänemark) ist hier führend: Das Sideboard Ypsilon in Weiß/Eiche (ca. 500–620 €, 175 cm breit) eignet sich hervorragend als Hausbar-Basis. Ergänze es mit schlichten Karaffen, weißen Regalen und klaren Barschalen.
MID-CENTURY MODERN: Nussbaumholz, geschwungene Beine, Messing-Beschläge. Maisons du Monde bietet hier die Kollektion Dutchbone und ähnliche Styles an (ca. 300–700 €). Ein Sideboard auf Spitzenbeinen mit Weinregal-Aufsatz ist der typische Mid-Century-Barschrank.
KLASSISCH-ELEGANT: Dunkles Mahagoni oder Ebenholz-Optik, Messinggriffe, Glaseinsätze in den Türen. Marken wie Rauch oder Westfalia Möbelcenter bieten solide Barschränke in diesem Stil für 200–400 €. Kombiniere diese Möbel mit schweren Vorhängen und Messingdetails.
WICHTIG beim Hausbar einrichten: Achte darauf, dass der Stil deiner Bar zu mindestens 70 % mit dem bestehenden Wohnzimmer- oder Esszimmer-Mobiliar übereinstimmt. Ein Industrial-Barwagen wirkt in einer klassisch eingerichteten Stube fehl am Platz — und umgekehrt. Fotos deiner Einrichtung beim Online-Kauf helfen beim Abgleich.
Bar zuhause einrichten: Planung vor dem Kauf
Bar zuhause einrichten bedeutet vor allem: messen, planen, dann kaufen. Die häufigste Fehlentscheidung beim Kauf eines Möbelstücks für Getränke ist eine Fehleinschätzung der Raumverhältnisse. Hier die wichtigsten Planungsschritte.
SCHRITT 1 — STANDORT FESTLEGEN: Wo soll die Hausbar stehen? Typische Positionen sind die Wand hinter dem Sofa, eine Nische neben dem Kamin, die freie Wand im Esszimmer oder ein separater Hobbyraum. Berücksichtige: Eine Hausbar sollte gut beleuchtet sein (natürliches oder künstliches Licht), ausreichend belüftet (Spirituosen mögen keine Hitze über 25 °C dauerhaft) und mit kurzem Weg zur Küche, falls du häufig Eis oder Mixer benötigst.
SCHRITT 2 — MASSE ERMITTELN: Miss die verfügbare Wandbreite, die Raumtiefe vor dem Möbel (mindestens 80–90 cm Bewegungsfreiheit) und die Deckenhöhe (relevant für Aufbauregale). Typische Barschrank-Tiefen: 35–45 cm. Sideboards: 40–50 cm. Bar-Tresen: 55–70 cm. Beachte auch Türöffnungen — ein 180 cm breites Sideboard passt nicht durch eine 80 cm schmale Wohnungstür ohne Demontage.
SCHRITT 3 — STAPLUNGSBEDARF KLÄREN: Wie viele Flaschen willst du lagern? Eine typische gut bestückte Hausbar umfasst 8–15 Spirituosen-Flaschen (0,7 l), 4–6 Weinflaschen und 8–16 Gläser verschiedener Typen (Longdrink, Whisky, Weinglas, Sektflöte). Berechne: Eine Flasche 0,7 l braucht ca. 8–10 cm Breite im Regal. 10 Flaschen nebeneinander = ca. 90–100 cm Regalbreite nötig.
SCHRITT 4 — BUDGET FESTLEGEN: Einstieg (bis 200 €), Mittelklasse (200–600 €) und Premium (600–1.500 €+) definieren völlig unterschiedliche Produktwelten. Lies dazu unsere Preistabelle weiter unten.
SCHRITT 5 — ONLINE BESTELLEN: Prüfe vor dem Online-Kauf, ob der Anbieter eine Aufbaulieferung anbietet (bei Möbeln über 30 kg empfehlenswert), welche Rückgabefristen gelten und ob das Produkt auf Rechnung bestellt werden kann. Otto bietet beispielsweise standardmäßig Lieferung mit Aufbauservice und Kauf auf Rechnung.
Die besten Möbelstücke für Getränke im Überblick
Hier stellen wir dir acht konkrete Modelle vor, die im deutschen Markt verfügbar sind und in verschiedenen Preisklassen und Stilen überzeugen. Alle Angaben beziehen sich auf Produktdaten aus dem Onlinehandel (Stand: 2024).
HOMCOM BARSCHRANK MIT GLASHALTER: Preis ca. 80–110 €. Maße: ca. 60 × 98 × 36 cm. Material: MDF mit Walnuss-Dekor. Ausstattung: 2 Türen, 3 Flaschenhalter, 6 Glashalter, 1 Schublade. Stärken: günstigster Einstieg, kompakt, aufgeräumtes Design. Schwäche: MDF-Qualität, begrenzte Lastkapazität.
SALESFEUER BARSCHRANK BRANDO: Preis ca. 180–230 €. Maße: ca. 55 × 95 × 38 cm. Material: Eichenfurnier, Metallbeine. Ausstattung: 1 Klapptür, klappbare Arbeitsfläche, Weinregal für 4 Flaschen. Stärken: kompaktes Format für kleine Räume, eleganter Look. Schwäche: kleines Weinregal, wenig Stauraum für Gläser.
KARE DESIGN BARWAGEN FACTORY: Preis ca. 150–190 €. Material: Metall schwarz, Holzablage. Ausstattung: 2 Ebenen, Rollen mit Feststellbremse, Tragkraft ca. 30 kg. Stärken: maximal flexibel, Industrial-Ästhetik. Schwäche: kein geschlossener Stauraum.
JAN KURTZ BARWAGEN MELE: Preis ca. 130–170 €. Material: Stahlrohr, Holzregale in verschiedenen Farben. Ausstattung: 2 Ablagen, 4 Rollen, Maße ca. 50 × 80 × 40 cm. Stärken: minimalistisches Design, stabile Konstruktion. Schwäche: begrenzte Abstellfläche.
TENZO TAXI SIDEBOARD 3-TÜRIG: Preis ca. 480–580 €. Maße: ca. 175 × 75 × 45 cm. Material: MDF lackiert (weiß/schwarz/anthrazit). Ausstattung: 3 Türen, verstellbare Einlegeböden, offene Fächer. Stärken: großes Volumen, modernes Design, 5 Jahre Garantie. Schwäche: kein integriertes Weinregal.
MAISONS DU MONDE BROCKTON SIDEBOARD: Preis ca. 350–430 €. Material: Mangoholz massiv, Metall schwarz. Ausstattung: 2 Türen, 2 Schubladen, Weinregal für 6 Flaschen. Stärken: massives Holz, Weinregal integriert. Schwäche: schwereres Möbel (ca. 45 kg), höherer Aufwand bei Lieferung.
FURNLUX BAR-TRESEN SET OSLO: Preis ca. 650–850 €. Maße: ca. 120 × 110 × 55 cm. Material: Spanplatte in Eiche-Optik. Ausstattung: Unterbauregal, Fußstange, 2 Barhocker inklusive. Stärken: vollständiges Set, Gastro-Feeling. Schwäche: Spanplatten-Qualität, Aufbau zeitaufwändig.
RAUCH BARSCHRANK MANHATTAN: Preis ca. 280–360 €. Maße: ca. 75 × 140 × 42 cm. Material: Spanplatte mit Hochglanz-Front. Ausstattung: 2 Glastüren, beleuchtet (LED), 2 Glasböden, Flaschenhalter. Stärken: beleuchtetes Interieur, edles Erscheinungsbild. Schwäche: Hochglanz-Oberflächen anfällig für Fingerabdrücke.
Hausbar einrichten: Materialien im Vergleich
Das Material eines Möbelstücks für Getränke entscheidet über Langlebigkeit, Pflegeaufwand und optische Wirkung. Wer eine Hausbar einrichten möchte, sollte die wichtigsten Materialgruppen kennen.
MASSSIVHOLZ: Eiche, Mango, Nussbaum oder Buche — Massivholz ist das langlebigste und wertvollste Material. Vorteile: atmungsaktiv, reparierbar (Kratzer ausschleifen), hohe Tragkraft (80–120 kg pro Boden), zeitloser Look. Nachteile: höheres Gewicht (ab ca. 35 kg), höherer Preis (ab ca. 300–350 € für solide Qualität), Quellen und Schwinden bei starken Temperaturschwankungen. Empfehlung: Massivholz ist ideal für dauerhafte Hausibar-Einrichtungen im Wohnzimmer.
HOLZWERKSTOFFE (MDF, SPANPLATTE): Günstigste Option (ab ca. 80 €). MDF ist glatter, besser lackierbar und formstabiler als Spanplatte. Spanplatten sind schwerer und weniger feuchtigkeitsresistent. Vorteile: günstiger Preis, leichte Lieferung, große Farbvielfalt. Nachteile: geringere Tragkraft (ca. 20–40 kg pro Boden), kaum reparierbar, Schnittkanten quellen bei Feuchtigkeit. Empfehlung: gut für den Einstieg oder wenn die Hausbar nur selten genutzt wird.
METALL: Stahl oder Aluminium, oft pulverbeschichtet oder verchromt. Typisch für Barwagen und Industrial-Designs. Vorteile: robust, leicht zu reinigen, korrosionsbeständig (bei guter Beschichtung). Nachteile: kalt wirkend, wenig Wärme im Wohnambiente, kratzempfindlich bei weichen Beschichtungen.
GLAS UND SPIEGEL: Als Akzentelement bei Barschränken (Glasböden, Spiegel-Rückwand). Ein Spiegelrücken im Barschrank lässt den Flaschenbestand größer wirken und erzeugt einen professionellen Bareffekt. Pflegehinweis: Glasböden regelmäßig mit Glasreiniger pflegen, da Flüssigkeitsränder schwer zu entfernen sind.
KOMBINATIONEN: Die besten Möbel in der Mittelklasse kombinieren Massivholz-Fronten mit Spanplatten-Korpus (z.B. Maisons du Monde) — das reduziert Gewicht und Kosten bei gleichbleibend gutem Erscheinungsbild.
PFLEGETIPPS: Wische Barschrank-Oberflächen regelmäßig mit leicht feuchtem Tuch ab. Vermeide stehende Feuchtigkeit durch Untersetzer für Flaschen. Bei Massivholz alle 12–18 Monate mit Holzpflegeöl nachbehandeln.


























