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Hautpflege-Guide

Anti-Aging-Gesichtspflege: Wirkstoffe, Routine & Cremes im Guide

stylesoul Redaktion11 Min. Lesezeit

Regale voller Tiegel, Werbeversprechen von „sichtbar jünger in 14 Tagen“ und Preise von 5 bis 300 Euro – kaum ein Bereich der Kosmetik ist so unübersichtlich wie die Anti-Aging-Gesichtspflege. Dabei ist die Wissenschaft dahinter erstaunlich klar: Eine Handvoll gut untersuchter Wirkstoffe, konsequent angewendet und mit täglichem Sonnenschutz kombiniert, bringt mehr als jeder Luxus-Tiegel, den man zweimal im Monat aufträgt.

Dieser Guide erklärt dir wirkstoff- und routinebasiert, was Anti-Aging-Pflege leisten kann – und was nicht. Wir gehen die wichtigsten Inhaltsstoffe durch (Retinol, Vitamin C, Peptide, Hyaluron, Niacinamid), zeigen dir eine Routine für morgens und abends, sortieren Cremes nach Hauttyp und räumen mit den häufigsten Fehlern auf. Der Guide ist bewusst altersunabhängig: Die Prinzipien gelten mit Anfang 20 genauso wie mit Ende 50 – nur die Gewichtung verschiebt sich.

Die kurze Antwort

Am meisten bringt keine einzelne Wunder-Creme, sondern die Kombination aus drei Bausteinen: ein Retinoid (z. B. Retinol) abends, ein Antioxidans wie Vitamin C morgens und – der wichtigste Schritt überhaupt – täglich Sonnenschutz mit LSF 30 bis 50. Feuchtigkeitscremes mit Hyaluron und Niacinamid glätten und stärken die Hautbarriere. Anti-Aging-Pflege kann das Hautbild sichtbar verbessern und feine Linien mildern, aber keine tiefen Falten „wegzaubern“. Neue Wirkstoffe immer langsam einschleichen. Bei Hautproblemen oder Unsicherheit dermatologisch abklären lassen.

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Anti-Aging-Gesichtspflege

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Welche Creme hilft wirklich gegen Falten?

Eine gute Creme gegen Falten enthält mindestens einen wissenschaftlich gut untersuchten Wirkstoff – allen voran ein Retinoid, dazu Feuchtigkeitsbinder wie Hyaluron und barrierestärkende Stoffe wie Niacinamid – und wird täglich und über Monate hinweg angewendet. Der entscheidende Punkt vorweg: Nicht der Preis auf dem Tiegel bestimmt die Wirkung, sondern die Inhaltsstoffliste und deine Konsequenz.

Wer eine anti falten creme sucht, steht vor Hunderten Produkten, die alle „straffen“ und „glätten“ versprechen. Die gute Nachricht: Du musst nicht jedes davon durchprobieren. Es reicht, die Wirkstoffe zu verstehen, die tatsächlich etwas verändern – und den Rest als Beiwerk zu betrachten. Genau das machen wir in diesem Guide. Wenn du gezielt nach altersgerechter Pflege suchst, findest du in unserer Rubrik Pflege für Damen weitere Guides.

Wichtig zur Erwartung: Eine anti aging creme ist ein Kosmetikum, kein Medikament. Sie kann das Hautbild verbessern, die Haut praller und ebenmäßiger wirken lassen und feine Linien mildern. Tiefe, mimisch geprägte Falten lassen sich mit Creme allein nicht auflösen – hier sind die Erwartungen ehrlich zu halten.

Was ist Anti-Aging-Pflege – und was kann sie realistisch leisten?

Hautalterung hat zwei Ursachen. Die intrinsische Alterung ist genetisch programmiert: Ab etwa Mitte 20 produziert die Haut jährlich etwas weniger Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure, die Zellerneuerung verlangsamt sich. Die extrinsische Alterung kommt von außen – und hier liegt der größte Hebel: UV-Strahlung, Rauchen, wenig Schlaf, Zucker und oxidativer Stress beschleunigen die Prozesse deutlich. Man schätzt, dass ein Großteil der sichtbaren Hautalterung im Gesicht auf UV-Strahlung zurückgeht.

Genau daraus ergibt sich, was anti falten pflege leisten kann: Sie kann die extrinsischen Faktoren abfedern (vor allem durch Sonnenschutz und Antioxidantien), die Zellerneuerung anregen (Retinoide, Säuren), die Haut mit Feuchtigkeit auffüllen (Hyaluron, Glycerin) und die Barriere stärken (Niacinamid, Ceramide, Lipide). Was sie nicht kann: das biologische Alter zurückdrehen, Muskelbewegungen stoppen oder Volumenverlust im tieferen Gewebe ausgleichen.

Der ehrlichste Satz über Anti-Aging lautet deshalb: Prävention schlägt Korrektur. Je früher Sonnenschutz und eine sinnvolle Basispflege zur Gewohnheit werden, desto weniger muss später „repariert“ werden – unabhängig vom Alter, in dem du startest.

Die wichtigsten Anti-Falten-Wirkstoffe im Überblick

Statt Marketing-Begriffen lohnt der Blick auf die Inhaltsstoffliste (INCI). Diese Wirkstoffe haben sich in der dermatologischen Praxis am deutlichsten bewährt – die Tabelle zeigt Wirkung und ab wann ein Einstieg typischerweise sinnvoll ist:

Wirkstoff (INCI)WirkungSinnvoll ab
Retinol / Retinal (Vitamin A)regt Zellerneuerung & Kollagen an, glättet feine Linienca. Mitte 20+, langsam einschleichen
Vitamin C (Ascorbic Acid)Antioxidans, mildert Pigmentflecken, mehr Strahlkraftjedes Alter, ideal morgens
Hyaluronsäure (Sodium Hyaluronate)bindet Feuchtigkeit, polstert auf, glättet optischjedes Alter
Niacinamid (Vitamin B3)stärkt die Barriere, verfeinert Poren, beruhigtjedes Alter
Peptidesignalisieren der Haut Kollagenaufbau, straffendjedes Alter, gut verträglich
AHA/BHA (Glycol-, Salicylsäure)chemisches Peeling, ebnet die Oberflächeje nach Verträglichkeit
Ceramide & Lipidereparieren die Schutzbarriere, reduzieren Feuchtigkeitsverlustjedes Alter, v. a. trockene Haut

Das Schöne daran: Du brauchst nicht alle. Ein durchdachtes Duo aus anti aging cremes mit Retinol abends und Vitamin C morgens, ergänzt um eine feuchtigkeitsspendende Basis, deckt den Großteil ab. Alles Weitere ist Feinjustierung nach Hauttyp und Budget.

Der Edit

Anti-Aging-Cremes & Seren mit bewährten Wirkstoffen

Feuchtigkeitscremes, Retinol- und Vitamin-C-Formeln, die auf gut untersuchte Inhaltsstoffe setzen.

Retinol richtig anwenden: der Goldstandard – aber mit Geduld

Retinol (und seine Verwandten Retinal und Retinylester) gilt als der am besten belegte kosmetische Anti-Aging-Wirkstoff. Es beschleunigt die Zellerneuerung und unterstützt den Kollagenaufbau – dadurch wirken feine Linien im Verlauf glatter und die Hautoberfläche ebenmäßiger. Der Haken: Retinol kann anfangs reizen, und Ergebnisse brauchen Wochen bis Monate. Wer eine anti age gesichtscreme mit Retinol neu einführt, sollte deshalb langsam vorgehen:

  • Niedrig starten: mit einer niedrigen Konzentration (z. B. 0,2–0,3 %) beginnen, nicht mit dem stärksten Produkt.
  • Einschleichen: in den ersten Wochen nur 2–3× pro Woche abends auftragen, dann langsam steigern.
  • Erbsengroße Menge: auf die trockene Haut, mehr bringt nicht mehr Wirkung, aber mehr Reizung.
  • Immer abends: Retinol wird bei Licht instabil und macht die Haut lichtempfindlicher.
  • Tagsüber Sonnenschutz: in einer Retinol-Routine ist LSF nicht optional, sondern Pflicht.

Eine leichte anfängliche Trockenheit oder Schuppung („Retinol-Purge“) ist normal und legt sich meist. Reagiert die Haut mit starker Rötung, Brennen oder anhaltender Reizung, reduziere die Frequenz oder pausiere – und lass bei anhaltenden Beschwerden dermatologisch abklären. In Schwangerschaft und Stillzeit wird von Retinoiden generell abgeraten; hier sind Peptide, Vitamin C und Bakuchiol die sanfteren Alternativen.

Vitamin C, Peptide & Niacinamid: die Team-Player

Vitamin C ist das klassische Morgen-Antioxidans. Es fängt freie Radikale ab, die durch UV und Umwelt entstehen, mildert Pigmentflecken und schenkt dem Teint mehr Strahlkraft. In Kombination mit Sonnenschirm-LSF ist ein Vitamin-C-Serum morgens ein starkes Präventions-Duo. Reines Ascorbinsäure-Vitamin C ist empfindlich – dunkle Flaschen und kühle Lagerung halten es wirksam.

Peptide sind kurze Aminosäureketten, die der Haut ein Signal zum Kollagenaufbau geben. Sie sind sehr gut verträglich und eine kluge Ergänzung, wenn Retinol zu reizend ist – oder als Partner dazu. Niacinamid (Vitamin B3) wiederum ist der Allrounder: Es stärkt die Hautbarriere, verfeinert das Porenbild, reguliert Talg und beruhigt gerötete Haut. Weil es so mild ist, passt es in praktisch jede Routine und zu jedem Alter.

Und wie kombiniert man das alles? Die Faustregel: Antioxidantien morgens, Erneuerung abends. Ein typisches, gut verträgliches Setup ist Vitamin C + LSF am Tag und Retinol oder Peptide in der Nacht. Niacinamid und Hyaluron passen zu beiden Tageszeiten. Wer viele Aktivstoffe gleichzeitig neu einführt, überfordert die Haut – lieber einen nach dem anderen etablieren.

Der Edit

Seren & Feuchtigkeitspflege für die tägliche Routine

Vitamin-C-Seren, Hyaluron- und Niacinamid-Formeln als Basis für morgens und abends.

Die Anti-Aging-Routine Schritt für Schritt

Eine wirksame Routine ist einfacher, als die Regale vermuten lassen. Entscheidend ist die Reihenfolge – vom dünnflüssigsten zum reichhaltigsten Produkt – und dass du morgens und abends unterschiedliche Schwerpunkte setzt. Diese Tabelle zeigt einen soliden Aufbau:

SchrittMorgensAbends
1. Reinigungmildes Waschgel / nur WasserReinigungsöl/-gel (ggf. doppelt bei Make-up)
2. Serum (Wirkstoff)Vitamin C / AntioxidansRetinol oder Peptide
3. FeuchtigkeitHyaluron- / Niacinamid-SerumFeuchtigkeitsserum
4. Cremeleichte Tagescremereichhaltigere Nachtcreme
5. SchutzSonnenschutz LSF 30–50

Du musst nicht mit allen fünf Schritten starten. Eine minimalistische, aber wirksame Einstiegsroutine besteht aus drei Dingen: milde Reinigung, eine gute anti aging feuchtigkeitscreme und täglicher Sonnenschutz am Tag. Sobald das sitzt, kommen die Aktivstoffe (Vitamin C, Retinol) nach und nach dazu. Konsequenz über Monate schlägt jede noch so lange Produktliste, die man nach zwei Wochen wieder aufgibt.

Ein praktischer Tipp: Trage Seren auf leicht feuchte Haut auf und gönne jedem Schritt ein paar Sekunden zum Einziehen. So verhindern die nachfolgenden, reichhaltigeren Texturen, dass Feuchtigkeit wieder verdunstet.

Tagescreme, Nachtcreme oder Feuchtigkeitscreme – was wofür?

Die Begriffe klingen nach völlig unterschiedlichen Produkten, doch der Kern ist derselbe: Feuchtigkeit und Pflegestoffe. Die Unterschiede liegen in Textur und Schwerpunkt.

Eine anti aging tagescreme ist meist leichter, zieht schnell ein und enthält idealerweise Antioxidantien; viele Tagescremes bringen zusätzlich einen Lichtschutzfaktor mit. Wichtig: Ein in die Creme eingebauter LSF ersetzt einen dedizierten Sonnenschutz nur, wenn du wirklich genug davon aufträgst – meist wird viel zu wenig verwendet. Für zuverlässigen Schutz ist ein separater Sonnenschutz die sicherere Wahl.

Eine Nachtcreme darf reichhaltiger sein: Nachts repariert sich die Haut, verliert aber auch mehr Feuchtigkeit. Reichhaltige Lipide, Ceramide und Wirkstoffe wie Retinol sind hier gut aufgehoben. Die klassische anti aging feuchtigkeitscreme schließlich ist die Basis für beide Tageszeiten – sie füllt die Feuchtigkeitsdepots und macht die Haut aufnahmefähig. Wer es simpel mag, nutzt eine leichtere Formel am Tag und eine reichere in der Nacht.

Anti-Aging-Creme nach Hauttyp wählen

Die beste Formel nützt wenig, wenn sie nicht zu deiner Haut passt. Fettige Haut mag reichhaltige Cremes selten, trockene Haut braucht mehr Lipide. Diese Übersicht hilft bei der Auswahl der passenden falten creme für frauen – und Männer – nach Hauttyp:

HauttypTextur & FokusGute Wirkstoffe
Trockene Hautreichhaltige Creme, BalsamCeramide, Hyaluron, Squalan, Lipide
Fettige/Misch-HautGel-Creme, ölfrei, mattierendNiacinamid, Hyaluron, leichtes Retinol
Empfindliche Hautparfümfrei, minimalistischPanthenol, Peptide, Bakuchiol statt Retinol
Reife, trockene Hautnährende NachtcremeRetinol, Peptide, Ceramide, Hyaluron
Normale Hautmittelreiche Cremefreie Auswahl, Vitamin C + Retinol

Wer zu Unreinheiten neigt, achtet auf den Hinweis „nicht komedogen“. Empfindliche Haut fährt mit möglichst kurzen, parfümfreien Formeln am besten und ersetzt Retinol bei Bedarf durch das mildere Bakuchiol. Und ein oft übersehener Punkt: Auch gesichtscreme gegen falten gehört sanft in Hals und Dekolleté eingearbeitet – diese Zonen altern sichtbar mit, werden aber gern vergessen. Weitere typgerechte Empfehlungen findest du in unserer Rubrik Pflege für Damen.

Sonnenschutz: der wichtigste Anti-Aging-Schritt überhaupt

Wenn du aus diesem Guide nur eine Sache mitnimmst, dann diese: Täglicher Sonnenschutz ist die wirksamste Anti-Aging-Maßnahme, die es gibt. UV-Strahlung ist der größte einzelne Beschleuniger sichtbarer Hautalterung – sie baut Kollagen ab, fördert Pigmentflecken und schwächt die Elastizität. Die teuerste creme anti falten arbeitet gegen ein offenes Fenster, wenn tagsüber kein Schutz darüberliegt.

  • LSF 30 bis 50 täglich, auch im Winter und an bewölkten Tagen – UVA-Strahlung ist ganzjährig präsent.
  • Ausreichend Menge: fürs Gesicht etwa zwei Fingerlängen Produkt; die meisten tragen deutlich zu wenig auf.
  • Nachcremen bei langem Aufenthalt draußen, etwa alle zwei Stunden.
  • Textur nach Hauttyp: leichte, ölfreie Fluids für fettige Haut, reichere Formeln für trockene.

Moderne Sonnenschutz-Produkte sind längst keine klebrigen Cremes mehr, sondern leichte Fluids, die sich gut unter Make-up tragen. Das macht die tägliche Gewohnheit realistisch. Kurz gesagt: Retinol und Vitamin C bauen auf – Sonnenschutz verhindert, dass die Arbeit direkt wieder zunichtegemacht wird.

Die häufigsten Fehler in der Anti-Aging-Pflege

  • Zu viel auf einmal: Fünf neue Aktivstoffe gleichzeitig überfordern die Haut und führen zu Reizungen. Einen nach dem anderen einführen.
  • Ungeduld: Wirkstoffe wie Retinol brauchen Wochen bis Monate. Wer nach zwei Wochen wechselt, sieht nie ein Ergebnis.
  • Sonnenschutz weglassen: der teuerste Fehler – er macht den Nutzen aller anderen Produkte zunichte.
  • Überpeelen: tägliche starke Säuren oder Scrubs schädigen die Barriere; die Haut wird empfindlich und gereizt statt glatt.
  • Preis mit Wirkung verwechseln: ein hoher Preis garantiert keine bessere Formel. Die INCI-Liste zählt, nicht der Tiegel.
  • Barriere ignorieren: ohne intakte Hautbarriere (Feuchtigkeit, Lipide) reizen selbst gute Wirkstoffe. Erst stärken, dann aktivieren.

Und der wichtigste Merksatz: Anti-Aging-Pflege ist Kosmetik. Sie kann viel für das Hautbild tun, ersetzt aber keine medizinische Behandlung. Bei anhaltenden Hautbeschwerden, starker Reaktion auf Wirkstoffe oder wenn du gezielte Ergebnisse anstrebst, ist der Weg zur dermatologischen Praxis der richtige.

Der Edit

Sonnenschutz fürs Gesicht: leichte Fluids für jeden Tag

Tagestaugliche LSF-Formeln, die sich gut unter Make-up tragen – der Anti-Aging-Schritt Nr. 1.

So haben wir ausgewählt

Die stylesoul-Redaktion orientiert sich bei Beauty-Themen an dem, was dermatologisch gut belegt ist, und filtert Produkte nach Inhaltsstoffen statt nach Werbeversprechen. Wir bewerten Formeln danach, ob sie bewährte Wirkstoffe in sinnvoller Konzentration enthalten, wie verträglich und wie preis-leistungsstark sie sind – und ob die Textur zum jeweiligen Hauttyp passt. Wir wählen redaktionell und unabhängig aus; über die Shop-Links erhalten wir ggf. eine Provision, das beeinflusst unsere Empfehlungen aber nicht. Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung: Bei Hautproblemen, Unverträglichkeiten oder gezielten Anliegen wende dich an eine dermatologische Praxis. Wir aktualisieren unsere Guides laufend nach neuen Erkenntnissen und Produktverfügbarkeit; zuletzt überarbeitet am .

Kurz gesagt

Wirksame Anti-Aging-Gesichtspflege ist keine Frage des teuersten Tiegels, sondern von drei Bausteinen: ein Retinoid abends, ein Antioxidans wie Vitamin C morgens und täglicher Sonnenschutz mit LSF 30 bis 50. Darum herum bauen Feuchtigkeitspflege mit Hyaluron und Niacinamid sowie eine barriereschonende Reinigung eine solide Routine – abgestimmt auf deinen Hauttyp. Neue Wirkstoffe langsam einschleichen, Geduld über Monate mitbringen und die Erwartungen ehrlich halten: Die Haut wird sichtbar frischer und ebenmäßiger, tiefe Falten löst Creme aber nicht auf. Bei anhaltenden Beschwerden gehört die Haut in dermatologische Hände.

Häufige Fragen

Welche Creme hilft wirklich gegen Falten?
Am besten belegt sind Cremes und Seren mit einem Retinoid (z. B. Retinol), ergänzt um Feuchtigkeitsbinder wie Hyaluron und barrierestärkende Stoffe wie Niacinamid. Entscheidend ist weniger die einzelne Creme als die Kombination: Retinol abends, Vitamin C morgens und täglicher Sonnenschutz. Wirkung zeigt sich erst nach Wochen bis Monaten konsequenter Anwendung.
Ab welchem Alter sollte man Anti-Aging-Pflege verwenden?
Es gibt kein fixes Alter. Sonnenschutz und eine gute Feuchtigkeitspflege sind in jedem Alter sinnvoll und die beste Vorbeugung. Aktivstoffe wie Retinol führen viele ab Mitte 20 ein, aber auch später ist der Einstieg jederzeit möglich. Prävention wirkt stärker als spätere Korrektur – wichtiger als das Startalter ist die Konsequenz.
Was bringt Retinol und wie wende ich es an?
Retinol regt die Zellerneuerung und den Kollagenaufbau an und lässt feine Linien im Verlauf glatter wirken. Es sollte langsam eingeschlichen werden: mit niedriger Konzentration starten, anfangs nur 2–3× pro Woche abends auftragen, eine erbsengroße Menge nutzen und tagsüber unbedingt Sonnenschutz verwenden. In Schwangerschaft und Stillzeit wird von Retinol abgeraten.
Kann man Vitamin C und Retinol zusammen verwenden?
Ja, am einfachsten getrennt nach Tageszeit: Vitamin C als Antioxidans morgens, Retinol zur Erneuerung abends. Das schont die Haut und nutzt die Stärken beider Wirkstoffe optimal. Wer beide neu einführt, sollte sie nacheinander etablieren, um Reizungen zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen Tagescreme und Nachtcreme?
Eine Tagescreme ist meist leichter, zieht schnell ein und enthält idealerweise Antioxidantien, oft mit Lichtschutzfaktor. Eine Nachtcreme darf reichhaltiger sein, weil sich die Haut nachts regeneriert und mehr Feuchtigkeit verliert – hier sind reiche Lipide und Wirkstoffe wie Retinol gut aufgehoben. Der Kern beider ist Feuchtigkeit; die Unterschiede liegen in Textur und Schwerpunkt.
Muss eine teure Anti-Aging-Creme besser sein?
Nein. Der Preis sagt wenig über die Wirkung aus – entscheidend ist die Inhaltsstoffliste (INCI). Auch günstige Drogerieprodukte enthalten oft die gleichen bewährten Wirkstoffe wie Luxusmarken. Wichtiger als der Tiegel sind die richtigen Aktivstoffe, eine passende Textur für deinen Hauttyp und tägliche Anwendung.
Wie lange dauert es, bis Anti-Aging-Pflege wirkt?
Feuchtigkeit und Strahlkraft verbessern sich oft schon nach Tagen. Für sichtbare Effekte von Retinol oder Vitamin C solltest du mit 8 bis 12 Wochen konsequenter Anwendung rechnen, teils länger. Geduld ist zentral – wer zu früh das Produkt wechselt, sieht die eigentliche Wirkung nie.
Kann Anti-Aging-Creme tiefe Falten entfernen?
Nein. Kosmetische Anti-Aging-Pflege kann das Hautbild verbessern, die Haut praller und ebenmäßiger wirken lassen und feine Linien mildern. Tiefe, mimisch geprägte Falten oder Volumenverlust im Gewebe lassen sich mit Creme allein nicht auflösen. Für gezielte Behandlungen ist eine dermatologische Praxis der richtige Ansprechpartner.
Welche Anti-Aging-Wirkstoffe eignen sich für empfindliche Haut?
Gut verträglich sind Peptide, Niacinamid, Hyaluron, Panthenol und Ceramide. Wer Retinol nicht verträgt, kann auf das mildere Bakuchiol ausweichen. Empfindliche Haut fährt mit kurzen, parfümfreien Formeln am besten und sollte neue Wirkstoffe besonders langsam einführen. Bei anhaltender Reizung dermatologisch abklären lassen.