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Grooming-Guide

Lücken im Bart: Ursachen, Pflege & Tricks, um kahle Stellen zu kaschieren

stylesoul Redaktion11 Min. Lesezeit

Kaum etwas frustriert bartaffine Männer so sehr wie Lücken im Bart: Da wächst über Wochen ein schöner Ansatz, und ausgerechnet an der Wange, unter dem Kinn oder rund um die Mundwinkel bleibt eine kahle Stelle. Die gute Nachricht vorweg – die allermeisten Bartlücken sind völlig normal, hängen mit deiner Genetik zusammen und lassen sich mit dem richtigen Umgang deutlich unauffälliger machen. Manche schließen sich sogar von selbst, wenn du dem Bart Zeit gibst.

In diesem Guide klären wir ehrlich, woher Lücken im Bart kommen, wann sie harmlos sind und wann du sie ärztlich abklären solltest, wie du deinen Bart wachsen lassen trotz Lücken kannst, welche Pflege den Wuchs wirklich unterstützt und mit welchen Styling-Tricks du kahle Stellen clever kaschierst. Ganz ohne Wunderversprechen – dafür mit konkreten Routinen.

Die kurze Antwort

Lücken im Bart sind meist genetisch bedingt und harmlos: Die Haarfollikel sind an manchen Stellen einfach dünner gesät. Lass den Bart zunächst 4–8 Wochen ohne Trimmen durchwachsen – oft füllen längere Härchen die Lücken optisch auf. Pflege die Haut mit Bartöl, sorge über Ernährung, Schlaf und Sport für gute Wuchsbedingungen und kaschiere Restlücken über Schnitt, Bürsten und Bartstyling. Treten Lücken dagegen plötzlich, rund und scharf begrenzt auf, lass das dermatologisch abklären.

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Was tun bei Lücken im Bart?

Lücken im Bart – was tun? Der wichtigste erste Schritt ist Geduld: Lass den Bart mindestens vier, besser sechs bis acht Wochen ohne Trimmen durchwachsen. Viele vermeintlich kahle Stellen sind in Wahrheit nur Bereiche mit dünnerem oder helleren Haar, das erst ab einer gewissen Länge sichtbar wird und die Lücke von den Nachbarhaaren überdeckt bekommt. Wer nach zwei Wochen entnervt aufgibt, sieht nie, was der Bart eigentlich kann.

Parallel arbeitest du an drei Hebeln: Haut und Pflege (damit die vorhandenen Follikel optimal versorgt sind), Lebensstil (Ernährung, Schlaf, Sport, Stress – all das beeinflusst den Haarwuchs) und Styling (Schnitt, Bürsttechnik und Bartkosmetik, um Restlücken zu kaschieren). Was du dagegen nicht erzwingen kannst, ist neues Haarwachstum an Stellen, an denen genetisch schlicht keine Follikel angelegt sind. Diese ehrliche Unterscheidung nehmen wir dir in diesem Guide ab.

Suchst du direkt die passenden Pflegeprodukte, findest du in unserer Rubrik Pflege für Herren eine kuratierte Auswahl an Bartölen, Balsamen und Tools.

Lücken im Bart: die häufigsten Ursachen

Wer die Ursache kennt, trifft die richtige Entscheidung. Die Frage nach den Lücken im Bart Ursachen lässt sich in wenige, klar unterscheidbare Gruppen einteilen – und die allermeisten davon sind völlig harmlos.

  • Genetik: Die mit Abstand häufigste Ursache. Wie dicht dein Bart wächst, wo Follikel sitzen und wo nicht, ist zum größten Teil vererbt. Ein „Bart-Loch“ an der Wange ist meist einfach eine Zone mit von Natur aus dünnerer Follikeldichte.
  • Alter: Barthaar verdichtet sich oft bis Mitte oder Ende 20, manchmal bis in die 30er. Wer mit 19 Lücken hat, hat mit 27 häufig einen deutlich volleren Bart. Zeit ist hier ein echter Wirkstoff.
  • Hormone: Testosteron und vor allem das aktivere DHT steuern den Barthaarwuchs. Die individuelle Empfindlichkeit der Follikel entscheidet mit – nicht der absolute Hormonspiegel allein.
  • Haut & Pflege: Trockene, schuppige oder gereizte Haut, verstopfte Follikel oder eingewachsene Haare können das Wachstum lokal stören und Stellen dünner wirken lassen.
  • Lebensstil: Nährstoffmangel (z. B. Eisen, Zink, Biotin, Vitamin D), chronischer Stress, Schlafmangel und Rauchen wirken sich nachweislich auf den Haarwuchs aus.
  • Medizinische Ursachen: Scharf umrissene, plötzlich auftretende kahle Kreise können auf eine Alopecia areata barbae (kreisrunder Haarausfall im Bart) oder eine Hauterkrankung hindeuten – dazu gleich mehr.

Diese Übersicht hilft dir, deine eigene Situation einzuordnen:

UrsacheWoran du sie erkennstWas hilft
Genetikschon immer da, unregelmäßig verteilt, keine Veränderungdurchwachsen lassen, Styling, Schnitt anpassen
Junges Alterflaumig, ungleichmäßig, wird mit den Jahren dichterGeduld, gute Pflege, Zeit geben
HautproblemeRötung, Schuppung, Juckreiz, eingewachsene HaareReinigung, Peeling, Feuchtigkeit, ggf. Hautarzt
Nährstoff-/Lebensstilallgemein dünneres Haar, Müdigkeit, StressphasenErnährung, Schlaf, Sport, Stressabbau
Alopecia areata barbaeplötzlich, rund, scharf begrenzt, glatt kahldermatologisch abklären lassen

Wichtig: Bartwuchs kahle Stellen zu haben ist keine Frage von „Männlichkeit“ oder Testosteron im Übermaß. Selbst Männer mit hohem Testosteronspiegel können lückenhaften Bartwuchs haben, weil es auf die Empfindlichkeit der einzelnen Follikel ankommt.

Der Edit

Bartöle & Balsame für gepflegten Wuchs

Feuchtigkeit für Haut und Haar – die Basis, damit vorhandene Follikel gesund wachsen.

Plötzlich Lücken im Bart? Wann du genauer hinschauen solltest

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Lücken, die „schon immer da“ waren, und Lücken, die plötzlich auftauchen. Wenn dir innerhalb weniger Tage oder Wochen an einer zuvor vollen Stelle eine kahle Zone auffällt – typischerweise kreisrund, scharf begrenzt und mit glatter, unauffälliger Haut – dann kann das ein kreisrunder Haarausfall im Bart (Alopecia areata barbae) sein.

Diese Form ist eine Autoimmunreaktion, bei der der Körper vorübergehend körpereigene Haarfollikel angreift. Sie ist unangenehm, aber in vielen Fällen kehrt das Haar von selbst zurück. Dennoch gilt: Wenn Lücken plötzlich, rund und scharf begrenzt auftreten, mit Rötung, Schuppung, Nässen oder Juckreiz einhergehen oder sich rasch ausbreiten, lass das ärztlich bzw. dermatologisch abklären. Auch Hauterkrankungen wie Pilzinfektionen oder eine Follikelentzündung können dahinterstecken – und die gehören fachlich behandelt, nicht mit Hausmitteln.

Kein Grund zur Panik, aber ein Grund zum Hinschauen: Je früher die Ursache geklärt ist, desto gezielter lässt sich gegensteuern. Alles, was wir in diesem Guide zu Pflege und Styling empfehlen, ersetzt keine ärztliche Diagnose – es unterstützt gesunden Wuchs und hilft beim Kaschieren.

Bart wachsen lassen trotz Lücken – so geht es

Der größte Fehler beim Thema Bart wachsen lassen trotz Lücken ist Ungeduld. In den ersten zwei bis drei Wochen sieht fast jeder Bart lückig und ungleichmäßig aus, weil die Haare unterschiedlich schnell wachsen. Erst ab Woche vier bis sechs zeigt sich das wahre Bild. Halte deshalb durch – auch durch die „hässliche Phase“.

So gehst du strategisch vor:

  • Mindestens 4–8 Wochen nicht trimmen: Gib den langsameren Haaren die Chance, die Lücken zu überwachsen. Längere Nachbarhaare legen sich über dünnere Stellen und lassen den Bart voller wirken.
  • Nicht in Panik rasieren: Widerstehe dem Impuls, bei der ersten sichtbaren Lücke alles abzunehmen. Du siehst dann nie, wohin sich der Bart entwickelt.
  • Form erst am Ende festlegen: Definiere Konturen (Wangenlinie, Halslinie) erst, wenn der Bart Länge hat. So arbeitest du die vollen Zonen heraus und kaschierst die dünnen.
  • Die Wuchsrichtung nutzen: Bürste die Haare so, dass sie über die Lücke fallen – dazu unten mehr.
  • Realistisch bleiben: Wenn nach acht Wochen eine Stelle komplett kahl bleibt, ist dort vermutlich kein Follikel angelegt. Dann gewinnst du über Schnitt und Styling, nicht über Warten.

Ein voller, etwas längerer Bart kaschiert Lücken fast immer besser als ein sehr kurzer. Bei Kurzbärten und Drei-Tage-Bärten fällt jede dünne Stelle sofort auf, weil kein Haar sie überdecken kann.

Pflege & Wirkstoffe: was den Bartwuchs wirklich unterstützt

Kein Pflegeprodukt lässt Haare an follikellosen Stellen sprießen – aber die richtige Pflege sorgt dafür, dass vorhandene Follikel unter optimalen Bedingungen arbeiten, die Haut gesund bleibt und der Bart dichter und gepflegter wirkt. Das ist der realistische, ehrliche Hebel.

Die wichtigsten Ansätze im Überblick:

Ansatz / WirkstoffWas er bewirktAb wann sichtbar
Bartöl (Jojoba, Argan)spendet Feuchtigkeit, pflegt Haut & Haar, reduziert Juckreizsofort weicher, Optik nach 1–2 Wochen
Bartbalsambändigt, spendet Halt, lässt den Bart voller wirkensofort (Styling-Effekt)
Peeling / Reinigungbefreit Follikel, beugt eingewachsenen Haaren vornach einigen Wochen
Bartbürste (Wildschweinborste)verteilt Talg, trainiert Wuchsrichtung, kaschiert LückenOptik sofort, Wuchsrichtung über Wochen
Ernährung & Schlafliefert Bausteine (Protein, Zink, Eisen, Vitamine)Wochen bis Monate
Minoxidil (nur nach Rücksprache)kann Wuchs anregen, ist aber ein Arzneimittelfrühestens nach 2–4 Monaten

Ein Wort zu Minoxidil: Das Mittel wird gelegentlich für den Bart genutzt, ist aber ein Arzneimittel mit möglichen Nebenwirkungen und für die Anwendung im Gesicht nicht ohne Weiteres zugelassen. Nutze es – wenn überhaupt – nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. Von hochdosierten „Bart-Booster“-Nahrungsergänzungen mit Wunderversprechen halten wir dagegen wenig: Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf in der Regel besser ab. Bei einem tatsächlichen Mangel (z. B. Eisen oder Vitamin D) lohnt sich ein Bluttest statt Selbstmedikation.

Die pflegerische Grundausstattung ist überschaubar: ein gutes Bartöl, ein Balsam für längere Bärte, eine milde Bartseife oder ein Bartshampoo, eine Bürste und ein Kamm. Damit ist die Basis gelegt, damit dein Bart sein genetisches Maximum erreicht. Passende Produkte findest du gebündelt in unserer Herrenpflege-Auswahl.

Der Edit

Bürsten, Kämme & Trimmer

Die richtigen Tools bändigen den Bart, verteilen Pflege und kaschieren dünne Stellen.

Bart-Lücken füllen & schließen: die besten Kaschier-Tricks

Wenn Warten und Pflege ausgereizt sind, entscheidet das Handwerk. So lassen sich Bart-Lücken füllen und optisch Lücken im Bart schließen, ohne dass etwas nachwächst – rein über Schnitt, Technik und Styling:

  • Länge zulassen: Je länger der Bart, desto mehr Haar liegt über den dünnen Stellen. Ein Longbeard kaschiert fast jede Lücke.
  • In Wuchsrichtung bürsten: Trainiere die Haare mit einer Wildschweinborsten-Bürste so, dass sie über die kahle Stelle fallen. Täglich in die gewünschte Richtung bürsten wirkt über Wochen.
  • Balsam für Fülle: Ein Bartbalsam oder -wachs bündelt die Haare, gibt Halt und lässt den Bart dichter erscheinen.
  • Bart-Concealer & Bart-Puder: Speziell gefärbte Puder und Stifte (Beard Filler) tönen die Haut unter der Lücke ab, sodass der Kontrast verschwindet – der schnellste Soforteffekt für Fotos und Anlässe.
  • Cleverer Schnitt: Ein guter Barbier legt die Konturen so, dass die vollen Zonen betont und die dünnen ausgeblendet werden. Manchmal ist ein bewusst kürzerer, klar umrissener Style die stärkere Wahl als ein lückiger Vollbart.
  • Style wechseln: Wenn die Wangen dünn sind, aber Kinn und Oberlippe voll, stehen dir ein Ziegenbart, ein Van Dyke oder ein kurzer Boxed Beard oft besser als ein voller Wangenbart.

Und der dauerhafte Weg? Eine Barthaartransplantation ist heute technisch möglich und verpflanzt eigene Follikel in die kahlen Zonen. Das ist ein echter chirurgischer Eingriff mit Kosten, Heilungszeit und Risiken – nichts für den schnellen Fix, aber eine seriöse Option für stark ausgeprägte, dauerhaft kahle Stellen. Lass dich dazu ausschließlich bei spezialisierten, ärztlich geführten Kliniken beraten.

Sonderfall: das Bart-Loch unterm Kinn und an typischen Stellen

Bestimmte Zonen sind bei fast allen Männern anfälliger für Lücken. Das Bart-Loch unterm Kinn ist der Klassiker: Direkt unter der Kinnspitze oder am Übergang zum Hals wachsen die Haare oft in wechselnde Richtungen (Wuchswirbel), sodass eine Stelle kahl wirkt, obwohl dort Haare sind – sie legen sich nur auseinander. Hier hilft konsequentes Bürsten in eine Richtung und etwas Länge enorm.

Weitere typische Problemzonen:

  • Wangen: Die häufigste Lückenzone überhaupt. Eine hohe, klar rasierte Wangenlinie lässt selbst dünnere Wangen sauber und gewollt aussehen.
  • Mundwinkel: Kleine Lücken links und rechts vom Mund verbinden sich, sobald Schnauzer und Kinnbart Länge bekommen.
  • Übergang Koteletten–Wange: Wenn die Verbindung nach oben dünn ist („connecting beard“), kaschiert ein bewusst getrennter Style (Kinnbart ohne Verbindung) das oft eleganter, als es zu erzwingen.

Merke: Bart-Flecken beim Wuchs und ungleichmäßige Dichte sind an diesen Stellen die Regel, nicht die Ausnahme. Der Trick ist, mit der Anatomie zu arbeiten statt gegen sie.

Löcher im Bart mit Senf, Zwiebel & Co. – funktionieren Hausmittel?

Im Netz kursieren zahlreiche Hausmittel gegen Bartlücken. Der Klassiker: Löcher im Bart mit Senf behandeln, dazu Zwiebelsaft, Knoblauch, Kokosöl oder Rizinusöl auf die kahlen Stellen reiben. Die Idee dahinter: Die Durchblutung wird angeregt, „nährstoffreiche“ Wirkstoffe sollen den Wuchs ankurbeln.

Die ehrliche Einordnung: Für keines dieser Hausmittel gibt es belastbare Belege, dass es an follikellosen Stellen neues Barthaar wachsen lässt. Senf oder Zwiebelsaft können die Haut sogar reizen und Rötungen oder Brennen auslösen – gerade auf empfindlicher Gesichtshaut ist das kontraproduktiv. Was ein sanftes Einmassieren mit einem pflegenden Öl tatsächlich bringt, ist eine bessere Durchblutung und eine gepflegte, gesunde Haut – eine gute Grundlage für vorhandene Follikel, aber kein Zaubertrick für neue Haare.

Unser Rat: Spar dir das Experiment mit dem Senf. Setze das Geld und die Zeit lieber in solide Pflege, Geduld und – bei echtem Leidensdruck – in eine ärztliche Beratung. Das ist unspektakulärer, aber ehrlicher und wirksamer.

Die 8-Wochen-Routine für einen volleren Bart

Damit du nicht planlos herumprobierst, hier ein konkreter Fahrplan. Er zeigt, wie du deinen Bart wachsen lassen trotz Lücken strukturiert angehst:

PhaseWas du tustZiel
Woche 1–2nicht trimmen, täglich waschen, erstes BartölHaut beruhigen, durch die Juckphase kommen
Woche 3–4weiter wachsen lassen, bürsten in Wuchsrichtung, Öl täglichWuchsrichtung trainieren, Lücken beobachten
Woche 5–6Balsam für Fülle, mildes Peeling 1×/WocheFülle stylen, Follikel frei halten
Woche 7–8Konturen definieren (oder Barbier), Style festlegenvolle Zonen betonen, Lücken kaschieren

Begleitend über alle acht Wochen: ausreichend Schlaf, proteinreiche und abwechslungsreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und möglichst wenig Stress. Diese Faktoren wirken langsam, aber sie sind die Basis, auf der Pflege und Styling überhaupt greifen. Wenn du nach acht Wochen einzelne Lücken behältst, weißt du: Jetzt gewinnst du über Schnitt, Bürste und gegebenenfalls einen dezenten Bart-Concealer – und das ist völlig in Ordnung.

Der Edit

Reinigung & Peeling für den Bart

Saubere Haut und freie Follikel sind die Voraussetzung für gesunden Wuchs.

Die häufigsten Fehler bei Bartlücken – und wie du sie vermeidest

  • Zu früh aufgeben: Der mit Abstand größte Fehler. Nach zwei Wochen sieht jeder Bart lückig aus. Gib ihm mindestens sechs bis acht Wochen.
  • Panik-Rasur bei der ersten Lücke: Wer bei jeder dünnen Stelle alles abnimmt, sieht nie das volle Potenzial.
  • Zu kurz getragen: Ein sehr kurzer Bart betont jede Lücke. Mehr Länge kaschiert.
  • Reizende Hausmittel: Senf, Zwiebel oder Knoblauch bringen keinen belegten Nutzen und können die Haut reizen.
  • Haut vernachlässigt: Trockene, schuppige oder verstopfte Haut bremst den Wuchs. Reinigung und Feuchtigkeit gehören dazu.
  • An der Genetik vorbei stylen: Wenn die Wangen dünn sind, ist ein Vollbart erzwungen. Der passende Style zur eigenen Anatomie wirkt immer besser.
  • Warnzeichen ignorieren: Plötzliche, runde, scharf begrenzte Lücken oder gereizte Haut gehören dermatologisch abgeklärt, nicht wegkaschiert.

So haben wir ausgewählt

Die stylesoul-Redaktion sichtet regelmäßig das Bartpflege- und Grooming-Sortiment führender Beauty-Händler und filtert daraus die Produkte, die bei Lücken und ungleichmäßigem Bartwuchs wirklich sinnvoll sind – nach Inhaltsstoffen, Hautverträglichkeit, Anwendung und Preis-Leistung. Wir empfehlen bewusst pflegende Basics statt vollmundiger „Bart-Booster“ mit Wunderversprechen. Unsere Auswahl treffen wir redaktionell und unabhängig; über die Shop-Links erhalten wir gegebenenfalls eine Provision, das beeinflusst die Auswahl aber nicht.

Dieser Ratgeber ersetzt keine medizinische Beratung: Bei plötzlichen, kreisrunden kahlen Stellen, anhaltenden Hautbeschwerden, Rötung, Nässen oder Juckreiz wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine dermatologische Praxis. Die Produkt-Empfehlungen aktualisieren wir laufend, damit du nur verfügbare Artikel siehst. Zuletzt überarbeitet am .

Häufige Fragen

Was tun bei Lücken im Bart?
Lass den Bart zunächst vier bis acht Wochen ohne Trimmen durchwachsen – viele Lücken füllen sich optisch von selbst, wenn längere Haare sie überdecken. Pflege die Haut mit Bartöl, sorge über Ernährung, Schlaf und Sport für gute Wuchsbedingungen und kaschiere Restlücken über Länge, Bürsttechnik, Balsam oder einen passenden Schnitt.
Warum habe ich Lücken im Bart?
Die häufigste Ursache ist die Genetik: An manchen Stellen sind einfach weniger oder empfindlichere Haarfollikel angelegt. Auch das Alter (der Bart verdichtet sich oft bis Ende 20), Hormonempfindlichkeit, Hautprobleme sowie Lebensstil spielen eine Rolle. Ein hoher Testosteronspiegel ist keine Voraussetzung für einen vollen Bart.
Kann man Lücken im Bart schließen?
Optisch ja: über mehr Länge, gezieltes Bürsten in Wuchsrichtung, Balsam für Fülle, Bart-Concealer und einen cleveren Schnitt lassen sich Lücken sehr gut kaschieren. Echtes neues Haar wächst allerdings nur dort, wo Follikel angelegt sind. Bei stark kahlen Zonen ist eine Barthaartransplantation die einzige dauerhafte Lösung.
Wie lange sollte ich den Bart trotz Lücken wachsen lassen?
Mindestens vier, besser sechs bis acht Wochen ohne Trimmen. In den ersten zwei bis drei Wochen sieht fast jeder Bart ungleichmäßig aus, weil die Haare unterschiedlich schnell wachsen. Erst danach zeigt sich, welche Stellen sich von allein füllen und welche wirklich kahl bleiben.
Sind plötzliche, runde Lücken im Bart gefährlich?
Plötzlich auftretende, kreisrunde und scharf begrenzte kahle Stellen können auf einen kreisrunden Haarausfall im Bart (Alopecia areata barbae) oder eine Hauterkrankung hindeuten. Das ist meist nicht gefährlich, sollte aber dermatologisch abgeklärt werden – besonders bei Rötung, Schuppung, Nässen oder rascher Ausbreitung.
Helfen Senf, Zwiebel oder andere Hausmittel gegen Bartlücken?
Nein. Für Senf, Zwiebelsaft, Knoblauch und ähnliche Hausmittel gibt es keine belastbaren Belege, dass sie an follikellosen Stellen neues Haar wachsen lassen. Im Gegenteil: Sie können die empfindliche Gesichtshaut reizen. Sinnvoller sind pflegende Öle, gute Reinigung und Geduld.
Warum habe ich ein Loch im Bart unterm Kinn?
Unter dem Kinn und am Übergang zum Hals wachsen die Haare oft in unterschiedliche Richtungen (Wuchswirbel), sodass eine Stelle kahl wirkt, obwohl dort Haare sind – sie legen sich nur auseinander. Konsequentes Bürsten in eine Richtung und etwas mehr Länge kaschieren das meist zuverlässig.
Welche Pflege lässt den Bart voller wirken?
Ein gutes Bartöl spendet Feuchtigkeit und macht das Haar geschmeidig, ein Balsam gibt Halt und Fülle, eine Bürste mit Wildschweinborsten verteilt Talg und trainiert die Wuchsrichtung. Diese Basis lässt keinen neuen Haarwuchs entstehen, sorgt aber dafür, dass vorhandene Follikel gesund wachsen und der Bart dichter aussieht.
Bringt Minoxidil etwas gegen Bartlücken?
Minoxidil kann den Haarwuchs anregen, ist aber ein Arzneimittel mit möglichen Nebenwirkungen und für die Anwendung im Gesicht nicht ohne Weiteres zugelassen. Wenn überhaupt, solltest du es nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt anwenden – nicht auf eigene Faust.
Ab welchem Alter verdichtet sich der Bart?
Bei vielen Männern verdichtet sich der Bartwuchs bis Mitte oder Ende 20, teils bis in die 30er. Wer mit 19 oder 20 noch Lücken hat, muss also nicht davon ausgehen, dass das dauerhaft so bleibt. Zeit ist beim Bartwuchs ein realer Faktor.