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Hautpflege-Guide

Was ist AHA? Glykolsäure & Co. in der Hautpflege einfach erklärt

stylesoul Redaktion11 Min. Lesezeit

Auf Serum-Flaschen, Peeling-Pads und Cremes taucht es immer wieder auf: AHA. Drei Buchstaben, die in der modernen Hautpflege für einen ganz bestimmten Wirkstofftyp stehen – und für viele Fragen sorgen. Was ist AHA eigentlich, wie wirkt es auf der Haut und wie wendest du es richtig an, ohne zu übertreiben? In diesem Guide erklären wir Alpha-Hydroxysäuren wie Glykolsäure, Milchsäure und Mandelsäure verständlich: was sie tun, für welchen Hauttyp welche Säure passt, wie hoch die Konzentration sein sollte und welche Fehler du vermeiden solltest.

Wichtig vorweg: Dieser Ratgeber ist redaktionell und kosmetisch gedacht, kein medizinischer Rat. Bei empfindlicher Haut, Hautkrankheiten oder anhaltenden Beschwerden gilt immer: dermatologisch abklären lassen.

Die kurze Antwort

AHA steht für „Alpha-Hydroxy Acids“, auf Deutsch Alpha-Hydroxysäuren – eine Gruppe wasserlöslicher Fruchtsäuren wie Glykolsäure, Milchsäure und Mandelsäure. In der Hautpflege wirken sie als chemisches Peeling: Sie lösen die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautschüppchen an der Oberfläche, sodass sich diese leichter ablösen. Die Haut kann dadurch ebenmäßiger und frischer wirken. AHA werden meist abends angewendet – und weil die Haut danach lichtempfindlicher sein kann, gehört tagsüber Sonnenschutz dazu.

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Was ist AHA in der Hautpflege?

Was ist AHA? Die Abkürzung AHA steht für „Alpha-Hydroxy Acids“ – auf Deutsch Alpha-Hydroxysäuren. Wer sich fragt, was AHA heißt oder was AHA ist, hat also die Antwort schon halb parat: Es handelt sich um eine Gruppe wasserlöslicher Säuren, die viele Menschen aus dem Biologieunterricht als „Fruchtsäuren“ kennen. Sie kommen natürlich in Zuckerrohr, Milch, Zitrusfrüchten oder Trauben vor, werden für die Kosmetik heute aber meist standardisiert hergestellt.

In der Hautpflege sind AHA-Stoffe in der Kosmetik vor allem als chemisches Peeling im Einsatz. Statt die Haut mechanisch mit Körnchen abzureiben, lösen die Säuren die „Klebeverbindungen“ zwischen den abgestorbenen Hornzellen an der obersten Hautschicht. Diese Schüppchen lösen sich dann leichter ab, und die Haut wirkt oft glatter und frischer. Genau das meint der Begriff alpha hydroxysäure in der Praxis: ein sanfter, chemischer statt körniger Weg, die Hautoberfläche zu erneuern.

Weil AHA wasserlöslich sind, arbeiten sie hauptsächlich an der Hautoberfläche. Das unterscheidet sie von öllöslichen Säuren (BHA), die tiefer in die Pore vordringen können – dazu später mehr. In unserer Rubrik Pflege für Damen findest du weitere Guides rund um Wirkstoffe und Routinen.

Welche AHA-Säuren gibt es? Glykolsäure, Milchsäure & Co.

„AHA“ ist ein Sammelbegriff – dahinter stecken mehrere Säuren, die sich in Molekülgröße, Kraft und Verträglichkeit unterscheiden. Je kleiner das Molekül, desto tiefer und schneller dringt die Säure ein, aber desto eher kann sie auch reizen. Die wichtigsten Alpha-Hydroxysäuren im Überblick:

  • Glykolsäure (Glycolic Acid): Das kleinste AHA-Molekül, gewonnen aus Zuckerrohr. Sie gilt als die kräftigste und wird oft eingesetzt, wenn es um sichtbare Glättung geht. Für Einsteiger:innen und empfindliche Haut kann sie aber schnell zu viel sein.
  • Milchsäure (Lactic Acid): Etwas größeres Molekül, ursprünglich aus Milch. Sie wirkt milder als Glykolsäure und bindet zusätzlich Feuchtigkeit – ein guter Startpunkt für die meisten Hauttypen.
  • Mandelsäure (Mandelic Acid): Großes Molekül, aus Bittermandeln. Sie dringt langsam ein und gilt als besonders sanft – oft die erste Wahl bei empfindlicher oder zu Unreinheiten neigender Haut.
  • Zitronensäure (Citric Acid): Wird teils als AHA, teils zur pH-Einstellung genutzt und hat auch antioxidative Eigenschaften.
  • Weinsäure & Apfelsäure (Tartaric / Malic Acid): Kommen häufig in Säure-Mischungen vor, um das Peeling abzurunden.

Manche Marken kombinieren mehrere Säuren – so findet sich etwa bei Konzepten wie „A Florence“-Skincare mit AHA oder anderen Fruchtsäure-Mischungen oft ein Verbund aus Glykol-, Milch- und Mandelsäure, um Wirkung und Verträglichkeit auszubalancieren. Welche Variante die richtige ist, hängt vor allem von deinem Hauttyp und deiner Erfahrung mit Säuren ab.

AHA-Wirkung auf die Haut: Was der AHA-Effekt bewirkt

Die zentrale Frage lautet: Was ist die AHA-Wirkung und was macht der AHA-Effekt auf der Haut? Kosmetisch betrachtet unterstützen Alpha-Hydroxysäuren den natürlichen Prozess der Hauterneuerung, indem sie das Ablösen abgestorbener Hornzellen erleichtern. Das kann sich so zeigen:

  • Glattere Oberfläche: Rauheit und ein fahler Teint können sich mildern, die Haut wirkt oft ebenmäßiger.
  • Frischerer Look: Wenn matte Hornschüppchen abgetragen werden, erscheint die Haut häufig strahlender – der viel zitierte „Glow“.
  • Gleichmäßigeres Hautbild: Bei regelmäßiger Anwendung kann das Erscheinungsbild von Pigmentflecken und ungleichmäßiger Textur optisch weicher werden.
  • Bessere Aufnahme der Folgepflege: Eine gepeelte Oberfläche lässt nachfolgende Feuchtigkeitspflege oft leichter einziehen.
  • Feuchtigkeit binden: Vor allem Milchsäure hat zusätzlich feuchtigkeitsbindende Eigenschaften.

Wichtig zur Einordnung: AHA sind Kosmetik, keine Medizin. Sie können das Erscheinungsbild der Haut verbessern, sind aber kein Heilmittel gegen Hautkrankheiten und kein Ersatz für dermatologische Behandlung. Bei Akne, Rosazea, starken Pigmentstörungen oder anhaltenden Beschwerden gehört die Behandlung in ärztliche Hände. Eine Alpha-Hydroxysäure-Creme oder ein AHA-Serum ist ein Pflegeprodukt, kein Therapeutikum – diese realistische Erwartung erspart Enttäuschungen und schützt vor Übernutzung.

Der Edit

AHA-Seren & Fruchtsäure-Pflege

Glykol-, Milch- und Mandelsäure-Produkte für Einsteiger:innen und Fortgeschrittene – von sanft bis kräftig.

Welche AHA für welchen Hauttyp?

Nicht jede Säure passt zu jeder Haut. Ausschlaggebend sind Molekülgröße (also Kraft) und deine Erfahrung mit Wirkstoffen. Diese Übersicht hilft dir bei der ersten Orientierung – im Zweifel immer mit der mildesten Variante starten:

Hauttyp / SituationEmpfohlene AHAWarum
Empfindliche Haut, Säure-Einsteiger:inMandelsäuregroßes Molekül, dringt langsam ein, besonders sanft
Normale bis trockene HautMilchsäuremild und zusätzlich feuchtigkeitsbindend
Robuste Haut, sichtbare RauheitGlykolsäure (niedrig dosiert)kräftigstes AHA, stärkere Glättung
Fahler, matter TeintMilch- oder Glykolsäureträgt matte Hornschüppchen ab, mehr Frische
Mischhaut mit UnreinheitenMandelsäure, ggf. mit BHA kombiniertsanft an der Oberfläche, Pore über BHA ergänzbar

Ein einfacher Verträglichkeitstest hilft, bevor du ein neues Säureprodukt großflächig nutzt: Trage eine kleine Menge in der Armbeuge oder am Kieferrand auf und beobachte die Stelle 24 Stunden. Bleibt sie ruhig, kannst du das Produkt vorsichtig ins Gesicht einführen. Reagiert die Haut mit anhaltender Rötung, Brennen oder Juckreiz, verzichte darauf und lasse die Reaktion im Zweifel dermatologisch abklären.

Konzentration & pH-Wert: Wie stark sollte AHA sein?

Zwei Angaben bestimmen, wie kräftig ein AHA-Produkt arbeitet: die Konzentration (wie viel Säure enthalten ist) und der pH-Wert (wie „aktiv“ die Säure ist). Für die tägliche Pflege zu Hause bewegen sich frei verkäufliche AHA-Cremes und -Seren meist im niedrigen bis mittleren Bereich – höher dosierte Behandlungen gehören in professionelle Hände.

  • Einstieg (ca. 4–8 %): Sanft, ideal, um die Haut an Säure zu gewöhnen. Gut für empfindliche Haut und erste Versuche.
  • Fortgeschritten (ca. 8–10 %): Spürbarere Wirkung für Haut, die Säure bereits gut verträgt.
  • Höher dosiert / Peelings über 10 %: Nur bei erfahrener, robuster Haut und mit Bedacht – oder als kosmetische bzw. dermatologische Behandlung.

Faustregel: Weniger ist mehr. Eine niedrigere Konzentration, dafür regelmäßig und geduldig angewendet, ist meist verträglicher als ein zu starkes Produkt zu oft. Wer eine AHA-Creme mit Anti-Aging-Anspruch sucht, achtet zusätzlich darauf, dass die Rezeptur pflegende und feuchtigkeitsspendende Komponenten enthält, damit die Hautbarriere nicht auf der Strecke bleibt. Bei Unsicherheit über die passende Stärke berät dich eine Fachkosmetik oder Hautärzt:in.

AHA richtig anwenden: die Routine Schritt für Schritt

AHA entfalten ihren Nutzen nur, wenn sie richtig eingebaut sind. Am besten passen sie in die Abendroutine, weil die Haut danach lichtempfindlicher sein kann. So sieht eine typische Reihenfolge aus:

SchrittProduktHinweis
1. Reinigenmilder CleanserHaut sanft säubern, trocken tupfen
2. AHA auftragenAHA-Serum / -Peelingdünn und gleichmäßig, Augen & Lippen aussparen
3. Einwirkenkurz warten, bis das Produkt eingezogen ist
4. FeuchtigkeitFeuchtigkeitscremeberuhigt und stützt die Hautbarriere
5. TagsüberSonnenschutz LSF 30–50Pflicht nach AHA-Anwendung

Wie oft? Starte mit ein- bis zweimal pro Woche und steigere langsam, wenn die Haut es gut verträgt. Viele bleiben bei zwei bis drei Anwendungen wöchentlich – tägliches Säurepeeling ist selten nötig und erhöht das Reizrisiko. Höre auf deine Haut: Ein leichtes, kurzes Kribbeln direkt nach dem Auftragen kann normal sein, anhaltendes Brennen, Rötung oder Schuppen sind ein Signal, eine Pause einzulegen.

Trage AHA nur auf intakte Haut auf – nicht auf frisch rasierte, gereizte, sonnenverbrannte oder verletzte Stellen. Und übertreibe es nicht mit „mehr hilft mehr“: Über-Peeling schwächt die Hautbarriere, statt sie zu verschönern. Weitere Routine-Basics findest du in unserer Rubrik Pflege für Damen.

Der Edit

Feuchtigkeitspflege & Sonnenschutz für die AHA-Routine

Beruhigende Cremes und Sonnenschutz mit LSF – die Partner, ohne die keine Säure-Routine auskommt.

AHA & Anti-Aging: Was ist dran?

AHA und Anti-Aging werden oft in einem Atemzug genannt. Der Hintergrund: Indem AHA die oberste Hornschicht erneuern helfen, kann die Haut glatter und frischer erscheinen, und feine, trockenheitsbedingte Linien wirken optisch gemildert. Bei regelmäßiger Anwendung berichten viele von einem ebenmäßigeren, strahlenderen Teint – ein kosmetischer Effekt, der zum gepflegten „Anti-Aging-Look“ beiträgt.

Wichtig ist die richtige Erwartung: AHA sind Pflege, kein medizinisches Verjüngungsmittel. Sie glätten und erfrischen das Erscheinungsbild, aber sie stoppen keine Hautalterung und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Wer AHA fürs Anti-Aging nutzt, kombiniert die Säure sinnvoll mit den beiden wichtigsten Anti-Aging-Basics überhaupt: konsequenter Feuchtigkeitspflege und täglichem Sonnenschutz. Denn UV-Schutz ist der mit Abstand wirksamste Beitrag zu einem langfristig gepflegten Hautbild – jede Säure-Routine läuft ohne ihn ins Leere.

AHA, BHA oder PHA – wo liegt der Unterschied?

Neben AHA begegnen dir auf Produkten oft die Kürzel BHA und PHA. Alle drei sind chemische Exfolianten, unterscheiden sich aber in Löslichkeit und Einsatzgebiet:

  • AHA (Alpha-Hydroxysäuren): wasserlöslich, arbeiten an der Hautoberfläche. Gut für Glättung, Frische und einen gleichmäßigeren Teint bei trockener bis normaler Haut.
  • BHA (Beta-Hydroxysäure, v. a. Salicylsäure): öllöslich, dringt in die Pore ein. Beliebt bei fettiger, zu Unreinheiten neigender Haut und verstopften Poren.
  • PHA (Polyhydroxysäuren, z. B. Gluconolacton): sehr große Moleküle, besonders sanft. Oft die Wahl für sehr empfindliche Haut, die AHA nicht gut verträgt.

Kurz gesagt: AHA für Oberfläche und Glow, BHA für die Poren, PHA für maximale Sanftheit. Manche Produkte kombinieren die Säuren bewusst – dann gilt umso mehr, langsam anzufangen und die Haut zu beobachten.

Was passt zusammen – was nicht?

AHA sind wirksame Wirkstoffe, und zu viel Aktives auf einmal kann die Haut überfordern. Diese Kombinationen sind gefragt:

  • AHA + Feuchtigkeit (Hyaluron, Ceramide): ideal – die Pflege gleicht aus, was das Peeling fordert, und stützt die Hautbarriere.
  • AHA + Retinol: beide sind aktiv und können zusammen reizen. Für die meisten ist es klüger, sie an verschiedenen Abenden zu nutzen statt gleichzeitig.
  • AHA + Vitamin C: lässt sich machen, aber gerade empfindliche Haut trägt beide Wirkstoffe oft besser getrennt (z. B. Vitamin C morgens, AHA abends).
  • AHA + zweites Peeling (BHA/Scrub): nicht am selben Tag stapeln – das Risiko für Über-Peeling steigt.

Grundregel: Immer nur ein starkes Aktiv pro Anwendung, dazwischen genug Zeit für die Haut zur Erholung. Wenn deine Haut mit Spannen, Rötung oder Schuppung reagiert, reduziere die Frequenz oder lege eine Pause ein. Halten die Beschwerden an, hol dir dermatologischen Rat.

Sonnenschutz ist bei AHA Pflicht

Dieser Punkt ist der wichtigste im ganzen Guide: Wer AHA nutzt, muss tagsüber Sonnenschutz tragen. Alpha-Hydroxysäuren tragen die oberste Hornschicht ab, und frisch gepeelte Haut kann empfindlicher gegenüber UV-Strahlung reagieren. Ohne Schutz riskierst du Reizungen und – gerade bei Pigmentthemen – ein Ergebnis, das dem Wunschbild entgegenläuft.

Praktisch heißt das: Ein Breitband-Sonnenschutz mit mindestens LSF 30, besser LSF 50, morgens als letzter Pflegeschritt, auch an bewölkten Tagen. So sicherst du den Nutzen deiner AHA-Routine und schützt die Haut zugleich. Wenn du viel Zeit in der Sonne verbringst, verschiebe intensive Säureanwendungen lieber auf den Abend und die weniger sonnenreichen Monate. Auch das ist ein Grund, AHA generell abends anzuwenden.

Die häufigsten Fehler mit AHA – und wie du sie vermeidest

  • Zu oft, zu stark: Tägliches Peeling oder eine zu hohe Konzentration überfordern die Hautbarriere. Weniger und regelmäßig schlägt viel und selten.
  • Kein Sonnenschutz: Der klassische Fehler. Ohne täglichen UV-Schutz kann die Säure-Routine mehr schaden als nutzen.
  • Zu viele Aktivstoffe gleichzeitig: AHA plus Retinol plus BHA an einem Abend ist ein häufiger Auslöser für gereizte Haut. Aktivstoffe entzerren.
  • Auf gereizte Haut auftragen: Nach Rasur, bei Sonnenbrand oder aufgekratzter Haut haben Säuren nichts verloren.
  • Verträglichkeitstest überspringen: Ein kurzer Test in der Armbeuge kann eine unangenehme Reaktion im Gesicht ersparen.
  • Feuchtigkeit vergessen: AHA fordern die Haut – ohne stützende Feuchtigkeitspflege trocknet sie leichter aus.

Und ein letzter Hinweis: Wenn deine Haut trotz vorsichtiger Anwendung anhaltend brennt, stark rötet, schuppt oder juckt, setze das Produkt ab und lasse die Reaktion dermatologisch abklären. Kosmetik soll pflegen, nicht belasten.

Der Edit

Sanfte AHA-Einsteigerprodukte

Milde Formeln mit Milch- oder Mandelsäure – ideal, um die Haut behutsam an Fruchtsäuren zu gewöhnen.

So haben wir ausgewählt

Für diesen Ratgeber hat die stylesoul-Redaktion gängige AHA-Produkte und ihre Inhaltsstoffe gesichtet und die Informationen so aufbereitet, dass sie für den Alltag verständlich und praxistauglich sind. Bei den Produktempfehlungen achten wir auf nachvollziehbar deklarierte Wirkstoffe, ausgewogene Konzentrationen und pflegende Begleitstoffe – und wir wählen redaktionell und unabhängig aus. Über die Shop-Links erhalten wir ggf. eine Provision; auf unsere Einschätzung hat das keinen Einfluss.

Dieser Guide ersetzt keine ärztliche oder dermatologische Beratung. Bei Hauterkrankungen, empfindlicher oder gereizter Haut, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei anhaltenden Beschwerden gilt: fachlichen Rat einholen. Wir aktualisieren die Empfehlungen laufend – zuletzt überarbeitet am .

Kurz gesagt

AHA sind wasserlösliche Alpha-Hydroxysäuren wie Glykol-, Milch- und Mandelsäure, die als sanftes chemisches Peeling die Hautoberfläche erneuern helfen – für einen glatteren, frischeren Teint. Fang mit einer milden Säure und niedriger Konzentration an, wende sie abends und nicht täglich an, kombiniere sie mit Feuchtigkeitspflege und trage tagsüber unbedingt Sonnenschutz. So nutzt du den AHA-Effekt sicher – und behältst im Blick, dass es sich um Pflege handelt, nicht um Medizin.

Häufige Fragen

Was ist AHA?
AHA steht für „Alpha-Hydroxy Acids“, auf Deutsch Alpha-Hydroxysäuren. Das ist eine Gruppe wasserlöslicher Fruchtsäuren wie Glykolsäure, Milchsäure und Mandelsäure. In der Hautpflege wirken sie als chemisches Peeling und helfen, abgestorbene Hornschüppchen an der Hautoberfläche zu lösen, sodass die Haut glatter und frischer erscheinen kann.
Was heißt AHA in der Kosmetik?
In der Kosmetik bezeichnet AHA die wasserlöslichen Fruchtsäuren, die zur oberflächlichen Hauterneuerung eingesetzt werden. Sie stecken in Seren, Peelings, Pads und Cremes und lösen die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautzellen, statt die Haut mechanisch abzureiben.
Was bewirkt der AHA-Effekt auf der Haut?
Der AHA-Effekt unterstützt die natürliche Hauterneuerung: Matte Hornschüppchen lösen sich leichter, die Haut wirkt oft glatter, ebenmäßiger und strahlender. Es handelt sich um einen kosmetischen Effekt auf das Erscheinungsbild – AHA sind kein Heilmittel und ersetzen keine dermatologische Behandlung.
Welche AHA-Säure ist die richtige für mich?
Für empfindliche Haut und Einsteiger:innen ist Mandelsäure am sanftesten. Milchsäure ist mild und feuchtigkeitsbindend und passt zu normaler bis trockener Haut. Glykolsäure ist am kräftigsten und eher für robuste Haut geeignet. Im Zweifel mit der mildesten Variante und niedriger Konzentration starten.
Wie oft sollte man AHA anwenden?
Beginne mit ein- bis zweimal pro Woche und steigere langsam, wenn die Haut es gut verträgt. Zwei bis drei Anwendungen wöchentlich reichen meist. Tägliches Säurepeeling ist selten nötig und erhöht das Risiko, die Hautbarriere zu reizen.
Braucht man bei AHA Sonnenschutz?
Ja, das ist Pflicht. AHA können die Haut lichtempfindlicher machen, weil sie die oberste Hornschicht abtragen. Trage tagsüber einen Breitband-Sonnenschutz mit mindestens LSF 30, besser LSF 50 – auch an bewölkten Tagen. Deshalb werden AHA am besten abends angewendet.
Was ist der Unterschied zwischen AHA und BHA?
AHA sind wasserlöslich und arbeiten an der Hautoberfläche – gut für Glättung und Frische. BHA (vor allem Salicylsäure) sind öllöslich und dringen in die Pore ein, weshalb sie bei fettiger, zu Unreinheiten neigender Haut beliebt sind. Für sehr empfindliche Haut gibt es zusätzlich die besonders sanften PHA.
Kann man AHA gegen Falten bzw. für Anti-Aging nutzen?
AHA können das Hautbild glätten und feine, trockenheitsbedingte Linien optisch mildern, weil sie die Oberfläche erneuern helfen. Das ist ein kosmetischer Effekt, kein medizinisches Anti-Aging. Für ein langfristig gepflegtes Hautbild sind konsequenter Sonnenschutz und Feuchtigkeitspflege mindestens ebenso wichtig.
Ist AHA für empfindliche Haut geeignet?
Empfindliche Haut verträgt milde AHA wie Mandelsäure in niedriger Konzentration oft am besten, alternativ die sehr sanften PHA. Wichtig sind ein Verträglichkeitstest, seltene Anwendung und begleitende Feuchtigkeitspflege. Bei anhaltender Rötung, Brennen oder Juckreiz das Produkt absetzen und dermatologisch abklären lassen.
Kann man AHA mit Retinol oder Vitamin C kombinieren?
Möglich, aber vorsichtig: AHA und Retinol sind beide aktiv und können zusammen reizen – besser an verschiedenen Abenden nutzen. Vitamin C und AHA verträgt empfindliche Haut oft getrennt besser, etwa Vitamin C morgens und AHA abends. Grundregel: nur ein starkes Aktiv pro Anwendung.