AirPods Pro 3 vs AirPods 4: Was du 2025 wirklich kaufen kannst
Bevor wir in den technischen Vergleich einsteigen, lohnt ein kurzer Blick auf den aktuellen Produktstand. Viele Nutzer suchen nach AirPods Pro 3 – doch Apple hat dieses Modell bis Redaktionsschluss (Mitte 2025) noch nicht offiziell vorgestellt. Gerüchte und Leaks deuten auf eine Vorstellung im Herbst 2025 hin, mit möglichen Features wie einem integrierten Herzfrequenzsensor oder einer verbesserten Chip-Generation (H3-Chip).
Für den konkreten Kaufvergleich stehen dir aktuell folgende Modelle zur Wahl:
AirPods 4 (ohne ANC): ca. 129 €, offenes Design, H2-Chip, kein Silikon-Ohreinsatz. AirPods 4 (mit ANC): ca. 179 €, gleiche Bauform wie Standard-Version, aber mit Active Noise Cancellation und MagSafe-Ladecase. AirPods Pro 2 (2. Generation, USB-C-Version): ca. 229 €, In-Ear mit Silikonaufsätzen, bester ANC im AirPods-Lineup, Adaptive Audio, Transparenzmodus mit Geräuschunterdrückung.
Das bedeutet: Wer heute die besten AirPods kaufen möchte, wählt zwischen diesen drei Optionen – und der Vergleich AirPods Pro (2. Gen) vs. AirPods 4 ist die relevante Kaufentscheidung des Jahres 2025. Sobald Apple AirPods Pro 3 offiziell vorstellt, werden wir diesen Ratgeber aktualisieren.
Für alle, die nicht warten wollen: Die AirPods Pro 2 bieten das umfangreichste Feature-Set und sind bei Händlern wie Otto sowie im Apple Store Deutschland jederzeit online verfügbar. Die AirPods 4 wiederum sprechen eine breitere Zielgruppe an – insbesondere Menschen, die In-Ear-Ohrstöpsel mit Silikonaufsatz als unangenehm empfinden.
Design und Tragekomfort: Offenes vs. geschlossenes In-Ear-System
Das vielleicht wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen den AirPods 4 und den AirPods Pro 2 ist nicht der Chip oder die ANC-Stärke – es ist das Tragekonzept.
Die AirPods 4 folgen dem klassischen offenen Design, das Apple seit der ersten Generation etabliert hat: kein Silikonaufsatz, der im Gehörgang sitzt. Der Stiel ist im Vergleich zu den Vorgängern kürzer geworden, der Hörer selbst sitzt lockerer im Ohr. Das bedeutet: Du hörst die Außenwelt mit – was für viele Nutzer im Alltag ein Vorteil ist (Straßenlärm, Ansagen). Der passive Schallschutz ist allerdings minimal.
Die AirPods Pro 2 hingegen setzen auf In-Ear-Silikonaufsätze in vier Größen (XS, S, M, L). Sie schließen den Gehörgang aktiv ab und bilden so die Grundlage für effektive Geräuschunterdrückung. Wer Silikonaufsätze grundsätzlich ablehnt, wird mit den Pro-Modellen weniger Freude haben – obwohl Apple die Passform durch ein verbessertes Ear-Tip-Fit-System im Chip deutlich optimiert hat.
Bewertung Tragekomfort bei Sport: Die AirPods 4 sitzen durch ihre offene Bauform weniger sicher im Ohr, sind aber für lockere Trainingseinheiten ausreichend. Die AirPods Pro 2 bieten durch den Silikonaufsatz besseren Halt bei intensiver Bewegung. Beide Modelle sind nach IP54 (Pro 2) bzw. IP54 (AirPods 4 mit ANC) gegen Schweiß und Wasser geschützt – die Standard-AirPods 4 ohne ANC verfügen über IP54-Zertifizierung am Ohrstöpsel.
Gewicht: Die AirPods 4 wiegen ca. 4,3 g pro Ohrstöpsel, die AirPods Pro 2 ca. 5,3 g. Der Unterschied ist im Alltag kaum spürbar, bei mehrstündigen Sitzungen (z.B. Flug, Homeoffice) können die leichteren AirPods 4 angenehmer sein.
Case-Design: Das AirPods-Pro-2-Case mit USB-C und MagSafe ist kompakter als das der Vorgängerversion. Das AirPods-4-ANC-Case unterstützt ebenfalls MagSafe und ist noch flacher.
Active Noise Cancellation im Test: Pro 2 gegen AirPods 4 mit ANC
Für viele Käufer ist die Qualität der aktiven Geräuschunterdrückung das entscheidende Kaufkriterium – besonders für Pendler, Vielreisende und Homeoffice-Nutzer. Hier zeigt der Vergleich klare Hierarchien.
Die AirPods Pro 2 gelten in Fachkreisen (The Verge, RTINGS.com, Chip-Testlabor) als eines der besten ANC-Systeme unter kompakten Wireless-Earbuds überhaupt. Der H2-Chip berechnet bis zu 48.000 Geräuschkorrekturen pro Sekunde. Das Ergebnis: Tieffrequente Dauergeräusche wie Flugzeugtriebwerke, U-Bahn-Rauschen oder Klimaanlagen werden sehr effektiv ausgeblendet. Auch mittlere Frequenzen (Bürogespräche, Tastaturen) werden deutlich reduziert.
Die AirPods 4 mit ANC nutzen ebenfalls einen H2-Chip und bieten aktive Geräuschunterdrückung – allerdings ohne die physische Isolation eines In-Ear-Silikonaufsatzes. Da der Gehörgang nicht abgedichtet wird, fehlt der passive Grundschutz, auf dem gutes ANC aufbaut. Fachtest-Ergebnisse zeigen: Das ANC der AirPods 4 reduziert Umgebungslärm spürbar, erreicht aber nicht das Niveau der Pro 2. Besonders bei mittleren und hohen Frequenzen (Stimmen, Verkehr) ist der Unterschied hörbar.
Transparenzmodus: Beide Modelle bieten einen Transparenzmodus, der Außengeräusche aktiv verstärkt – ideal für kurze Gespräche, ohne die Kopfhörer abnehmen zu müssen. Die Pro 2 können dabei mit dem Adaptive Audio-Modus eigenständig zwischen ANC und Transparenz wechseln, je nach Geräuschkulisse.
Wer ANC als Hauptkaufkriterium hat: AirPods Pro 2 kaufen, kein Kompromiss. Wer ANC als Nice-to-have betrachtet und das offene Design bevorzugt: AirPods 4 mit ANC für ca. 179 € sind eine solide Wahl. Wer grundsätzlich ohne ANC auskommt (z.B. nur für Calls im ruhigen Büro): AirPods 4 Standard für ca. 129 € reichen aus.
Alternative aus dem Nicht-Apple-Umfeld zum Benchmarking: Sony WF-1000XM5 (ca. 249 €), Bose QuietComfort Earbuds II (ca. 229 €) und Samsung Galaxy Buds 3 Pro (ca. 219 €) liegen auf ähnlichem ANC-Niveau wie die AirPods Pro 2 – bei unterschiedlichen Stärken in Codec und Kompatibilität.
Klangqualität: H2-Chip, Personalized Spatial Audio und Codec-Support
Beide aktuellen AirPods-Modelle nutzen Apples H2-Chip, der gegenüber dem H1 eine verbesserte Audioverarbeitung und geringere Latenz bietet. Das setzt sich in der Klangqualität fort – aber es gibt Unterschiede.
Die AirPods 4 bieten durch das offene Design einen natürlicheren, luftigeren Klang. Bässe sind weniger präsent – weil kein Ohrverschluss für Druckaufbau sorgt. Für Sprache, Podcasts und akustischen Pop ist das angenehm. Wer EDM, Hip-Hop oder Filmton mit satten Bässen hören will, wird die AirPods 4 als zu dünn empfinden.
Die AirPods Pro 2 profitieren vom physischen Abschluss im Gehörgang: Der Tieftonbereich ist voller, die Bühne wirkt breiter. In Kombination mit Personalized Spatial Audio (Head-Tracking via Face ID-Scan) entsteht ein immersives Klangerlebnis, das besonders bei Filmen und Serien auf dem iPhone oder iPad überzeugt.
Codecs: Beide Modelle unterstützen AAC als primären Audio-Codec. Aptx, LDAC oder aptX Adaptive werden – wie bei allen Apple-Produkten – nicht unterstützt. Das ist ein bewusstes Ökosystem-Entscheidung von Apple: AAC ist bei Apple-Geräten hochoptimiert und liefert gute Qualität, verliert aber gegenüber Android-Highend-Codecs (LDAC bei Sony WF-1000XM5) bei audiophilem Material.
Für iPhone-Nutzer ist der Codec-Nachteil im Alltag irrelevant – AAC über Apple-Hardware klingt gut. Android-Nutzer profitieren stärker von Alternativen wie Sony, Jabra oder Samsung.
Adaptive EQ: Beide Modelle passen den Equalizer in Echtzeit an die Ohrform an. Die AirPods Pro 2 können diesen Prozess differenzierter ausführen, da der physische Sitz im Ohr stabiler ist.
Fazit Klang: AirPods Pro 2 gewinnen beim Bassvolumen und räumlichen Klangerlebnis. AirPods 4 punkten mit natürlicherem, entspannterem Klangbild für lange Hörsessions.
Akkulaufzeit und Ladecase im Vergleich
Die Akkulaufzeit ist ein praktisches Alltagskriterium, das oft unterschätzt wird – besonders bei intensiver Nutzung mit ANC.
AirPods 4 (ohne ANC): bis zu 5 Std. Hören pro Ladung, Case bringt insgesamt bis zu 30 Std. – Gesamtlaufzeit: ca. 30 Std. AirPods 4 (mit ANC): bis zu 4 Std. mit ANC aktiv, bis zu 5 Std. ohne ANC, Case insgesamt bis zu 20 Std. – Gesamtlaufzeit: ca. 20 Std. AirPods Pro 2: bis zu 5,5 Std. mit ANC, bis zu 6 Std. ohne ANC, Case insgesamt bis zu 30 Std. – Gesamtlaufzeit: ca. 30 Std.
Schnellladen: Alle drei Modelle unterstützen Fast-Charge über das Case – 5 Minuten im Case geben ca. 1 Stunde Wiedergabe.
Ladestandards: Das AirPods-Pro-2-Case und das AirPods-4-ANC-Case laden per USB-C und unterstützen MagSafe sowie Qi-Wireless-Charging. Das Standard-AirPods-4-Case lädt per USB-C, jedoch ohne MagSafe.
Besonderheit AirPods Pro 2: Das Case hat einen eingebauten Lautsprecher zur Ortung via Find My, einen Haken für Apple Watch-Charger sowie eine U1-Chip-basierte Präzisionsfindung (Ultrawideband).
Für Vielreisende, die täglich Stunden mit ANC hören, sind die AirPods Pro 2 die bessere Wahl – die kombinierte Gesamtlaufzeit von 30 Std. schlägt die AirPods 4 mit ANC (20 Std.) deutlich. Wer ANC selten nutzt und hauptsächlich ohne Rauschunterdrückung hört, schneidet mit den Standard-AirPods 4 ähnlich gut ab.


























