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Kaltes Schlafzimmer im Sommer

Schweißgebadete Nächte, klebende Laken, kein Schlaf trotz Erschöpfung — wer im Sommer sein Schlafzimmer kalt bekommen will, kennt das Problem. Denn ein Schlafzimmer heizt sich tagsüber auf 30 °C und mehr auf, gibt die Wärme nachts kaum noch ab und verwandelt sich in eine Schlafbox ohne Erholung. Das kostet Schlafqualität, Konzentration und Gesundheit. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich die Schlafzimmer-Temperatur auch ohne aufwändige Klimaanlage deutlich senken. Entscheidend ist dabei nicht eine einzige Methode, sondern das Zusammenspiel aus baulichen Maßnahmen, Textilien, Geräten und Verhaltensänderungen. Die ideale Schlaftemperatur liegt laut Schlafforschung zwischen 16 und 19 °C — alles darüber verschlechtert messbar die Tiefschlafphasen. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Produkte und Strategien wirklich funktionieren, um das Schlafzimmer runterzukühlen. Du findest konkrete Produktempfehlungen aus dem deutschen Markt, Preisspannen von 15 € bis über 600 €, einen Modellvergleich sowie klare Kaufkriterien. Egal ob du eine Mietwohnung ohne Klimaanlage hast, in einem Dachgeschoss schläfst oder einfach günstig und effektiv kühlen willst — hier findest du die passende Lösung. Alle Produktempfehlungen basieren auf Hersteller-Spezifikationen, Kundenbewertungen im deutschen Handel und redaktioneller Recherche. Wir nennen konkrete Modelle und Preisspannen, damit du schnell vergleichen und entscheiden kannst.

Kurz beantwortet

Das Schlafzimmer kalt bekommen gelingt am schnellsten durch eine Kombination aus konsequenter Verdunkelung tagsüber (Rollläden/Thermovorhänge), Querlüftung in den Abendstunden (ab ca. 21 Uhr), einem Ventilator mit Nacht-Modus oder einer mobilen Klimaanlage sowie kühlenden Betttextilien. Wer konsequent alle vier Maßnahmen umsetzt, senkt die Raumtemperatur um 4–8 °C ohne bauliche Eingriffe.

Vergleich: Produkte zum Schlafzimmer kalt bekommen im Überblick

Produkt / ModellKategorieKühlleistungLautstärkePreis ca.Besonderheit
Dyson Cool AM07TurmventilatorWindchill-Effektca. 26 dB(A) Nachtca. 399 €Klingenlos, Sleep-Timer 9 h
AEG VL 5527 STurmventilatorWindchill-Effektca. 38 dB(A) Stufe 1ca. 60 €7 Stufen, Fernbedienung, Timer
De Longhi PAC EX120Mobile Klimaanlage12.000 BTU/h64 dB(A)ca. 549 €Silent-Modus, Luft-Entfeuchtung
Comfee MPPH-12CRN7Mobile Klimaanlage12.000 BTU/hca. 62 dB(A)ca. 329 €Eco-Modus, Timer, günstigster Einstieg
Daikin Perfera FTXM35RSplit-Klimaanlage3,5 kW Kühlungca. 19 dB(A)ca. 1.100 €Inverter, SEER 8,65 (A+++), sehr leise
Mitsubishi MSZ-HR25VFSplit-Klimaanlage2,5 kW Kühlungca. 19 dB(A)ca. 800 €Econo-Cool, wöchentl. Timer
Climsom LoopWasserkühlung Bettdirekte Körperkühlunglautlosca. 349 €Einstellb. 18–30 °C, für alle Matratzen
Tempur Cool Touch KissenKühlkissenPCM-Kühlunglautlosca. 150 €Phasenänderndes Material, waschbar
Rovsun 3-in-1 LuftkühlerVerdunstungskühlerca. 2–4 °C Absenkungca. 55 dB(A)ca. 80 €Eisbehälter, Ionisator, kein Abluftschlauch
Lichtblick VerdunkelungsrolloAußenbeschattungbis 8 °C Raumkühlunglautlosca. 25–60 €Mietgeeignet, ohne Bohren montierbar

Aktuelle Auswahl zu schlafzimmer kalt bekommen

24 weitere Produkte aus dem Sortiment, sortiert nach Relevanz.

irisette Irisette Bettwäsche Easy 8548, Seersucker, 2 teilig, kühlend und atmungsaktiv, pflegeleicht und bügelfrei

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GLOBO LIGHTING GLOBO LIGHTING Deckenleuchte ELISE, Memoryfunktion, Timerfunktion, Ventilatorfunktion, LED fest integriert, warmweiß - kaltweiß, Ventilator kühlen-heizen holzoptik CCT 3000/4500/6000K

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bellana bellana Spannbettlaken bellana coolTouch, Jersey-Elasthan, Gummizug: rundum, (1 Stück), mit kühlendem Klimagarn

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fan fan Naturfaserbettdecke TENCEL™ Leinen, Füllung: 50% Lyocell (TENCEL), 50% Leinen, Bezug: 100% Baumwolle, natürlich, kühlendes Schlafklima

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home affaire Home affaire Bettgestell COSENZA, Breite 189cm, im Landhausstil (für Matratzen 180x200 cm, ohne Lattenrost), Bett, Kastenbett, Schlafzimmer, Schlafen

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irisette Irisette Bettwäsche Oslo 8787, Seersucker, 2 teilig, super soft, kühlend und atmungsaktiv, pflegeleicht und bügelfrei

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GLOBO LIGHTING GLOBO LIGHTING Deckenleuchte GHARRA, Dimmfunktion, Fernbedienung, Infrarot inkl., Memoryfunktion, Nachtlichtfunktion, Ventilatorfunktion, mehrere Helligkeitsstufen, LED fest integriert, warmweiß - kaltweiß, Ventilator Funktionen kühlen CCT 2700-6500K weiß grau Wohnraumkühlung

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Elegear Elegear Sommerbettdecke Sommerdecke 150/220x200cm Kühldecke mit Japanische Arc-Chill 3.0, Kühlende Bettdecke aus Kühlfasern, superweich, antiallergisch

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Möbel-Gerner Möbel-Gerner, Topper 7-Zonen Matratzentopper H3 Matratzenauflage Matratzeschoner Kaltschaum, 6 cm hoch, (Härtegrad: Mittelfest (für Personen mit 40-120 Kg Körpergewicht), kühlende Matratzenauflage mit Wellenschnitt zu optimalen Stützung), 4xAnti-Rutsch-Gummis, Bezug 40 °C waschbar, Topper für Matratze / Sofa

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Uliyati Kaltschaummatratze 7 Zonen Matratze H3-H4 mit Atmungsaktiver Bezug für Kühlen Schlaf, Uliyati, 18 cm hoch, Komfortable Matratze in 90x200, 120x200, 140x200 und 160x200 cm

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Carpe Sonno Carpe Sonno Spannbettlaken Boxspringbett Baumwolle 90x200 100x200 140x200 160x200 180x200 200x200, Jersey, Gummizug: rundum, (1 Stück), Mako Jersey Spannbetttuch kühlen Wasserbett Matratze bis 50 cm

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Fun Möbel Fun Möbel Boxbett Schlafzimmerbett OWEN in Kunstleder inkl. Bettkasten (inkl. Kaltschaumtopper), gepolstertes Fußteil

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billerbeck billerbeck Sommerbettdecke Sari, Füllung: 100% Seide (Tussah-Seide), Bezug: Baumwolle, Atmungsaktiv und leicht kühlend

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Herlag Herlag 4-Jahreszeitenbett 2-in-1 Bettdecke Sommer- & Winterseite Kühlend & Wärmend, Ganzjahresdecke

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Fun Möbel Fun Möbel Boxbett Schlafzimmerbett PADUA in Kunstleder inkl. Bettkästen (inkl. Kaltschaumtopper), eingebautes Liftsystem für Bettkästen

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Lavea Lavea Spannbettlaken Bettlaken, Spannlaken Mikrofaser, 180x200cm, 200x200cm, (2 Stück), kühlend & atmungsaktiv, schnelltrocknend, weich, pflegeleicht

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SleepCOOL SleepCOOL Bettlaken Temperaturregulierendes Laken, gegen Schwitzen & Hitzestau, Leicht kühlendes Outlast Funktionsmaterial, Gummizug: Rundum, (1 Stück), Atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend, Allergikerfreundlich

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Elemuse Elemuse Sommerbettdecke Kühldecke, Sommerdecke, Leicht Luxuriöse Selbstkühlende Decke, Füllung: 30% hochwertig Sojafaser und 70% Polyester, Sommer Weich Bambusfaser Wohndecke

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BIERBAUM BIERBAUM Bettwäsche Bettwäsche 3333, Seersucker, 2 teilig, Seersucker, 100 % Baumwolle, pflegeleicht, bügelfrei, kühlend

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XDREAM XDREAM Sommerbettdecke Bambus, leichtes und dünnes Steppbett, ideal für den Sommer, Füllung: hochwertige Mischung aus Polyester und Viskose aus Bambus-Zellstoff, Bezug: samtig weiche Baumwolle, atmungsaktiv, kühlend und feuchtigkeitsregulierend

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WOLTU Woltu Sommerbettdecke, Selbstkühlende Decke Mikrofaser Arc-Chill, Kühldecke

WOLTU

Woltu Sommerbettdecke, Selbstkühlende Decke Mikrofaser Arc-Chill, Kühldecke

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Carpe Sonno Carpe Sonno Bettwäsche Seersucker 135x200 155x220 Sommer Bettwäsche Kariert Baumwoll Bettzeug, Seersucker, 2 teilig, Kühlende Bettwaren Bügelfrei Pflegeleicht Karo Weiß Rot

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irisette Irisette Bettwäsche Easy 8715, Seersucker, 2 teilig, kühlend und atmungsaktiv, pflegeleicht und bügelfrei

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Carpe Sonno Carpe Sonno Bettwäsche Seersucker 135x200 Baumwolle Sommer Bügelfrei Blumen Vögel Tiere bunt, Seersucker, 2 teilig, Kühlende Bettwaren Bügelfrei Pflegeleicht Vögel bunt

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Warum das Schlafzimmer im Sommer so schnell überhitzt

Bevor du gezielt das Schlafzimmer runterkühlen kannst, hilft es zu verstehen, warum es überhaupt so heiß wird. Wände, Böden und Decken speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts langsam wieder ab — dieser Effekt heißt thermische Masse. Besonders Außenwände und Dachflächen heizen sich bei direkter Sonneneinstrahlung auf 50–70 °C Oberflächentemperatur auf. Im Dachgeschoss ist das Problem am gravierendsten: Ein nicht gedämmtes Dach kann die Raumtemperatur auf über 38 °C treiben.

Dazu kommen interne Wärmequellen: Ein laufender Laptop erzeugt 30–65 Watt Abwärme, ein Flachbild-TV weitere 80–150 Watt. Selbst Standby-Geräte heizen den Raum nachts messbar auf. Hinzu kommt die Körperwärme schlafender Personen — ein Erwachsener gibt rund 80 Watt thermische Energie ab.

Die dritte Ursache ist falsch getaktetes Lüften. Wer tagsüber bei 35 °C Außentemperatur die Fenster öffnet, pumpt heiße Luft in den Raum. Sinnvoll ist nur das Lüften, wenn die Außentemperatur unter der Innentemperatur liegt — das ist in der Regel erst ab 21–22 Uhr der Fall. Südlich und westlich ausgerichtete Schlafzimmer sind besonders betroffen, weil sie die Nachmittagssonne direkt abbekommen.

Ein weiterer Faktor: Dunkle Wandfarben und dunkle Bodenbeläge absorbieren mehr Wärme als helle Oberflächen. Wer also langfristig plant, kann durch hellere Farbtöne an Wänden und Textilien die Wärmeabsorption reduzieren. All diese Faktoren zusammen erklären, warum es im Sommer so schwer ist, kühl schlafen im Sommer zu realisieren — und zeigen gleichzeitig, an welchen Stellschrauben du drehen kannst.

Lüften und Verdunkeln: Die kostenlose Basis-Strategie

Die effektivste und günstigste Methode, um das Schlafzimmer kalt zu bekommen, kostet oft gar nichts — sie erfordert nur die richtige Routine. Tagsüber Fenster und Türen geschlossen halten und gleichzeitig konsequent verdunkeln: Damit verhinderst du, dass solare Wärme eindringt. Laut Energieberatung der Verbraucherzentrale lassen sich durch externe Verschattung (Rollläden, Markisen) bis zu 75 % der Sonnenwärme abhalten, bevor sie die Scheibe passiert. Innen angebrachte Vorhänge hingegen halten nur 10–20 % der Wärme draußen, weil die Scheibe die Wärmestrahlung bereits absorbiert hat.

Für die Umsetzung eignen sich folgende Produkte aus dem Handel:

Thermovorhänge wie der Gardisette Balance (ca. 25–45 € je nach Größe) reflektieren Wärmestrahlung nach außen und sind miet-tauglich ohne Bohren. Verdunkelungsrollos der Marke Lichtblick oder VELUX (ca. 20–80 €) lassen sich auch für Dachfenster bestellen und blockieren bis zu 99 % des Tageslichts.

Für externe Beschattung im Dachgeschoss sind Außenrollos von Roto oder Velux Integra (ca. 200–500 € inkl. Montage) eine effektive, wenn auch teurere Lösung. Sie senken die Raumtemperatur laut Herstellerangaben um bis zu 8 °C im Vergleich zu unverdunkelten Räumen.

Abends ab 21 Uhr dann Stoßlüften mit Querzug: Gegenüberliegende Fenster oder Türen öffnen, damit kühlere Nachtluft zirkuliert. Ein Ventilator im Fenster, der nach außen zeigt, saugt die verbrauchte Warmluft aktiv ab und beschleunigt den Luftwechsel. Diese Methode funktioniert besonders gut in der ersten Hälfte der Nacht, wenn die Außentemperatur noch fällt.

Ventilatoren im Test: Welche Modelle wirklich kühlen

Ventilatoren kühlen nicht die Luft — sie erzeugen einen Windchill-Effekt, der das Schwitzen effektiver macht und gefühlt 3–5 °C kälter wirkt. Für den Einsatz im Schlafzimmer zählen drei Kriterien: Lautstärke (unter 35 dB(A) im Nacht-Modus), Luftleistung und Timer-Funktion. Hier ein Überblick über bewährte Modelle im deutschen Markt:

Dyson Cool AM07 Turmventilator (ca. 399 €): Klingenlos, 10 Luftstufen, Nachtmodus mit 44 % reduzierter Lautstärke (ca. 26 dB(A)), Sleep-Timer bis 9 Stunden. Wer leise schlafen will und Budget hat, findet hier das Beste im Segment. Schwäche: kein Kühleffekt bei hoher Luftfeuchtigkeit.

VonHaus 40 cm Standventilator (ca. 35–45 €): 3 Stufen, Oszillation 90°, Lautstärke ca. 50 dB(A) auf Stufe 1 — für Tiefschläfer ausreichend, für Leichtschläfer grenzwertig.

Rovsun 3-in-1 Luftkühler (ca. 75–90 €): Kombiniert Ventilator, Luftbefeuchter und Ionisator, kühlt durch Verdunstung um 2–4 °C. Eisbehälter für verstärkten Kühleffekt. Geeignet für trockenes Klima, bei hoher Luftfeuchtigkeit weniger wirksam.

Vornado 630 Raumventilator (ca. 89–110 €): Amerikanisches Markengerät mit Vortex-Technologie, Luftbewegung bis 10 m Reichweite, 3 Stufen. Für größere Schlafzimmer ab 20 m² empfehlenswert.

AEG VL 5527 S Turmventilator (ca. 55–70 €): 7 Geschwindigkeitsstufen, Sleep-Modus, Fernbedienung, 8-Stunden-Timer. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Mittelfeld.

Für die kühle Schlafumgebung gilt: Ventilator nicht direkt auf den Körper richten (Erkältungsgefahr), sondern an die Decke oder quer durch den Raum. Kombiniert mit einer Schüssel Eiswasser vor dem Ventilator verstärkt sich der Kühleffekt spürbar — eine günstige DIY-Methode.

Mobile Klimaanlagen und Split-Geräte: Kühlung im Schlafzimmer mit Technik

Wer das Schlafzimmer dauerhaft und zuverlässig kalt bekommen will, kommt an einer Klimaanlage nicht vorbei. Auf dem deutschen Markt gibt es drei relevante Kategorien:

MONOBLOCK-KLIMAANLAGEN (mobile Geräte): Ein Schlauch wird aus dem Fenster geführt, das Gerät steht im Zimmer. Vorteil: keine Installation, kein Vermieter-OK nötig. Nachteil: Lüftungsschlauch lässt Warmluft eindringen, Wirkungsgrad schlechter als Split-Geräte.

Beispiele: De Longhi Pinguino PAC EX120 Silent (ca. 499–599 €, 12.000 BTU/h, 64 dB(A)), Comfee MPPH-12CRN7 (ca. 299–349 €, 12.000 BTU/h, Eco-Modus). Faustregel: Für ein Schlafzimmer bis 20 m² reichen 9.000 BTU/h, bis 30 m² sind 12.000 BTU/h nötig.

SPLIT-KLIMAANLAGEN (fest installiert): Innen- und Außeneinheit getrennt, leiser (Innengerät ca. 19–25 dB(A)), effizienter. Anschaffung 600–2.000 € inkl. Montage. Bekannte Marken: Mitsubishi Electric MSZ-HR25VF (ca. 700–900 €), Daikin Perfera FTXM35R (ca. 900–1.200 €), LG Dualcool AP12RT (ca. 800–1.100 €). Für Eigentümer oder Mieter mit Vermieter-Zustimmung die beste Dauerlösung.

PORTABLE VERDUNSTUNGSKÜHLER: Kühlen durch Wasserverdunstung, ohne Kompressor. Günstig (ab 30 €), kein Abluftschlauch nötig, aber nur bei unter 50 % Luftfeuchtigkeit wirkungsvoll. Modell-Beispiel: Honeywell TC10PEU (ca. 130–160 €, Tankvolumen 10 l, effektiv für ca. 6–8 m²).

Für Mieter ohne Möglichkeit zur Außeninstallation ist die Monoblock-Anlage der pragmatische Kompromiss. Achte beim Kauf auf den SEER-Wert (Seasonal Energy Efficiency Ratio): ab 6,1 gilt das Gerät als energieeffizient (Klasse A). Die laufenden Stromkosten für ein 12.000-BTU-Gerät betragen bei 4 Stunden Betrieb täglich ca. 0,40–0,70 € pro Nacht.

Bett kühlen: Matratzen, Kissen und Bettwäsche für heiße Nächte

Das Bett selbst ist die Hauptwärmequelle beim Schlafen. Wer sein Bett kühlen will, setzt an drei Punkten an: Matratze, Kissen und Bettwäsche.

KÜHLENDE BETTWÄSCHE: Tencel (Lyocell) und Bambusfaser leiten Wärme schneller ab als Baumwolle und fühlen sich kühl an. Marken wie Schlafgut, CURT, und Erwin Müller bieten entsprechende Produkte ab ca. 30–80 € für ein Set. Leinenbettwäsche (z.B. von Lovely Linen oder Snooze) hat eine natürliche Temperaturregulierung und ist ab ca. 60 € erhältlich. Entscheidend: mindestens 200 g/m² Webdichte für Langlebigkeit.

KÜHLKISSEN UND GEL-PADS: Kühlkissen wie das CRYOGEL Kühlkissen (ca. 15–25 €) oder das Tempur Cool Touch Kissen (ca. 130–180 €) nutzen phasenändernde Materialien (PCM), die Körperwärme absorbieren. Das günstige Cold Pillow Pad (ca. 12–18 €) legt man einfach auf das vorhandene Kissen. Für Reisende und Kurzentschlossene ideal.

KÜHLENDE MATRATZENAUFLAGEN: Produkte wie der Sleep Number DualTemp Layer (import, ca. 250–350 €) oder das Betten-Rid Kühltopper (ca. 80–150 €) legen sich über die bestehende Matratze und leiten Wärme aktiv ab. Günstigere Variante: Matratzenauflagen aus Latex oder Kokos (ab 40 €), die besser belüftet sind als Schaumstoff.

WEN AUCH WASSERKÜHLUNG INTERESSIERT: Es gibt Systeme wie das Climsom Loop (ca. 299–399 €), das Wasser durch ein Pad unter dem Laken zirkuliert und die Schlaftemperatur auf einstellbare 18–30 °C reguliert. Aufwändiger in der Einrichtung, aber für Personen mit starkem Schwitzen oder Wechseljahresbeschwerden eine wirksame Lösung.

Zusätzlich gilt: Im Sommer die Bettdecke gegen ein dünnes Sommerdeckchen (ca. 100–200 g/m² Füllgewicht) tauschen. Marken wie Billerbeck, Centa-Star oder Schlafgut bieten Sommer-Steppdecken ab ca. 25 €.

Für wen lohnt sich kaltes schlafzimmer im sommer?

Für Mieter ohne Klimaanlage

Wer zur Miete wohnt, kann keine Split-Klimaanlage installieren — braucht aber trotzdem eine Lösung, um das Schlafzimmer kalt zu bekommen. Die beste Strategie: Lichtblick-Verdunkelungsrollo (ohne Bohren, ca. 30 €) tagsüber geschlossen halten, abends Querlüftung per Ventilator (z.B. AEG VL 5527 S, ca. 60 €), dazu kühlende Leinenbettwäsche. Gesamtbudget unter 120 €, keine Genehmigung nötig. Als Upgrade bei extremer Hitze: mobile Monoblock-Klimaanlage (Comfee MPPH-12CRN7, ca. 329 €) — erfordert nur einen Fensterauslass für den Schlauch.

Für Dachgeschoss-Bewohner

Im Dachgeschoss ist die Temperaturdifferenz zur Erdgeschosswohnung im Hochsommer oft 8–12 °C. Hier helfen nur mehrere Maßnahmen gleichzeitig: Velux Außenrollo SSL (ca. 300 €) für das Dachfenster, aktive Dachbodenbelüftung per Maico-Ventilator, und als stärkste Maßnahme eine Split-Klimaanlage (Daikin Perfera, ca. 1.100 €) oder zumindest eine leistungsstarke Monoblock-Anlage (De Longhi PAC EX120, ca. 549 €). Thermometer-Hygrometer (Technoline WS 9420, ca. 20 €) zum Monitoring empfohlen.

Für Paare mit unterschiedlichem Wärmeempfinden

Ein Partner schwitzt, der andere friert — das klassische Schlafzimmer-Problem im Sommer. Die Lösung: Climsom Loop Wasserkühlung (ca. 349 €) nur auf einer Bettseite, kombiniert mit individueller Bettdecke. Alternativ: jede Person benutzt ihre eigene Decke (Skandinavisches Bettsystem) mit unterschiedlichem Füllgewicht. Für die wärmere Seite Tempur Cool Touch Kissen (ca. 150 €), für die kühlere Seite normales Kissen. So lässt sich kühl schlafen im Sommer individuell regulieren, ohne Kompromisse.

Für Familien mit Kleinkind im Zimmer

Kleinkinder vertragen keine direkte Zugluft vom Ventilator und keine kalte Klimaanlage. Empfehlung: Ventilator (Dyson Cool AM07 auf niedrigster Stufe, Luft an Decke gerichtet) plus konsequente Verdunkelung. Kein Ventilator direkt aufs Kinderbett. Für das Kinderbett: Bambusleintuch (ab 20 €) statt Baumwolle. Raumtemperatur für Säuglinge idealerweise 18–20 °C. Mobile Klimaanlage nur bei guter Dämmung des Schlauches nutzen, damit Zugluft vermieden wird.

Für sportlich aktive Personen mit starkem Schwitzen

Wer nach dem Sport ins Bett geht oder generell stark schwitzt, profitiert am meisten von aktiver Körperkühlung statt Raumkühlung. Empfehlung: Climsom Loop Wasserkühlung (ca. 349 €) als direkte Bettkühlmethode, dazu Tencel-Bettwäsche (Schlafgut, ca. 60 €) und ein Gel-Kühlkissen (CRYOGEL, ca. 20 €). Vor dem Schlafen lauwarme Dusche für Körpertemperatur-Absenkung. Diese Kombination kühlt den Körper direkt und ist effizienter als die gesamte Raumluft auf 18 °C zu kühlen.

Für technikaffine Smart-Home-Nutzer

Wer sein Zuhause bereits mit Smart Home vernetzt hat, kann die Schlafzimmerkühlung automatisieren: tado Smart AC Control (ca. 99 €) steuert Klimaanlage per App und Geo-Fencing, Homematic IP Fensterkontakt (ca. 35 €) schaltet Klimaanlage bei geöffnetem Fenster automatisch ab. Amazon Echo oder Google Home als Sprachsteuerung für Ventilator-Zeitpläne. Kombination aus Split-Klimaanlage, Smart-Thermostat und smarter Steckdosenleiste ergibt ein vollautomatisches Kühlsystem, das sich selbst optimiert und Energie spart.

Preisklassen: Schlafzimmer kalt bekommen — Budget-Überblick

PreisklasseBudgetTypische ProdukteKühl-EffektFür wen geeignet
Einstieg15–60 €Kühlkissen, Verdunkelungsrollo, einfacher Standventilator (z.B. VonHaus), FensterfoliemoderatMietwohnung, leichte Sommer, Ergänzung
Mittelklasse60–200 €Turmventilator (AEG, Vornado), Verdunstungskühler (Rovsun), kühlende Bettwäsche, smarter ThermostatgutNormalsommer, sensible Schläfer, Eltern mit Kindern
Premium200–600 €Dyson Cool AM07, mobile Klimaanlage (Comfee, De Longhi), Climsom Loop Wasserkühlungsehr gutHitzesommer, Dachgeschoss, heiße Nächte über 25 °C
High-End600–2.000 €+Split-Klimaanlage (Daikin Perfera, Mitsubishi MSZ-HR, LG Dualcool), inkl. MontageausgezeichnetEigentümer, dauerhafter Hitzeschutz, Wohnkomfort

Zusätzliche Maßnahmen: Pflanzen, Folien und smarte Helfer

Neben den großen Kühl-Maßnahmen gibt es eine Reihe ergänzender Methoden, die das Schlafzimmer runterkühlen helfen und sich leicht umsetzen lassen.

FENSTERFOLIEN: Wärmedämmfolien wie die 3M Window Film Prestige 40 (ca. 15–35 € pro m²) kleben auf die Fensterscheibe und reflektieren Infrarotstrahlung nach außen. Sie lassen sichtbares Licht durch, reduzieren aber die Wärmelast um bis zu 79 % laut Herstellerangabe. Ideal für Mieter, die keine Außenbeschattung anbringen können. Anwendung einfach per Sprühflasche und Abzieher.

ZIMMERPFLANZEN: Großblättrige Pflanzen wie Ficus benjamina, Efeutute oder Philodendron geben durch Transpiration Feuchtigkeit ab und kühlen die Raumluft leicht. Für spürbare Effekte braucht es allerdings viele Pflanzen (ca. 5–10 m² Blattfläche pro Raum) — eher als ergänzende Maßnahme zu sehen.

SMART-HOME-INTEGRATION: Smarte Thermostate wie der tado Smart AC Control (ca. 80–130 €) können Klimaanlagen und Ventilatoren per App oder Zeitplan steuern, sodass das Schlafzimmer bereits vorgekühlt ist, bevor du ins Bett gehst. Kombiniert mit einem smarten Fensterkontakt (z.B. Homematic IP, ca. 35 €) wird die Klimaanlage automatisch abgeschaltet, wenn ein Fenster geöffnet wird — spart Energie und Kosten.

AUSCHALTEN aller Stand-by-Geräte: Fernseher, Spielkonsolen, Laptops und Ladegeräte erzeugen im Stand-by zusammen 20–50 Watt Dauerleistung. Eine schaltbare Steckdosenleiste (z.B. von Brennenstuhl, ca. 15–20 €) trennt alle Geräte auf einmal vom Netz.

ABKÜHLRITUAL vor dem Schlafengehen: Lauwarme (nicht kalte) Dusche senkt die Körperkerntemperatur, da die Haut danach stärker durchblutet wird und Wärme abgibt. Kaltes Wasser würde paradoxerweise die Körperkerntemperatur erhöhen, da die Blutgefäße sich verengen.

Dachgeschoss-Schlafzimmer: Spezial-Tipps für die heißeste Zone

Das Dachgeschoss-Schlafzimmer ist der härteste Fall: Solarstrahlung trifft direkt auf die Dachfläche, die thermische Trägheit des Daches gibt die Wärme stundenverzögert ab — mitten in der Nacht. Hier reichen Standard-Maßnahmen oft nicht aus.

EFFEKTIVE DACHISOLIERUNG ist die Wurzellösung: Eine nachträgliche Zwischen- oder Aufsparrendämmung mit Mineralwolle oder Polyurethan-Platten (ca. 50–150 € pro m², inkl. Montage) senkt die Hitzebelastung dauerhaft um 6–12 °C. Für Eigentümer eine rentable Investition, die auch im Winter Heizkosten spart.

Für Mieter oder kurzfristige Maßnahmen: Dachfenster-Außenrollos von Velux (Modell: SSL 0000S, ca. 200–400 € je nach Dachfenstergröße) halten bis zu 87 % der Sonnenwärme draußen. Diese Außenrollos sind deutlich wirksamer als Innenrollos, da sie die Wärme reflektieren, bevor sie durch das Glas eindringt.

ZUSATZBELÜFTUNG: Ein Dachventilator (z.B. Maico ECA 150 ipro, ca. 80–120 €), in der Dachfläche installiert, evakuiert die heiße Luft aktiv aus dem Dachboden. Dadurch sinkt die Strahlungswärme auf die Dachgeschossdecke. Für Dachböden mit Zugang ist eine günstigere Lösung: einen Ventilator im Dachbodenbereich aufstellen, der warm Luft nach außen transportiert.

DURCHGEHENDE TEMPERATUR-STRATEGIE: Im Dachgeschoss-Schlafzimmer solltest du ab Mittag konsequent alle Fenster und Velux-Luken schließen und mit dem besten verfügbaren Außenrollo oder Vorhang verdunkeln. Erst wenn draußen unter 25 °C sind (meist nach 22 Uhr), intensiv querlüften. Ein digitales Thermometer-Hygrometer (z.B. Technoline WS 9420, ca. 15–25 €) zeigt dir Innen- und Außentemperatur gleichzeitig an, damit du den richtigen Lüftungszeitpunkt nicht verpasst.

Produkte im Vergleich: Was lohnt sich für welches Budget?

Kühl schlafen im Sommer ist mit sehr unterschiedlichen Budgets möglich. Entscheidend ist, den richtigen Einstiegspunkt zu wählen und Maßnahmen sinnvoll zu kombinieren. Wer mit 30–50 € einsteigt, bekommt Verdunkelungsrollo plus günstigen Standventilator — das senkt die gefühlte Temperatur deutlich. Wer 100–200 € investiert, kann mit einem Turmventilator mit Nachtmodus, kühlenden Betttextilien und Fensterfolie bereits ein komfortables Schlaferlebnis schaffen.

Ab 300–600 € wird die Monoblock-Klimaanlage relevant, die verlässliche Kühlung unabhängig vom Außenklima liefert. Wer dauerhaft und leise kühlen will und eine Außenwand für eine Split-Anlage nutzen kann, investiert 800–2.000 €, erhält dafür aber Wohnkomfort auf Hotelqualität.

Für konkrete Produktempfehlungen und Preisvergleiche empfehlen wir das aktuelle Sortiment bei Otto und Breuninger, wo viele der hier genannten Modelle regelmäßig im Sale verfügbar sind. Preise können saisonal schwanken — Klimageräte sind im Frühsommer am teuersten, im Herbst oft 20–40 % günstiger erhältlich.

Beim Kauf online solltest du auf folgende Garantieleistungen achten: Klimaanlagen mit 2 Jahren Herstellergarantie sind Standard, viele Marken (Daikin, Mitsubishi Electric) bieten auf Anfrage 5-jährige Garantien. Ventilatoren und Kühlkissen haben üblicherweise 1–2 Jahre Garantie. Kaufe bevorzugt bei Händlern mit einfachem Rückgaberecht, da insbesondere Verdunstungskühler in feuchten Regionen oft enttäuschen.

Kühlung im Schlafzimmer nachhaltig denken: Energie und Kosten im Blick

Kühlung kostet Energie — aber wie viel, hängt stark vom gewählten Produkt ab. Ein Ventilator verbraucht im Schnitt 30–60 Watt, eine Monoblock-Klimaanlage 800–1.500 Watt und eine Split-Anlage mit Inverter-Technologie (z.B. Daikin Perfera oder Mitsubishi MSZ-HR) nur 300–700 Watt bei gleicher Kühlleistung durch variablen Kompressor.

BEI EINEM STROMPREIS von ca. 0,30 €/kWh und 6 Stunden Betrieb pro Nacht ergeben sich folgende Kosten: Ventilator ca. 0,05–0,11 € pro Nacht, Monoblock-Klimaanlage ca. 1,44–2,70 €, Inverter-Split-Anlage ca. 0,54–1,26 €. Über eine 90-Tage-Sommersaison macht das beim Ventilator ca. 5–10 €, bei der Klimaanlage 50–250 €.

FÜR NACHHALTIGEN BETRIEB empfehlen sich folgende Maßnahmen: Klimaanlage nur auf 24–26 °C einstellen (nicht auf 18 °C runterregeln — jedes Grad mehr spart ca. 6 % Energie), Eco-Modus nutzen, Timer auf Nachtbetrieb begrenzen. Außerdem: regelmäßige Reinigung des Filters (alle 2–4 Wochen) erhält die Effizienz und verlängert die Lebensdauer.

VENTILATOREN UND TEXTILIEN FIRST: Bevor du eine Klimaanlage kaufst, teste die Kombination aus Verdunkelung, Lüften und kühlendem Bettzeug. Oft reicht das aus — und du sparst Anschaffungskosten und laufende Stromkosten. Die Kühlung im Schlafzimmer muss kein Luxus sein, wenn man die richtigen Mittel kennt.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Raumgröße zuerst bestimmen: Bis 15 m² reicht ein Ventilator oder Verdunstungskühler, bis 25 m² ist eine 9.000-BTU-Klimaanlage ausreichend, über 25 m² mindestens 12.000 BTU/h einplanen — zu schwache Geräte laufen permanent auf Volllast und fallen früher aus.
  • Lautstärke unter 35 dB(A) im Nachtmodus als harte Kaufbedingung setzen: Alles darüber stört den Schlaf messbar. Dyson Cool AM07 (ca. 26 dB(A)), Daikin Perfera Innengerät (ca. 19 dB(A)) und Mitsubishi MSZ-HR (ca. 19 dB(A)) sind Benchmarks im jeweiligen Segment.
  • Mieter vs. Eigentümer unterscheiden: Mieter sollten mobile Geräte (Ventilatoren, Monoblock-Klimaanlage, Verdunkelungsrollos ohne Bohren) bevorzugen. Eigentümer können dauerhaft in Split-Anlage plus Außenbeschattung investieren — die Amortisation ist nach 3–5 Jahren erreicht.
  • Außenbeschattung VOR Innenrollos priorisieren: Externe Rollläden oder Markisen halten bis zu 75 % der Sonnenwärme draußen, Innenvorhänge nur 10–20 %. Wer nur eine Maßnahme umsetzt, sollte immer zuerst externe Verschattung wählen.
  • Energieeffizienz beim Klima-Kauf prüfen: SEER-Wert (Seasonal Energy Efficiency Ratio) ab 6,1 (Klasse A) wählen. Inverter-Geräte (z.B. Daikin, Mitsubishi) verbrauchen bis zu 50 % weniger Strom als konventionelle Kompressor-Geräte und sind deutlich leiser.
  • Bett kühlen nicht vergessen: Matratze, Kissen und Bettwäsche sind die direkteste Wärmequelle. Kühlende Materialien (Tencel, Bambus, Leinen, PCM-Kissen) senken die gefühlte Temperatur im Bett um 2–5 °C — ohne jede Stromerzeugung.
  • Timer- und Sleep-Modus als Pflichtfeature: Klimageräte und Ventilatoren sollten sich nach 4–6 Stunden automatisch abschalten oder auf den niedrigsten Modus wechseln. So vermeidest du Unterkühlung in den frühen Morgenstunden und sparst Strom.
  • Verdunstungskühler nur bei trockener Luft kaufen: Sie funktionieren ausschließlich bei Luftfeuchtigkeit unter 50 %. In Regionen wie Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen mit höherer Luftfeuchtigkeit im Sommer oft wirkungslos — Ventilator oder Klimaanlage besser geeignet.
  • Kombinations-Strategie ist effizienter als Einzelmaßnahmen: Verdunkelung + richtiges Lüften + Ventilator + kühlende Bettwäsche reduziert die Schlafzimmertemperatur um 5–8 °C — mehr als jede einzelne Maßnahme allein. Budget besser auf mehrere Maßnahmen verteilen als alles in ein teures Gerät stecken.
  • Wartung einplanen: Klimaanlagen-Filter alle 2–4 Wochen reinigen (verstopfte Filter erhöhen Stromverbrauch um bis zu 20 %), Verdunstungskühler-Tank täglich leeren (Schimmelgefahr), Ventilatoren alle paar Wochen von Staub befreien (Lautstärke und Effizienz).

Häufige Fragen zu Kaltes Schlafzimmer im Sommer

Wie kann ich mein Schlafzimmer kalt bekommen ohne Klimaanlage?
Das funktioniert durch Kombination aus vier Maßnahmen: Tagsüber konsequent verdunkeln (externes Rollo oder Thermovorhang), abends ab 21 Uhr querlüften mit Ventilator, kühlendes Bettzeug aus Tencel oder Leinen nutzen und alle Wärmequellen (Stand-by-Geräte, Lampen) ausschalten. Diese Kombination senkt die Raumtemperatur um 4–8 °C ohne Klimaanlage. Zusätzlich hilft eine Fensterfolie (z.B. 3M Prestige), die Sonnenwärme tagsüber draußen hält.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Lüften, um das Schlafzimmer runterzukühlen?
Der beste Lüftungszeitpunkt ist, wenn die Außentemperatur unter die Innentemperatur sinkt — das ist in der Regel erst ab 21–22 Uhr der Fall. Tagsüber bei 30–35 °C Außentemperatur zu lüften pumpt Warmluft in den Raum. Ein digitales Innen-Außen-Thermometer (z.B. Technoline WS 9420, ca. 20 €) zeigt dir den exakten richtigen Zeitpunkt an.
Welche Bettwäsche ist am besten zum Bett kühlen im Sommer?
Tencel (Lyocell) und Bambusfaser sind die effektivsten Materialien zum Bett kühlen: Sie leiten Wärme schneller ab als Baumwolle und fühlen sich dauerhaft kühl an. Leinen ist die klassische Alternative mit natürlicher Temperaturregulierung. Marken wie Schlafgut, CURT und Erwin Müller bieten entsprechende Sets ab ca. 30–80 €. Wichtig: mindestens 200 g/m² Webdichte für Haltbarkeit wählen.
Lohnt sich eine mobile Klimaanlage für das Schlafzimmer?
Ja, wenn du keine Split-Anlage installieren kannst und die Temperaturen regelmäßig über 28 °C nachts liegen. Monoblock-Geräte wie die Comfee MPPH-12CRN7 (ca. 329 €) oder De Longhi PAC EX120 (ca. 549 €) kühlen zuverlässig, sind aber lauter (ca. 62–64 dB(A)) als Split-Anlagen und haben einen schlechteren SEER-Wert. Für gelegentliche Hitzewellen eine gute Lösung; bei dauerhaftem Bedarf lohnt sich die Investition in eine Split-Anlage.
Wie kühl schlafen im Sommer mit Kindern im Zimmer?
Für Kleinkinder gelten besondere Regeln: keine direkte Zugluft vom Ventilator, Raumtemperatur idealerweise 18–20 °C. Empfehlung: Dyson Cool AM07 auf niedrigster Stufe mit nach oben gerichteter Luft, Bambusleintuch statt Baumwolle im Kinderbett, konsequente Verdunkelung ab Mittag. Keine Klimaanlage direkt auf das Kinderbett richten. Bei Säuglingen auf Temperaturschwankungen unter 3 °C pro Nacht achten.
Was kostet die Kühlung im Schlafzimmer im laufenden Betrieb?
Ein Ventilator kostet bei 6 Stunden Betrieb ca. 0,05–0,11 € pro Nacht, eine Monoblock-Klimaanlage ca. 1,44–2,70 €, eine Inverter-Split-Anlage ca. 0,54–1,26 €. Über eine 90-Tage-Sommersaison ergibt das für den Ventilator ca. 5–10 €, für die Monoblock-Anlage 130–243 €. Inverter-Klimaanlagen (Daikin, Mitsubishi) sparen gegenüber konventionellen Geräten bis zu 50 % Strom.
Bringt ein Ventilator wirklich Kühlung im Schlafzimmer?
Ein Ventilator kühlt nicht die Luft, sondern erzeugt einen Windchill-Effekt: Durch die Luftbewegung verdunstet Schweiß schneller, was sich bis zu 5 °C kühler anfühlt. Der Effekt sinkt bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Für echte Raumtemperatur-Absenkung muss der Ventilator kühle Außenluft einziehen (Fenster auf, Ventilator nach außen zeigend) oder mit einer Schüssel Eiswasser kombiniert werden. Ventilatoren sind trotzdem die günstigste und lautloseste Einstiegs-Option zum Schlafzimmer runterkühlen.
Welche Rolle spielt die Verdunkelung für ein kaltes Schlafzimmer?
Externe Verdunkelung ist die wirksamste passive Einzelmaßnahme: Außenrollos und Raffstores halten bis zu 75 % der Sonnenwärme draußen, bevor sie durch das Glas eindringt. Innenrollos und Vorhänge bringen nur 10–20 % Wärmedämmung. Produkte: Lichtblick oder VELUX Verdunkelungsrollos (ab ca. 25 €) für innen, Velux SSL Außenrollo (ab ca. 200 €) für Dachfenster. Im Dachgeschoss lässt sich allein durch Außenrollos die Raumtemperatur um bis zu 8 °C senken.