Warum der richtige Fernseher für die PS5 so wichtig ist
Die PlayStation 5 ist technisch anspruchsvoller als jede Konsolen-Generation zuvor. Sony hat den HDMI-2.1-Standard fest verbaut — der einzige Ausgang der Konsole überträgt Signale mit bis zu 48 Gbit/s. Das ermöglicht 4K-Auflösung bei 120 Bildern pro Sekunde, 8K bei 60 fps sowie HDR-Formate in voller Bandbreite. Wer die PS5 an einen Fernseher ohne HDMI 2.1 anschließt, verliert sofort die Möglichkeit für 4K/120 Hz — die Verbindung fällt automatisch auf HDMI 2.0 zurück und begrenzt auf 4K/60 Hz oder 1080p/120 Hz.
Das klingt technisch, hat aber direkte Auswirkungen auf das Spielerlebnis: Spiele wie Gran Turismo 7, Ratchet & Clank: Rift Apart oder Call of Duty Modern Warfare III bieten explizite 120-fps-Modi. In Shooter-Titeln oder Rennspielen ist der Unterschied zwischen 60 Hz und 120 Hz klar wahrnehmbar — Bewegungen wirken flüssiger, die Steuerung reagiert direkter.
Genauso kritisch: der Input-Lag. Gemeint ist die Zeit zwischen einem Controller-Eingabe und dem sichtbaren Ergebnis auf dem Bildschirm. Gute Gaming-TVs schaffen im Spielmodus unter 5 ms, Spitzenwerte liegen unter 1 ms (z.B. LG OLED C4: 0,1 ms bei 4K/120 Hz). Schlechte Panels erreichen 30–50 ms — das ist in Competitive-Titeln ein echter Nachteil.
Ein weiterer Faktor ist Variable Refresh Rate (VRR): Wenn die PS5 bei einem anspruchsvollen Spielabschnitt kurz unter 60 fps fällt, sorgt VRR dafür, dass kein Bildruckeln (Screen-Tearing) entsteht. Die PS5 unterstützt VRR über HDMI Forum VRR. ALLM (Auto Low Latency Mode) schaltet den Fernseher beim Spielstart automatisch in den optimierten Spielmodus — ohne dass du manuell ins Menü musst.
Kurz: Wer den besten TV für die PS5 kaufen will, muss auf HDMI 2.1, 120 Hz nativ, VRR, ALLM und niedrigen Input-Lag achten. Alles andere ist ein Kompromiss, der je nach Budget vertretbar sein kann.
Die besten Gaming-Fernseher für die PS5 im Überblick
Der Markt bietet inzwischen eine breite Auswahl an Fernsehern, die für die PS5 optimiert sind. Die wichtigsten Modelle im Vergleich — von Premium bis Einstieg:
LG OLED C4: Das Referenzmodell unter den Gaming-TVs. Der LG OLED C4 kombiniert selbstleuchtende OLED-Pixel (kein Backlight, perfektes Schwarz, unendlicher Kontrast) mit einem der besten Gaming-Feature-Sets auf dem Markt: vier HDMI-2.1-Ports, 4K/144 Hz (PS5 nutzt max. 120 Hz), Dolby Vision Gaming, HDR10/HLG, VRR, ALLM und ein Input-Lag von 0,1 ms. Verfügbar ab 42 Zoll bis 83 Zoll. Preise: 42 Zoll ab ca. 799 €, 55 Zoll ab ca. 1.099 €, 65 Zoll ab ca. 1.499 €.
Sony Bravia XR A95L (QD-OLED): Sony setzt beim A95L auf ein QD-OLED-Panel von Samsung Display — das ergibt leuchtstarkes OLED mit Quantum-Dot-Farbfilter. Dolby Vision, HDR10, zwei HDMI-2.1-Ports, 4K/120 Hz, VRR, ALLM. Besonderheit: Der A95L unterstützt als eines der wenigen Panels Dolby Vision mit 4K/120 Hz gleichzeitig. 55 Zoll ab ca. 1.799 €, 65 Zoll ab ca. 2.499 €.
Samsung QN90D Neo QLED: Das Topmodell aus Samsungs QLED-Reihe 2024. Mini-LED-Backlight mit Quantum Matrix Technology, bis zu 4.000 nit Spitzenhelligkeit (ideal für HDR in hellen Wohnzimmern), vier HDMI-2.1-Ports, 4K/144 Hz, VRR (FreeSync Premium Pro), ALLM. Input-Lag: ca. 5,8 ms. 55 Zoll ab ca. 1.299 €, 65 Zoll ab ca. 1.699 €.
Sony Bravia X90L: Sonyss Mid-Range-Empfehlung für PS5-Käufer. Full-Array-Local-Dimming, zwei HDMI-2.1-Ports, 4K/120 Hz, VRR, ALLM, Dolby Vision. Input-Lag ca. 8,5 ms. 55 Zoll ab ca. 899 €, 65 Zoll ab ca. 1.199 €.
Philips OLED+908: OLED-Panel mit Bowers & Wilkins-Soundsystem, Ambilight (4-seitig), HDMI 2.1 (2 Ports), 4K/120 Hz, VRR, Dolby Vision, HDR10+. Für Nutzer, die Cinema-Feeling und Gaming-Performance kombinieren wollen. 55 Zoll ab ca. 1.799 €.
Hisense U8N: Mini-LED mit extrem hoher Helligkeit (bis 3.000 nit), vier HDMI-2.1-Ports, 4K/144 Hz, VRR, ALLM, Dolby Vision IQ, HDR10+. Preis-Leistungs-Tipp in der Mittelklasse. 55 Zoll ab ca. 699 €, 65 Zoll ab ca. 899 €.
TCL C845: Budget-Mini-LED mit HDMI 2.1, 4K/144 Hz, VRR (HDMI Forum VRR, FreeSync, G-Sync kompatibel), Dolby Vision, HDR10+. Input-Lag ca. 9,7 ms. 55 Zoll ab ca. 549 €.
Samsung QN85B QLED: Älteres, aber weiterhin solides Modell mit zwei HDMI-2.1-Ports, 4K/120 Hz, VRR. Günstig im Abverkauf: 55 Zoll ab ca. 599 €.
Bester Gaming TV 65 Zoll: Empfehlungen für große Wohnzimmer
Wer nach dem besten Gaming-TV in 65 Zoll sucht, hat andere Prioritäten als beim 42-Zoll-Desktop-Panel: Sitzabstand, Raumhelligkeit und Klang spielen eine größere Rolle. Die Formel für den optimalen Sitzabstand bei 65 Zoll und 4K lautet: ca. 1,6 bis 2,0 Meter — näher als bei Full-HD-Panels, weil die höhere Auflösung auch aus kürzerer Distanz scharf bleibt.
Für das 65-Zoll-Format empfehlen sich drei Modelle besonders:
LG OLED C4 65 Zoll (ca. 1.499 €): Perfektes Schwarz durch OLED-Technologie, hervorragende Betrachtungswinkel (bis 60 Grad ohne Farbverschiebung) — ideal für Couch-Gaming mit mehreren Personen. Das Panel erreicht ca. 800–1.000 nit in der HDR-Spitze, was für dunkle Räume absolut ausreichend ist. In sehr hellen Räumen mit viel Tageslichteinstrahlung ist das QD-OLED-Pendant vorzuziehen.
Samsung QN90D Neo QLED 65 Zoll (ca. 1.699 €): Mit bis zu 4.000 nit Spitzenhelligkeit schlägt das Samsung-Gerät alle OLED-Modelle im hellen Wohnzimmer. HDR-Inhalte wirken farbgewaltiger, Highlights leuchten extremer. Der Nachteil: kein perfektes Schwarz wie bei OLED — lokale Abdunkelungszonen sichtbar bei sehr kontrastreichen Szenen (Halos). Für helle Räume und Sportübertragungen zusätzlich zum Zocken ist der QN90D aber die bessere Wahl.
Hisense U8N 65 Zoll (ca. 899 €): Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im 65-Zoll-Segment. Mini-LED, hohe Helligkeit, volle HDMI-2.1-Ausstattung, 4K/144 Hz. Der Bildprozessor ist nicht auf dem Niveau von Sony oder Samsung, aber für Gaming mehr als ausreichend. Wer das Budget für einen LG OLED C4 oder Samsung QN90D nicht hat, macht mit dem Hisense U8N keinen Fehler.
Wichtig beim Kauf eines Gaming-TVs in 65 Zoll: Prüfe, ob ALLE HDMI-2.1-Ports tatsächlich die volle Bandbreite (48 Gbit/s) unterstützen. Bei einigen Herstellern sind nur ein oder zwei Ports mit vollem HDMI-2.1-Standard ausgestattet, die restlichen laufen mit reduzierter Bandbreite. Für die PS5 genügt ein einziger echter HDMI-2.1-Port — aber wenn du Konsole, PC und AV-Receiver gleichzeitig betreibst, sind vier echte Ports Gold wert.
OLED vs. QLED vs. Mini-LED: Welche Panel-Technologie passt zur PS5?
Drei Panel-Technologien dominieren den Premium-Gaming-TV-Markt 2024/2025. Jede hat klare Vor- und Nachteile, die je nach Nutzungssituation unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.
OLED (Organic Light-Emitting Diode): Jeder Pixel leuchtet selbst — kein Backlight notwendig. Das Ergebnis: perfektes Schwarz (echter 0-nit-Schwarzwert), unendliches Kontrastverhältnis, beste Betrachtungswinkel, schnellste Reaktionszeiten (0,1–0,2 ms). Der LG OLED C4 und der Sony Bravia A95L sind die Gaming-Referenz. Nachteil: maximale Helligkeit begrenzt (600–1.000 nit bei LG OLED, bis 1.500 nit bei QD-OLED wie dem A95L) — in sehr hellen Räumen können HDR-Highlights blasser wirken als bei Mini-LED. Außerdem theoretisch einbrenngefahr bei statischen Bildelementen (HUDs, Ladebalken) — in der Praxis bei moderaten Nutzungszeiten kein relevantes Problem mehr.
QD-OLED (Quantum Dot OLED): Kombination aus OLED-Substrat und Quantum-Dot-Farbfilter. Sony A95L und Samsung S95D nutzen diese Technologie. Ergebnis: helleres OLED mit brillanteren Farben (bis 2.000 nit Spitze beim S95D). Teuerste Option im Markt.
Mini-LED (QLED/Neo QLED): LEDs sind deutlich kleiner als bei herkömmlichem Full-Array-Local-Dimming — mehr Dimming-Zonen, bessere Kontrast-Kontrolle. Samsung Neo QLED (QN90D, QN95D) und Hisense U8N nutzen diese Technologie. Spitzenhelligkeit von 2.000–4.000 nit macht sie zur besten Wahl für helle Räume. Nachteil: kein echtes Schwarz, Halos bei sehr kontrastreichen Szenen (heller Gegenstand auf schwarzem Hintergrund).
Fazit für die PS5: In dunklem bis gedimmtem Raum gewinnt OLED klar. Im hellen Wohnzimmer oder bei direkter Sonneneinstrahlung ist Mini-LED/Neo QLED besser. QD-OLED ist der Kompromiss für beide Szenarien — zu einem entsprechend höheren Preis.
Für den besten Gaming-Fernseher zum Zocken in einem typisch deutschen Wohnzimmer (abends, gedimmt bis dunkel) ist der LG OLED C4 nach wie vor die meistempfohlene Wahl der Fachpresse.


























