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60er-Jahre-Mode für Männer: Mod-Style, schmale Anzüge & Mad Men

stylesoul Redaktion10 Min. Lesezeit

Kaum ein Jahrzehnt hat den Männer-Kleiderschrank so nachhaltig geprägt wie die Sixties. Zwischen 1960 und 1969 wurde aus dem breitschultrigen Nachkriegs-Anzug eine schlanke, jugendliche Silhouette – schmale Revers, enge Hosen, kräftige Farben. Aber wie sah 60er-Jahre-Mode für Männer eigentlich aus, und wie trägst du sie heute, ohne wie im Kostüm zu wirken? In diesem Guide gehen wir Schritt für Schritt durch: den Mod-Style aus London, den schmalen Anzug im Mad-Men-Stil, Rollkragen und Polohemd, die typischen Schuhe von der Chelsea Boot bis zum Bootsschuh, Farben und Muster des Jahrzehnts – und wie du daraus einen modernen Look baust. Alle Favoriten sind direkt shoppbar.

Die kurze Antwort

60er-Jahre-Mode für Männer war schmal, jugendlich und klar: eng geschnittene Anzüge mit schmalen Revers und Krawatten, verkürzte Hosen, Rollkragenpullover, Polohemden und Chelsea Boots. Prägend waren der britische Mod-Style aus London (schmaler Zweireiher, Parka, Bootsschuhe) und der amerikanische Büro-Look à la „Mad Men“ (grauer Slim-Anzug, weißes Hemd, schmale Krawatte). Heute trägst du den Look modern, indem du ein Sixties-Teil – etwa den schmalen Anzug oder den Rollkragen – mit reduzierten, aktuellen Basics kombinierst.

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Der Edit
60er-Jahre-Mode für Herren

Kuratiert9 handverlesene Stücke

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Wie sah 60er-Jahre-Mode für Männer aus?

60er-Jahre-Mode für Männer war vor allem eines: schmal, jung und klar strukturiert. Wo der Anzug der 1950er noch breite Schultern und weite Hosen hatte, wurde die Silhouette der Sixties Jahr für Jahr enger. Schmale Revers, hoch geknöpfte Sakkos, verkürzte Röhrenhosen und schmale Krawatten definierten den Look – dazu Rollkragenpullover, Polohemden und poppige Farben.

Die Mode der 60er Jahre für Männer teilt sich grob in zwei Hälften: die frühe Dekade prägte der jugendliche, saubere Mod-Stil aus England und der elegante Büro-Anzug, wie man ihn aus der Serie „Mad Men“ kennt. In der zweiten Hälfte kamen mit der Hippie-Bewegung längere Haare, weitere Schnitte, Fransen und kräftige Muster dazu. Dieser Guide konzentriert sich auf den prägenden, tragbaren Kern – Mod, schmaler Anzug, Rollkragen, Chelsea Boot – und zeigt dir, wie du daraus heute einen modernen Look baust.

Der Mod-Style: Kleidung der 60er Jahre für Männer aus London

Kein Begriff steht so sehr für Kleidung der 60er Jahre für Männer wie „Mod“ – kurz für „Modernist“. Die Bewegung entstand im London der frühen Sixties und drehte sich um Musik (Soul, R&B, The Who, Small Faces), Motorroller und vor allem: um makellosen, schmalen Stil. Der Mod war kein Rebell im zerrissenen Look, sondern ein junger Mann, der viel Geld und Sorgfalt in scharf geschnittene Kleidung steckte.

Die wichtigsten Bausteine des Mod-Looks:

  • Schmaler Anzug: tailliert, mit schmalem Revers, oft als Dreiteiler oder schmaler Zweireiher, gern in Grau, Anthrazit oder mit dezentem Muster.
  • Fischgrät- und Prince-of-Wales-Muster: feine, klassische Stoffe, aber in enger, moderner Passform.
  • Der Fishtail-Parka: der olivgrüne Armee-Parka über dem Anzug – Schutz für den scharfen Look auf dem Roller und bis heute das Erkennungszeichen der Mods.
  • Bootsschuhe & Desert Boots: flache, schmale Schuhe, dazu Chelsea Boots mit spitzer Kappe.
  • Polohemd & Button-down: saubere, hoch geschlossene Oberteile in klaren Farben.

Wenn du Mode der 60er Jahre für Männer in ihrer reinsten Form willst, ist der Mod-Look dein Ausgangspunkt: alles sitzt eng, alles ist gepflegt, nichts ist zufällig.

Der Edit

Schmale Anzüge & Sakkos im Mod-Stil

Tailliert geschnittene Anzüge und Sakkos mit schmalem Revers – die Basis des 60er-Jahre-Looks.

Der schmale Anzug: Mode 60er Jahre für Herren im Mad-Men-Stil

Neben dem britischen Mod prägte ein zweiter Look die Mode der 60er Jahre für Männer: der amerikanische Büro-Anzug, wie ihn die Serie „Mad Men“ berühmt gemacht hat. Auf der New Yorker Madison Avenue trugen die Werber schmale Einreiher aus grauem oder anthrazitfarbenem Wollstoff, dazu ein knackweißes Hemd und eine schmale Krawatte. Der Look ist bis heute das Sinnbild für erwachsene, elegante Mode 60er Jahre für Herren.

So erkennst du den authentischen Sixties-Anzug:

  • Schmales Revers: etwa 5–7 cm breit, deutlich schmaler als in den Achtzigern.
  • Zwei- bis Dreiknopf-Sakko: hoch geknöpft, mit gerader, wenig taillierter Linie.
  • Verkürzte, gerade Hose: ohne Umschlag, mit schmalem Bein, das knapp über dem Schuh endet.
  • Dezente Stoffe: Grau, Anthrazit, Mittelblau, dazu feine Nadelstreifen oder Fischgrät.

Der Unterschied zum 50er-Jahre-Anzug ist wichtig – und wird oft verwechselt: Die Fünfziger hatten breitere Schultern, weitere Hosen mit Umschlag und einen legereren Fall. Die 60er-Jahre-Mode für Herren zog alles enger und jünger. Wer den Mad-Men-Look nachbauen will, achtet also auf einen schmalen, aber nicht röhrenengen Schnitt und einen matten Wollstoff.

Rollkragen, Polohemd & Hemd: Oberteile der 60er

Unter dem Sakko – oder ganz für sich – definierten drei Oberteile die Mode 60er Jahre für Männer:

  • Der Rollkragenpullover: das vielleicht coolste Sixties-Teil. Ein feiner Rollkragen in Schwarz, Anthrazit oder Camel unter dem Sakko ersetzte Hemd und Krawatte und gab dem Look sofort etwas Intellektuelles, Künstlerisches (Stichwort Beatnik). Bis heute die einfachste Art, 60er-Flair zu tragen.
  • Das Polohemd: hoch geschlossen, oft in kräftigen Farben oder mit Streifen – ein Kernstück des Mod-Looks für den Tag.
  • Das Button-down-Hemd: das schmal geschnittene Hemd mit Knopfkragen, gern in Weiß, Hellblau oder mit feinem Karo, war die saubere Basis unter Anzug und Strickjacke.

Auch der feine Feinstrick-Pullunder und die schmale Strickjacke gehörten dazu. Wichtig für den authentischen Eindruck: Alles sitzt körpernah, nichts hängt. Ein weit fallendes Oberteil kippt den Look sofort in ein anderes Jahrzehnt.

Der Edit

Rollkragen, Polos & Strick im 60er-Stil

Feine Rollkragenpullover, Polohemden und Button-down-Hemden – die Oberteile der Sixties.

Schuhe: von der Chelsea Boot bis zum Bootsschuh

Die Schuhe machen bei der Mode der 60er Jahre für Männer einen großen Unterschied – sie sind flach, schmal und poliert. Diese Übersicht zeigt, welcher Schuh zu welchem Sixties-Look passt:

SchuhTypischer LookMerkmal
Chelsea BootMod, Anzug-Lookschmale Stiefelette mit Gummizug, oft spitze Kappe
Desert Bootlegerer Mod, Casualknöchelhoch, Wildleder, Kreppsohle
Bootsschuh / LoaferTag, College-Lookflach, ohne Schnürung, sauber poliert
Winkelpickerfrüher Mod / Rockerextrem spitze Schuhspitze
Weißer Sneaker (früh)Casual, Sportschmal, minimalistisch

Für den Alltag heute sind Chelsea Boots und schmale Loafer die dankbarsten Sixties-Schuhe: Sie passen zum Anzug ebenso wie zu schmaler Hose und Rollkragen, ohne als Verkleidung zu wirken. Der klassische Bootsschuh ergänzt den lockeren, sommerlichen Mod-Look.

Farben & Muster: Kleidung der 60er Jahre für Männer

Die Farbwelt der Sixties entwickelte sich stark über die Dekade. Am Anfang dominierten gedeckte, elegante Töne, gegen Ende explodierten die Farben. Diese Tabelle ordnet die typischen Farben und Muster ein:

ElementFrühe 60er (Mod / Mad Men)Späte 60er (Pop / Hippie)
GrundfarbenGrau, Anthrazit, Marine, OlivSenfgelb, Orange, Türkis, Violett
MusterFischgrät, Nadelstreifen, feines KaroPaisley, Blockstreifen, Batik
Krawatteschmal, einfarbig oder gepunktetbreiter, gemustert, bunt
Silhouetteschmal, tailliertweiter, mit Schlag

Für einen zeitlosen 60er-Look bleibst du am besten in der frühen Palette: Grau, Marineblau und Oliv, dazu ein Farbakzent über Polohemd oder Rollkragen. Wer mutiger ist, greift die späten, poppigen Töne auf – dann aber sparsam, sonst kippt der Look schnell ins Kostümhafte.

Mod, Beatnik & Hippie: die Strömungen im Vergleich

„Die 60er“ waren nicht ein Stil, sondern mehrere parallele Strömungen. Wer die Mode 60er Jahre für Herren gezielt treffen will, sollte sie auseinanderhalten:

  • Mod: schmal, sauber, elegant. Anzug, Parka, Polohemd, Chelsea Boot. Das prägendste Bild der frühen 60er.
  • Beatnik: künstlerisch-intellektuell. Schwarzer Rollkragen, schmale Hose, Baskenmütze, oft ganz in Schwarz. Die Café- und Jazz-Szene.
  • Rocker / Ton-up Boys: Lederjacke, Jeans, Boots – der Gegenpol zum Mod, rauer und motorisiert.
  • Hippie (späte 60er): lange Haare, Schlaghose, Fransen, Batik, Paisleyhemden, kräftige Farben – die Gegenkultur von 1967 an.

Für einen modernen, tragbaren Auftritt sind Mod und Beatnik die dankbarsten Vorlagen: Beide setzen auf schmale Schnitte und klare Farben, die sich mühelos mit heutigen Basics mischen lassen.

Der Edit

Schmale Hosen & Chelsea Boots

Verkürzte, gerade Hosen und flache Stiefeletten – das Fundament der Sixties-Silhouette.

Accessoires: schmale Krawatte, Kastenbrille & Hut

Wie bei jedem Look entscheiden die Details, ob die 60er-Jahre-Mode für Männer überzeugt oder aufgesetzt wirkt:

  • Schmale Krawatte: das Sixties-Accessoire schlechthin – 5–6 cm breit, einfarbig, gepunktet oder gestrickt. Sie macht aus jedem Hemd sofort einen Mad-Men-Moment.
  • Kastenbrille im Retro-Stil: dickere Acetat-Fassungen in Schwarz oder Braun-Meliert, gern eckig – ein starker Zeitanker.
  • Der Hut: der schmale Fedora (Trilby) prägte den frühen Anzug-Look, verschwand aber im Lauf der Dekade zunehmend.
  • Uhr mit schmalem Lederband: flach, elegant, unauffällig.
  • Einstecktuch: ein weißer, schlicht gefalteter Tupfer für den festlichen Mod-Anzug.

Faustregel: Setze ein markantes Accessoire – schmale Krawatte oder Kastenbrille oder Hut – und halte den Rest zurückhaltend. Alle Sixties-Signale gleichzeitig kippen den Look ins Faschingskostüm.

So trägst du 60er-Jahre-Mode für Männer heute

Der Trick am Vintage-Look ist Dosierung. Niemand will wie ein Statist aus einem Historienfilm aussehen – aber ein einzelnes, gut platziertes Sixties-Element wirkt zeitlos und individuell. So gelingt der moderne 60er-Look:

  • Ein Teil, nicht zehn: Kombiniere ein starkes Sixties-Stück – schmaler Anzug, Rollkragen oder Chelsea Boot – mit heutigen, reduzierten Basics.
  • Schnitt vor Muster: Der schmale Schnitt trägt den 60er-Charakter. Bleib bei ruhigen Stoffen, dann wirkt der Look modern statt kostümiert.
  • Rollkragen unter Sakko: die einfachste und tragbarste Sixties-Formel – schwarzer Feinstrick-Rollkragen, graues Sakko, schmale Hose.
  • Farbe dosieren: Nutze die frühe Palette (Grau, Marine, Oliv) und setze höchstens einen poppigen Akzent.
  • Moderne Passform: „schmal“ heißt heute nicht „zu eng“ – achte auf saubere Schulter- und Beinlinie.

Eine große Auswahl passender Teile für den ganzen Look findest du in unserer Herrenmode-Übersicht.

60er-Kostüm & Mottoparty: der schnelle Auftritt

Steht eine Sixties-Mottoparty an, willst du auf einen Blick erkennbar sein – hier darf der Look ruhig plakativer ausfallen als im Alltag. Zwei bewährte Richtungen:

  • Mod / Mad Men: schmaler grauer Anzug, weißes Hemd, sehr schmale Krawatte, Chelsea Boots, seitlich gescheiteltes Haar. Optional ein Trilby. Klar, elegant, sofort verständlich.
  • Hippie (späte 60er): Schlaghose, buntes Paisley- oder Batikhemd, Fransenweste, runde Sonnenbrille, Stirnband. Der laute, farbenfrohe Gegenpol.

Wer es minimal mag, kombiniert einfach schwarzen Rollkragen, schmale Hose und Kastenbrille – der Beatnik-Look ist mit wenigen Teilen erzählt und funktioniert auch abseits der Party weiter.

Die häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest

  • 60er mit 50ern verwechseln: Breite Schultern, weite Hosen mit Umschlag und Petticoat-Partner gehören zu den Fünfzigern. Die Sixties sind schmal und jugendlich – achte auf die enge Silhouette.
  • Zu viele Signale auf einmal: Anzug plus Hut plus Brille plus Krawattennadel wirkt wie Verkleidung. Setze ein bis zwei Zeitanker, nicht alle.
  • Falsche Passform: Ein zu weites Sakko oder eine zu lange Hose zerstören den Look sofort. Der schmale Schnitt ist der Kern des Stils.
  • Muster-Overload: Nur die späten 60er waren richtig bunt. Für einen tragbaren Look bleibst du bei ruhigen Stoffen und einem einzigen Farbakzent.
  • Klobige Schuhe: Dicke Sohlen oder Sportschuhe brechen die schlanke Linie. Flache, schmale Chelsea Boots oder Loafer halten den Look zusammen.

Der Edit

Accessoires: schmale Krawatten & Brillen

Schmale Krawatten, Kastenbrillen und flache Ledergürtel – die Details, die den Sixties-Look tragen.

So haben wir ausgewählt

Die stylesoul-Redaktion sichtet zu jeder Saison die Herren-Kollektionen führender Shops und filtert daraus die Teile, die den 60er-Stil wirklich treffen – nach Schnitt, Stoffqualität, Farbe und Preis-Leistung. Wir orientieren uns an den prägenden Vorbildern des Jahrzehnts (Mod-Silhouette, schmaler Anzug, Rollkragen, Chelsea Boot) und wählen bewusst Stücke aus, die sich in einen modernen Alltag übersetzen lassen. Unsere Auswahl treffen wir redaktionell und unabhängig; über die Shop-Links erhalten wir zwar ggf. eine Provision, das beeinflusst die Auswahl aber nicht. Die Produkt-Empfehlungen aktualisieren wir laufend, damit du nur verfügbare Teile siehst. Dieser Guide wurde zuletzt am überarbeitet.

Kurz gesagt

60er-Jahre-Mode für Männer bedeutet vor allem eine schmale, jugendliche Silhouette: enge Anzüge mit schmalem Revers, verkürzte Hosen, Rollkragen, Polohemden und Chelsea Boots. Prägend waren der Londoner Mod-Style und der elegante Mad-Men-Büro-Anzug – nicht zu verwechseln mit den breiteren Fünfzigern. Trägst du heute ein starkes Sixties-Teil mit reduzierten Basics und einer sauberen Passform, wirkt der Look modern und zeitlos statt kostümiert. Passende Teile für den kompletten Auftritt findest du in unserer Herrenmode-Auswahl.

Weiterlesen auf Shopazin

Mehr Styling-Guides in unserer Rubrik Herren.

Du magst eine bestimmte Marke? Stöbere im Tommy Hilfiger Big Und Tall-Shop.

Häufige Fragen

Wie sah 60er-Jahre-Mode für Männer aus?
60er-Jahre-Mode für Männer war schmal, jugendlich und klar geschnitten: eng taillierte Anzüge mit schmalem Revers, verkürzte Hosen, schmale Krawatten, Rollkragenpullover, Polohemden und Chelsea Boots. Prägend waren der britische Mod-Style aus London und der elegante amerikanische Büro-Anzug im Mad-Men-Stil. In der späten Dekade kamen mit der Hippie-Bewegung weitere Schnitte, Schlaghosen und kräftige Farben dazu.
Was ist der Unterschied zwischen 50er- und 60er-Jahre-Mode für Männer?
Die 50er-Jahre-Mode hatte breitere Schultern, weitere Hosen mit Umschlag und einen legereren Fall. Die 60er zogen alles enger und jünger: schmales Revers, hoch geknöpfte Sakkos, verkürzte Röhrenhosen und schmale Krawatten. Wer den Sixties-Look treffen will, achtet auf die schlanke, tailliert wirkende Silhouette – das ist der wichtigste Unterschied.
Was ist der Mod-Style der 60er?
Mod (kurz für „Modernist“) war eine junge Londoner Subkultur der frühen 60er, die sich um Soul-Musik, Motorroller und makellosen, schmalen Stil drehte. Typisch sind der schmale Anzug, der olivgrüne Fishtail-Parka, Polohemden, Button-down-Hemden und Chelsea Boots. Der Mod war betont gepflegt und elegant – der saubere Gegenpol zum rauen Rocker-Look.
Wie trage ich 60er-Jahre-Mode heute modern?
Kombiniere ein einzelnes starkes Sixties-Teil – etwa den schmalen Anzug, einen feinen Rollkragen oder Chelsea Boots – mit reduzierten, aktuellen Basics. Bleib bei ruhigen Stoffen und der frühen Farbpalette (Grau, Marine, Oliv) und setze höchstens einen Farbakzent. So wirkt der Look zeitlos statt verkleidet. Der schmale, saubere Schnitt ist wichtiger als auffällige Muster.
Welche Schuhe passen zur 60er-Jahre-Mode für Männer?
Klassisch sind flache, schmale Schuhe: Chelsea Boots mit spitzer Kappe für den Anzug-Look, Desert Boots für den legeren Mod-Stil sowie Loafer und Bootsschuhe für den Tag. Frühe weiße Sneaker gab es ebenfalls. Wichtig ist eine schlanke Linie – klobige Sohlen brechen den Sixties-Look.
Was ist der Mad-Men-Look?
Der Mad-Men-Look benennt den amerikanischen Büro-Anzug der frühen 60er, wie ihn die gleichnamige Serie zeigt: ein schmaler grauer oder anthrazitfarbener Einreiher, ein weißes Hemd, eine schmale Krawatte und polierte Schuhe. Er steht für erwachsene, elegante 60er-Jahre-Herrenmode und ist bis heute ein zeitloses Vorbild für den Anzug-Stil.
Welche Farben und Muster prägten die 60er-Herrenmode?
Die frühen 60er setzten auf gedeckte, elegante Töne wie Grau, Anthrazit, Marineblau und Oliv mit feinen Mustern wie Fischgrät und Nadelstreifen. Gegen Ende der Dekade explodierten die Farben: Senfgelb, Orange, Türkis und Violett kamen dazu, ebenso Paisley und Batik. Für einen tragbaren Look bleibst du in der frühen, ruhigeren Palette.
Wie stelle ich ein 60er-Jahre-Kostüm für Männer zusammen?
Für einen Mod- oder Mad-Men-Auftritt reichen ein schmaler grauer Anzug, ein weißes Hemd, eine sehr schmale Krawatte, Chelsea Boots und ein Seitenscheitel. Für den Hippie-Look der späten 60er nimmst du Schlaghose, buntes Paisley- oder Batikhemd, Fransenweste und runde Sonnenbrille. Minimalistisch geht es mit schwarzem Rollkragen, schmaler Hose und Kastenbrille im Beatnik-Stil.
Was ist ein Rollkragen im 60er-Stil und wie trage ich ihn?
Der feine Rollkragenpullover war ein Kernstück der 60er-Herrenmode, besonders im künstlerischen Beatnik-Look. Getragen wird er körpernah in Schwarz, Anthrazit oder Camel – solo oder unter einem Sakko, wo er Hemd und Krawatte ersetzt. Die Kombination aus schwarzem Rollkragen, grauem Sakko und schmaler Hose ist die einfachste und tragbarste Sixties-Formel.