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70er-Jahre-Hemden für Herren: großer Kragen, Muster & Disco-Style

stylesoul Redaktion9 Min. Lesezeit

Ein weit ausgestellter Kragen, ein psychedelisches Paisley-Muster und ein Stoff, der bei jeder Bewegung mitschwingt – kaum ein Kleidungsstück transportiert das Lebensgefühl der Siebziger so unmittelbar wie das 70er-Jahre-Hemd für Herren. Egal, ob du ein Kostüm für die Mottoparty suchst, den Disco-Look für die Tanzfläche brauchst oder das Retro-Piece bewusst in deinen Alltag holen willst: In diesem Guide klären wir, woran du ein echtes Siebziger-Hemd erkennst, welche Kragenform, welche Muster und welche Stoffe den Look ausmachen – und wie du ihn stylst, ohne dass es nach billigem Faschingskostüm aussieht.

Die kurze Antwort

Ein 70er-Jahre-Hemd für Herren erkennt man am großen, spitz zulaufenden Schmetterlingskragen, an auffälligen Mustern wie Paisley, Blumen oder geometrischen Prints und an einem tailliert-fließenden Schnitt aus Baumwolle, Viskose oder Satin. Typisch sind kräftige Farben, oft ein paar offene Knöpfe und eine leicht glänzende Oberfläche – der klassische Disco- und Schlager-Look. Für den Alltag reicht ein Hemd mit dezentem Retro-Muster und normalem Kragen, für Mottoparty und Kostüm darf der Kragen ruhig extrem groß und das Muster laut sein.

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70er-Jahre-Hemden für Herren

Kuratiert9 handverlesene Stücke

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Der Edit

Vintage-Hemden im 70er-Stil

Großer Kragen, Muster & Baumwolle – direkt shoppbar.

Wie sieht ein 70er-Jahre-Hemd aus?

Ein 70er-Jahre-Hemd für Herren hat einen großen, spitz zulaufenden Kragen, ein auffälliges Muster – meist Paisley, Blumen oder geometrische Formen – und einen tailliert-fließenden Schnitt aus Baumwolle, Viskose oder Satin. Dazu kommen kräftige Farben, eine oft leicht glänzende Oberfläche und der berühmte offene Ausschnitt mit ein, zwei geöffneten Knöpfen. Zusammen ergibt das den unverkennbaren Disco- und Schlager-Look der Dekade.

Anders als das schlichte Businesshemd von heute war das 70er-Jahre-Hemd für Männer ein bewusstes Statement: Es sollte gesehen werden, auf der Tanzfläche glänzen und Persönlichkeit zeigen. Genau das macht es heute zum perfekten Piece für Retro-Partys, Motto-Events – und in dezenter Form sogar für den modernen Alltag. Was den Look im Detail ausmacht, gehen wir jetzt Element für Element durch: Kragen, Muster, Stoff, Farbe, Schnitt und Styling.

Der Edit

Preis-Tipps

Schöne Retro-Hemden für kleines Budget.

Die typischen Merkmale eines 70er-Jahre-Hemds

Ein echtes Siebziger-Hemd erkennst du an einer Handvoll klarer Signale. Diese Übersicht zeigt dir die wichtigsten Merkmale auf einen Blick und woran du sie festmachst:

MerkmalSo sieht es ausWirkung
Kragengroß, spitz, weit ausgestellt (Schmetterlings- oder „Dog-Ear"-Kragen)der Signature-Look der Dekade
MusterPaisley, Blumen, Kreise, Wellen, geometrische Printslaut, verspielt, psychedelisch
StoffBaumwolle, Viskose, Satin, Polyester-Mixfließend, oft leicht glänzend
Schnitttailliert, körpernah, teils mit Brustabnäherbetont die Silhouette
Ausschnittein bis zwei Knöpfe offenlässig, für die Tanzfläche

Nicht jedes 70er-Hemd bringt alle fünf Merkmale mit – aber je mehr davon zusammenkommen, desto authentischer der Look. Für ein Kostüm setzt du bewusst auf alle Signale gleichzeitig; im Alltag reicht meist ein einzelnes Element, etwa ein retro-inspiriertes Muster.

Das Hemd mit großem Kragen: der 70er-Signature-Look

Wenn ein Detail für die Siebziger steht, dann der Kragen. Ein Hemd mit großem Kragen im 70er-Stil hat weit ausgestellte, spitz zulaufende Kragenspitzen, die deutlich über das Revers eines Jacketts hinausragen – im Englischen liebevoll „butterfly collar" oder „dog-ear collar" genannt. Genau dieser übergroße Kragen unterscheidet das echte Retro-Hemd vom modernen Modell mit kurzem, unauffälligem Kragen.

  • Schmetterlingskragen (Butterfly): extrem breit, ideal fürs Kostüm und den vollen Disco-Effekt.
  • Spread-Kragen mit Länge: etwas dezenter, funktioniert auch im Alltag und unter einem Jackett.
  • Kragen offen getragen: Zwei geöffnete Knöpfe lassen die Kragenspitzen frei fallen – der klassische Look der Dekade.

Praktischer Tipp: Je größer der Kragen, desto stärker das Retro-Signal – aber desto schwieriger die Alltagstauglichkeit. Für die Mottoparty gilt: lieber zu groß als zu klein. Für den täglichen Look wählst du einen Kragen, der lang, aber nicht comichaft übertrieben ist.

Muster & Paisley: die Prints, die die 70er ausmachen

Das zweite große Erkennungsmerkmal ist das Muster. Ein uni-farbenes Hemd kann nie so eindeutig „Siebziger" schreien wie ein wildes Print-Hemd. Diese Muster prägen den Look:

  • Paisley: das ikonische tropfenförmige Ornament – der Inbegriff des psychedelischen 70er-Hemds.
  • Blumen & Florales: großflächige, oft überbordende Blüten in kräftigen Farben.
  • Geometrisches: Kreise, Wellen, Rauten und optische Muster im Stil der Pop-Art.
  • Batik & Tie-Dye: fließende Farbverläufe für den Hippie-Einschlag der frühen Dekade.

Ein Paisley-Hemd ist die sicherste Wahl, wenn du auf Anhieb als Siebziger-Fan erkannt werden willst. Für einen tragbareren Alltags-Look reduzierst du das Muster: kleinere Rapporte, gedecktere Farben, Ton-in-Ton statt Signalkontrast. So bleibt der Retro-Charakter erhalten, ohne dass es nach Verkleidung aussieht.

70er-Jahre-Hemd aus Baumwolle & Co.: die richtigen Stoffe

Der Stoff entscheidet, wie ein 70er-Hemd fällt und glänzt. Grob gibt es zwei Welten: das natürliche, matte 70er-Jahre-Hemd aus Baumwolle und das glänzende, fließende Disco-Hemd aus Satin oder Viskose. Welcher Stoff zu welchem Anlass passt, zeigt diese Tabelle:

StoffOptik & GriffAm besten für
Baumwollematt, atmungsaktiv, natürlicher FallAlltag, Hippie-Look, warme Tage
Viskoseweich, fließend, leichter SchimmerSommerpartys, lässige Retro-Looks
Satinglänzend, glatt, rutschigDisco, Bühne, voller Glamour
Polyester-Mixstrapazierfähig, kräftige DruckfarbenKostüm, günstige Mottoparty-Teile

Wer den Look authentisch, aber angenehm tragbar will, greift zum 70er-Jahre-Hemd aus Baumwolle oder einem Baumwoll-Viskose-Mix: Der Stoff fällt schön, glänzt dezent und kratzt nicht. Reines Satin und Polyester wirken auf Fotos spektakulär, können aber schnell schwitzig werden – für eine lange Partynacht solltest du das einplanen.

Farben & Schnitt der 70er-Jahre-Hemden für Männer

Die Siebziger waren farblich alles andere als zurückhaltend. Typisch für ein 70er-Jahre-Hemd für Männer sind erdige und zugleich kräftige Töne, die miteinander kombiniert wurden:

  • Erdtöne: Braun, Senfgelb, Orange, Terrakotta – die Grundpalette der Dekade.
  • Sattgrün & Petrol: von Avocado bis Flaschengrün, oft in Mustern kombiniert.
  • Kräftiges Rot & Bordeaux: für den auffälligen Bühnen- und Discolook.
  • Kontraststarke Prints: mehrfarbige Muster, in denen sich diese Töne treffen.

Beim Schnitt gilt: körpernah statt kastig. Das 70er-Jahre-Hemd für Männer war tailliert geschnitten, teils mit Abnähern, und wurde gern in die weit ausgestellte Schlaghose gesteckt. Wer heute einen authentischen Look will, wählt ein Hemd, das an Brust und Taille anliegt – ein zu weites, gerades Modell wirkt schnell wie ein modernes Freizeithemd mit Retro-Print, aber nicht wie echte Siebziger. Grundlagen zu Passform und Kragenformen findest du auch in unserer Übersicht zu Herren-Hemden.

70er-Jahre-Hemden Herren stylen: Disco, Schlager & Alltag

Dasselbe 70 Jahre Hemd für Herren kann komplett unterschiedlich wirken – je nachdem, wie du es kombinierst. Drei Wege, den Look zu tragen:

  • Voller Disco-Look: Hemd weit aufgeknöpft, in eine ausgestellte Schlaghose gesteckt, dazu Plateauschuhe und eine Goldkette. Maximaler Retro-Effekt für Bühne und Tanzfläche.
  • Schlager- & Partylook: Buntes Musterhemd zu schlichter Hose, Kragen über das Sakko gelegt. Auffällig, aber ohne komplettes Kostüm.
  • Retro im Alltag: Dezentes Musterhemd, geschlossen getragen, zu Jeans oder Chino und Loafern. Der Siebziger-Einschlag bleibt ein Detail, kein Verkleidungssignal.

Wichtig fürs Styling: Setze auf ein lautes Element. Trägst du ein extrem gemustertes Hemd, halte Hose und Schuhe schlicht. Ist das Hemd eher ruhig, darf die Hose den Retro-Akzent setzen. Wer den kompletten Auftritt plant, findet passende Basics in der Herren-Übersicht.

Mottoparty & Kostüm: das 70er-Hemd als Verkleidung

Für eine 70er-Mottoparty, ein Schlager-Event oder ein Faschingskostüm darfst du bewusst übertreiben – hier ist mehr wirklich mehr. Damit dein Look sofort erkannt wird, kombinierst du die Signale gezielt:

  • Kragen so groß wie möglich – der Schmetterlingskragen ist das eindeutigste Signal.
  • Lautes Muster in kräftigen Farben, gern Paisley oder große Blüten.
  • Glänzender Stoff (Satin) für den Disco-Effekt unter Partylicht.
  • Weit geöffneter Ausschnitt mit Goldkette und ausgestellter Schlaghose.

Für ein günstiges Kostüm reicht ein Polyester-Hemd mit starkem Print. Wenn du das Hemd nach der Party weitertragen willst, lohnt sich ein hochwertigeres Modell aus Baumwolle oder Viskose mit dezenterem Muster – dann funktioniert es als Kostüm und als Alltags-Piece. So investierst du einmal und hast zwei Looks.

Worauf du beim Kauf eines 70er-Jahre-Hemds achten solltest

Bevor du zuschlägst, lohnt ein kurzer Check. Diese Punkte entscheiden, ob dein Retro-Hemd überzeugt:

  • Kragengröße: Für den vollen Effekt spitz und groß; für den Alltag eher lang statt riesig.
  • Stoffqualität: Baumwolle oder Viskose tragen sich angenehmer als reines Polyester – gerade bei langen Partynächten.
  • Passform: tailliert, nicht kastig. Achte auf die Schulternaht und die Weite an Brust und Taille.
  • Musterintensität: je nach Einsatz laut (Kostüm) oder dezent (Alltag) wählen.
  • Pflege: Satin und bedruckte Stoffe oft nur schonend waschen – Etikett prüfen.

Faustregel: Willst du das Hemd nur einmal für eine Party, darf es günstig und knallig sein. Soll es öfter in den Kleiderschrank, investierst du in einen besseren Stoff und ein tragbareres Muster.

Die häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Zu kastiger Schnitt: Ein weites, gerades Hemd zerstört den Siebziger-Look. Achte auf eine körpernahe, taillierte Passform.
  • Falscher Kragen: Ein moderner Kurzkragen wirkt nie retro. Der Kragen muss groß und spitz sein.
  • Alles gleichzeitig laut: Musterhemd plus Musterhose plus Plateauschuhe wird schnell zu viel. Setze auf ein Hauptelement.
  • Billiger Glanzstoff im Alltag: Reines Polyester glänzt grell und schwitzt. Für den täglichen Look lieber Baumwolle oder Viskose.
  • Muster zu klein gedacht: Ein winziger Print geht unter. Für den echten 70er-Effekt darf der Rapport großzügig sein.

So haben wir ausgewählt

Die stylesoul-Redaktion sichtet regelmäßig die Retro- und Vintage-Sortimente führender Shops und filtert daraus die Hemden heraus, die den 70er-Look wirklich treffen – bewertet nach Kragenform, Muster, Stoffqualität und Schnitt. Wir prüfen, ob ein Hemd nur oberflächlich „retro" bedruckt ist oder tatsächlich die typische Silhouette der Dekade mitbringt. Unsere Auswahl treffen wir redaktionell und unabhängig; über die Shop-Links erhalten wir ggf. eine Provision, das beeinflusst unsere Einschätzung aber nicht. Die Empfehlungen aktualisieren wir laufend, damit du nur verfügbare Teile siehst. Dieser Guide wurde zuletzt am überarbeitet.

Kurz gesagt

Ein 70er-Jahre-Hemd für Herren lebt von drei Dingen: dem großen, spitzen Kragen, einem auffälligen Muster wie Paisley oder Blumen und einem fließenden, taillierten Stoff aus Baumwolle, Viskose oder Satin. Für die Mottoparty darfst du alle Signale gleichzeitig laut drehen – riesiger Kragen, wildes Muster, glänzender Stoff. Für den Alltag reduzierst du auf ein Element und wählst einen angenehmen Baumwollstoff mit dezenterem Print. So wird aus dem Kostümklassiker ein Hemd, das den Siebziger-Charme trägt, ohne wie Verkleidung zu wirken.

Weiterlesen auf Shopazin

Mehr Styling-Guides in unserer Rubrik Herren.

Du magst eine bestimmte Marke? Stöbere im Casamoda-Shop.

Häufige Fragen

Wie sieht ein 70er-Jahre-Hemd aus?
Ein 70er-Jahre-Hemd für Herren hat einen großen, spitz zulaufenden Kragen (Schmetterlingskragen), ein auffälliges Muster wie Paisley, Blumen oder geometrische Prints und einen tailliert-fließenden Schnitt aus Baumwolle, Viskose oder Satin. Typisch sind kräftige Farben, eine oft leicht glänzende Oberfläche und ein weit geöffneter Ausschnitt.
Welchen Kragen hat ein 70er-Jahre-Hemd?
Charakteristisch ist der große, spitz zulaufende Kragen mit weit ausgestellten Spitzen – im Englischen „butterfly" oder „dog-ear collar" genannt. Er ragt deutlich weiter als ein moderner Kurzkragen und ist das wichtigste Erkennungsmerkmal des Siebziger-Looks. Für den vollen Effekt trägt man ihn offen über ein bis zwei geöffnete Knöpfe.
Welche Muster sind typisch für 70er-Jahre-Hemden?
Am typischsten ist Paisley, das tropfenförmige Ornament. Dazu kommen großflächige Blumenmuster, geometrische Prints wie Kreise und Wellen im Pop-Art-Stil sowie Batik und Tie-Dye aus dem Hippie-Umfeld. Je größer und farbenfroher das Muster, desto eindeutiger der 70er-Charakter.
Gibt es 70er-Jahre-Hemden aus Baumwolle?
Ja. Ein 70er-Jahre-Hemd aus Baumwolle ist die angenehm tragbare Variante: matt, atmungsaktiv und mit natürlichem Fall. Es eignet sich besonders für den Alltag, den Hippie-Look und warme Tage. Für den glänzenden Disco-Effekt greift man dagegen eher zu Satin oder Viskose.
Wie stylt man ein 70er-Jahre-Hemd als Mann?
Für den vollen Disco-Look trägst du das Hemd weit aufgeknöpft, in eine ausgestellte Schlaghose gesteckt, dazu Plateauschuhe und eine Kette. Im Alltag kombinierst du ein dezentes Musterhemd geschlossen zu Jeans oder Chino und schlichten Schuhen. Wichtig: Setze immer nur auf ein lautes Element.
Woran erkenne ich ein echtes 70er-Jahre-Hemd?
An der Kombination aus großem, spitzem Kragen, auffälligem Muster, fließendem Stoff und einem taillierten, körpernahen Schnitt. Je mehr dieser Merkmale zusammenkommen, desto authentischer der Look. Ein kastiges Freizeithemd mit Retro-Print allein macht noch keinen echten Siebziger-Stil.
Welcher Stoff eignet sich für eine lange Partynacht?
Baumwolle und Viskose sind angenehmer als reines Polyester oder Satin, weil sie atmungsaktiver sind und weniger schwitzen. Satin und Polyester wirken auf Fotos zwar spektakulär und glänzend, können aber über Stunden warm werden – das solltest du bei einer langen Nacht einplanen.
Eignet sich ein 70er-Jahre-Hemd für den Alltag?
Ja, wenn du den Look reduzierst. Wähle ein Hemd mit dezenterem, kleinerem Muster, gedeckteren Farben und einem langen, aber nicht übertrieben großen Kragen. So bleibt der Retro-Charakter als stilvolles Detail erhalten, ohne dass es nach Kostüm oder Verkleidung aussieht.
Was kostet ein 70er-Jahre-Hemd für Herren?
Günstige Kostüm-Hemden aus Polyester gibt es oft schon ab etwa 20–30 Euro. Hochwertigere Modelle aus Baumwolle oder Viskose mit besserem Schnitt liegen meist zwischen 40 und 90 Euro, Designer-Stücke deutlich darüber. Für ein Hemd, das du öfter tragen willst, lohnt sich der bessere Stoff.